Ostern am Kalmit
Der Kleine Kalmit


Veröffentlicht: 12.04.2026












Amazonien
An diesem sehr sonnigen und warmen Tag ging die Reise nach Pforzheim, in den Enzauen-Park und ins Gasometer. Der Biergarten besteht - wie der ganze Park - seit der Landesgartenschau 1992 und dort ist bei so einem Wetter ein Espresso unabdingbar. Der Gasometer selbst hat auch ein Bistro samt Außenterasse mit Ausblick auf die Enz, die ganz ruhig durch Pforzheim fließt.
Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Teil des südamerikanischen Regenwaldes jemals kennenlernen beziehungsweise sehen würde. Und ganz ohne einen großen CO2-Fußabdruck zu hinterlassen, nämlich ohne Flugreise!
Machbar wurde diese Reise im Pforzheimer GASOMETER. Yadegar Asisi hatte die Idee und die Möglichkeiten, diese Ausstellung zu verwirklichen. Bei einer Führung durch die Ausstellung erfuhren rund 20 Personen nicht nur, wie oft so ein riesiger Regenwald-Baum fotografiert werden musste, um in diesem Rundum-Panorama gezeigt zu werden, sondern auch, was so besonders an diesem Abschnitt des Dschungels ist. Nicht nur der ständige Austausch und die Vermischung des Amazonas-Wassers (Süßwasser) mit dem Meerwasser (Salzwasser) sondern auch der Tiedenhub ist dabei sehr wichtig.
Wir erfuhren, welche großer Fischreichtum dort herrscht, welche weiteren Tiere dort leben und bekamen auch jede Menge Insekten zu sehen. 365 um genau zu sein in einer Vitrine. Auch hier gab es Erklärungen zu den einzelnen Arten. Von blauen Schmetterlingen, deren Farbe nicht einfach zu konservieren ist, und großen Käfern, die jahrelang als Raupen leben und sich nur zur Paarung in solche verwandeln, bevor sie nach sehr kurzer Zeit sterben.
Am Beispiel einer
Tigermücke wurde gezeigt, wie ein solch kleines Tier von Menschen
wahrgenommen wird – und in einem extrem vergrößerten Modell, wie es
wirklich aussieht. Nicht nur das Werkzeug, um an das menschliche Blut
zu gelangen ist imposant, auch die „Haare“ auf ihrem Kopf sehen
unsere
Augen nicht. Ein beeindruckendes Tier, dass leider Malaria, Dengue-Fieber und andere Krankheiten verbreitet.
Wer die Ausstellung im Erdgeschoss besucht, sollte sich die Stunde Zeit gönnen und eine Führung unternehmen. Es lohnt sich auf jeden Fall für jede Altersgruppe.
Wir haben anschließend jede Menge Stufen bewältigt, um das gesamte Panorama Bild wirklich in 3D und über verschiedene Ebenen zu sehen. Es regnet nach einem Gewitter, die Vollmondnacht bricht an und es beginnt ein neuer Tag. Jede Menge Geräusche erklingen zur jeweiligen Zeit. Für mich hätte es keine zusätzliche Musik gebraucht – die Geräusche des Urwalds waren schon beeindruckend genug.
Bis bald!