10.08.2019: Hier sind wir gescheitert- Kazan
Deutschland erlebte hier bei der Fußball- WM 2018 sein Debakel gegen Südkorea. Das hat uns nicht davon abgehalten, erhobenen Hauptes nach Kazan zu fahren. Der Weg (580 km) war...


Veröffentlicht: 11.08.2019









So wird Kazan bezeichnet und es stimmt. Hier vereinen sich- offensichtlich friedvoll- die Kulturen. Orthodoxe Kirchen und Moscheen prägen das Stadtbild. Wie uns der hiesige Guide glaubhaft versichern konnte, strotzt die Hauptstadt Tartastans und der Tartar im Speziellen vor Selbstbewusstsein.
Kazan ist- trotz grauem Wetter- wirklich schön. Der weiße Kreml zeugt von Zeiten Iwan des Schrecklichen, Prachtstraßen weisen auf den historischen Wohlstand der Stadt hin, während moderne oder wahlweise auf alt getrimmte Paläste davon zeugen, dass hier auch heute noch reichlich Geld vorhanden ist. Auch das tatarische Viertel wurde hübsch herausgeputzt.
Zwischen Kazan und den kennengelernten ostsibirischen Städten liegen Welten. Kazan könnte auch irgendwo in Westeuropa sein.
Einziges Manko: Das Gelüst, ein leckeres Tatar zu essen, steigt. Noch warten wir beide vergeblich darauf, obwohl das hier auf jeder Speisekarte steht.