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Fani & Stefs phantastische Flitterwochen

Besuch in Nara & Fushimi Inari

Schon 2016 wollten wir Nara besuchen. Jetzt hat es endlich geklappt! Ein wirklich lohnenswerter Ausflug. 

Nara war die erste permanente Hauptstadt Japans. Bis ins 7. Jahrhundert musste die Hauptstadt nach dem Tod des Kaisers jeweils verschoben werden. Diese Praxis wurde mit dem Buddhismus aufgehoben und in Nara wurden eines Kaisers würdige Bauten errichtet. Wir haben uns vor allem auf den Todaiji Tempel konzentriert, wo der Grosse Buddha (Daibutsu) in der Daibutsu-den-Halle steht. 

Die Halle ist angeblich eines der grössten Holzgebäude in der Welt. 

Ob das so ist oder nicht: die Halle ist von innen und aussen sehr beeindruckend. Noch imposanter ist der Grosse Buddha, eine 16m hohe Statue Bronze und Gold. Ich kann mir nur vorstellen, wie sich die Menschen gefühlt haben müssen, als sie zum ersten Mal ein so gewaltiges Abbild des Buddhas sahen! Die Holzhalle war anscheinend früher sogar noch grösser. Kein Wunder, dass sich der Staat mit dem Bau des Buddhas und der Halle beinahe in den Bankrott trieb. :)

Besonders bewegt haben mich aber die zwei Nio-Wächter aus Holz im Nandomon Tor: sie sind beinahe angsteinflössend, da sie so lebendig wirken. Unglaublich, wie der Künstler eine solche Dramatik in Holz schnitzen konnte.

Wir spazieren durch den Nara Park zu verschiedenen Schreinen, unter anderem den wunderbaren Shintoschrein Kasuga Taisha. Der Weg durch den Wald ist mit hunderten Steinlaternen versehen, es haftet dem Schrein etwas Mystisches an. Einmal im Jahr werden alle Laternen im Schrein angezündet - diesen Anblick würde ich gerne mal erleben. In etwa so würde es aussehen:


Weniger begeistert bin ich von den flohinfestierten (so sehen sie jedenfalls aus) Rehen, die überall im Narapark herumlaufen - dafür würde ich jedenfalls nicht extra nach Nara kommen. 

Nach einem kurzen Mittagessen geht es wieder zurück Richtung Kyoto. Dort besuchen wir den Fushimi Inari Schrein. Die meisten kennen ihn aus Fotos von Kyoto: tausende von roten Torii ziehen sich auf dem Bergrücken des Fushimi hoch. Diesen Anblick vergisst man nicht so schnell! 

Besonders schön ist es hier zu Sonnenuntergang - aber abends wäre mir der Ort zu gespenstisch, da rundherum Wald ist und überall Schreine für die Toten, welche von Fuchsstatuen bewacht werden. Schnell wieder zurück in die Stadt!

Nach dem obligaten Ramen bei Ichiran setzen wir uns an das schöne Flussufer, geniessen noch ein Bier und beobachten die Menschen. 

#nara#kyoto#japan#daibutsu#rehe#todaiji

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