Tag 142 - apathisch
19.09.19 - Alex Wir verlassen den wunderschönen Ort und fahren, nachdem wir noch kurz getankt und eingekauft haben, aus Wellington heraus. Jetzt gilt es die...


Veröffentlicht: 23.09.2019














































20.09.19
- Jonna
Wieder einmal kann man sich an dem morgendlichen Blick übers Meer nicht satt sehen. Wir genießen die Ruhe des kleinen Ortes, frühstücken mit Blick aufs Meer und auch wenn es ziemlich bewölkt ist, sieht man am Horizont kleine blaue Himmelsflecken, die Sonnenschein versprechen. Wir machen uns auf den Weg zum Leuchtturm, den wir gestern schon aus der Ferne gesehen haben und sind überwältigt von der Einsamkeit dieser Gegend. Links sind die Berge, rechts das raue Meer und dazwischen nur die mäßig gut ausgebaute Straße, Schafe und ganz viele Seebären. Denn was wir die letzten Tage an „Robben“ gesehen haben, war lächerlich im Gegensatz dazu, was hier los ist. Direkt neben der Straße, völlig unbeeindruckt von uns, ist alles voll von den riesigen Tieren. Wir fahren langsam weiter und beobachten amüsiert die braunen Berger, die träge überall am Straßenrand liegen.
Am Leuchtturm angekommen sind wir ziemlich perplex, als wir die Treppe sehen, die es zu erklimmen gilt, wenn man direkt zum Leuchtturm will. Naja, Sport am Morgen undso.
Hochmotiviert erklimmen wir die 252 Stufen und der Ausblick über die schon beim durchfahren unwirkliche Landschaft ist noch mal beeindruckender.
Ein paar Bilder später gehts die Treppen wieder runter und wir biegen noch mal links von der Straße ab, weil auf einem kleinen Parkplatz zwei Autos stehen. In dieser Gegend sind zwei Autos ausreichend überzeugend, um auch mal zu gucken, was es zu sehen gibt. Wir ahnen es schon, als wir zwischen zwei Büschen durch gehen und vor einer Seebären Mama mit ihrem Baby stehen. Das ist ein ganz neues Level, was Seebären angeht. Hinter der nächsten Ecke muss man aufpassen, dass man nicht über die Heuler stolpert, die in kleinen Gruppen im Gras liegen. Wirklich Angst haben sie nicht vor uns, aber kommt man ihnen zu nah, suchen sie doch recht panisch das Weite.
Auf einem Schild steht zwar, dass man 20 Meter Abstand halten soll, aber es ist uns unbegreiflich wie das machbar sein soll. Der ganze weg ist voller Babys und wir drehen lieber um, um nicht uns und die Tierchen nicht noch in unnötige Panik zu versetzen. Wir gehen um einen Felsen herum und ein Einheimischer winkt uns zu sich auf einen Felsen. Wir klettern hoch, blicken über die Kante und gucken auf eine Bucht, in der knapp 200 Seebären liegen, auch hier sind es überwiegend Mamas mit ihren Babys, der Mann erklärt uns, dass die kleinen hier schwimmen üben und die Bullen liegen auf einem Fels und beobachten das Geschehen von oben. Wir können uns nicht satt sehen und beobachten wie die kleinen in einem Becken Tauchen und sich Sonnen.
(Funfact: in diesem Bild (oben) sind ca 150 Seebären zu sehen!)
In einem Flussbett folgen wir einem mehr oder weniger vorhandenem Pfad, der irgendwann ziemlich steil wird.
Rechts und links erkennt man in den Felswänden schon erste Anzeichen von Erosion und dann fängt das Gestein an, sich nadelförmig aus der Felswand herauszubilden. Sehr beeindruckt von diesem einmaligen Anblick gehen wir bis ins Ende des Tals, an dem man den Drehort ganz offensichtlich erkennen soll (wir sind uns da nicht so ganz sicher) aber beeindruckend ist es allemal, wenn auch schweißtreibend. Und wir versuchen uns mal wieder bildlich vorzustellen, wie Peter Jackson (Regisseur der Filme) hier wohl hoch gekommen ist (er muss mehr Ausdauer haben, als man ihm zutrauen würde). Auf dem Rückweg begegnen uns tatsächlich einige Wanderer, die alle in unserem Alter sind und sehr freundlich grüßen.
- Jonna
