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Michael und Anke im Abenteuer !
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Tak - Bath

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Luang Prabang hat mit 300 Tempeln die größte "Tempeldichte" aller Städte in Laos. 30 davon beherbergen aktive Klöster, was auch ein Spitzenwert ist. Entsprechend groß ist die Anzahl der Mönche, die in Luang Prabang am frühen morgen aus ihren Klöstern kommen, um die Tak-Bath-Zermonie zu vollziehen.

In vielen Städten haben wir einzelne Mönche gesehen, die von Tür zu Tür gegangen sind und um Almosen gebeten haben.

Iin Luang Prabang läuft das anders ab. Hier kommen die Mönche jeweils kurz nach 5:30 aus ihrem Tempelbezirk. Aufgrund der Vielzahl der Klöster, die teilweise direkt nebeneinder liegen, ist die Anzahl der Mönche in den Straßen ungewöhnlich groß. 


Das zieht unweigerlich die Touristen an. Zum einen wegen der besonderen Bildmotive, zum anderen weil man sich hier ohne Schwierigkeiten in die Reihe der  Almosengeber einfügen kann, um dafür den Segen der Mönche zu erbitten.

Im Internet gibt es wegen dem Trubel, der durch die Touristen bei dieser religiösen und frommen Handlung verursacht wird, sehr viele, meistens kritische Kommentare. Wir waren auch hin und her gerissen, ob wir uns dieses Ereignis einmal ansehen sollten.

Letztlich entschieden wir uns trotz einiger leichter Bedenken dafür, das Ganze einmal mit eigenen Augen zu sehen. Mit ausschlaggebend waren die "offiziellen" Hinweise, was bei dieser Zermonie erlaubt und was tunlichst vermieden werden sollte.


Auf einem anderen Hinweisschild gab es auch die Erlaubnis zu fotograferen, allerdings ohne Blitz.

Dies deutete darauf hin, dass man sich durchaus der touristischen Bedeutung dieses religiös begründeten Allmosensammeln bewußt ist und versucht eine Balance zwischen beiden Seiten zu finden.

Als wir von unserer Unterkunft in den Teil der Stadt mit den meisten Klöstern liefen, bestätigte sich dieser Eindruck.


Für die Almosengeber gab es kleine Stühle, auf die man sich setzen kann und es wurde eigens dafür eine Beleuchtung installiert, denn um diese Uhrzeit ist es in Laos noch dunkel.

Auch gab es Stände, an denen man Reis als Almosen für die Mönche kaufen konnte. Auffällig war, dass alle Verkäuferinnen eine Art Akkreditierungsausweis hatten. Dadurch wird wohl sichergestellt, dass die Mönche keinen minderwertigen oder gar schlechten Reis durch Touristen erhalten. 


Langsam füllten sich die Straßen mit Fotografen und Almosengeber.



Trotz all dieser Hinweise, dass Touristen bei der tak-bath-Zeremonie dabei sein können, fühlte sich Anke in dieser Atmosphäre nich richtig aufgehoben und ging zurück in unser guesthouse.

Mit tiefen langsamen Schlägen auf der großen Trommel eines Tempels starteten die Mönche zu ihrer morgendlicher Pflicht.



Ich selbst fand die Atmosphäre recht beeindruckend und für uns "Westler" ungewöhnlich. Natürlich regten sich in mir auch Zweifel, ob es richtig ist, religiöse Abläufe als Voyeur zu beobachten und möglicherweise die Mönche und die gläubigen Buddhisten in ihrerer Glaubensausführung zu beeinträchtigen, gerade wenn die Anzahl der Zuschauer größer ist als die der Beteiligten.





Im Großen und Ganzen hielten sich die Touristen an die Aufforderungen ruhig und respektvoll zu sein. 

Solange es in diesen Bahnen läuft haben sowohl die Mönche als auch die Touristen ihren Vorteil.

- Die Sammelschüssel einzelner Mönche waren nach einiger Zeit prall gefüllt. In bereitstehende Körbe haben sie dann den Reis, den sie teilweise in Plastiktüten erhielten,  "zwischengelagert".   -

Nach einer guten Stunde, es ist dann, kurz vor Sonnenaufgang, vorbei.


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Kommentare

Tomaso
Das ist ja richtig spannend!