Almerimar
Kilometerstand: 163081 Der superschöne, kleine Stellplatz hatte uns zwei Nächte lang beherbergt, nun war es an der Zeit weiter zu ziehen. Nach der Pause von gestern hatten wir...


Veröffentlicht: 01.11.2026


















Kilometerstand: 163164
Es stand ein langes Wochenende bevor und die Hafenmeister hatten uns gestern schon gewarnt, dass es am Samstagabend wohl sehr laut werden könnte. In Spanien gab es die interessante Regelung, dass Feiertage (01.11. Allerheiligen - den Reformationstag kannte man hier nicht), die auf einen Sonntag fielen, am folgenden Montag nachgeholt wurden, also war dieses Wochenende ein verlängertes. So hatten wir beschlossen am Samstag weiter zu fahren und nicht auszuprobieren, wie laut und lange man hier feierte.
Wir fuhren heute nur eine kleine Strecke durch die Berge an den Playa de la Fabriquilla und stellten uns auf einen Parkplatz direkt an den Strand.
Auf unserer Fahrt kamen wir heute an der Stadt Aquadulce (Englisch: Sweetwater) vorbei. Was uns dazu bewog uns mit der Region als Filmkulisse zu befassen. In der nahen Wüste von Tabernas wurden zumindest Teile einiger Westernfilme gedreht. Persönlichkeiten wie Clint Eastwood, Charles Bronson und Sergio Leone waren hier zu Gast und es entstanden Werke wie ,Für eine Hand voll Dollar‘ oder eben ,Spiel mir das Lied vom Tod‘, natürlich mit der musikalischen Untermalung von Ennio Morricone. Die 1960er Jahre waren aber nur der Beginn des filmischen Erfolgs der Region. Teile von ,Indiana Jones und der letzte Kreuzzug‘ (1989) wurden hier genau so gedreht, wie Szenen des Epos ,Game of Thrones‘ und ,Der Schuh des Mannitu‘ (2001). Die Wüste hatte sich wohl als telegen etabliert.
Nachdem wir uns auf unserem neuen Platz eingerichtet hatten, kam ein weißer Kastenwagen hupend über den Platz gefahren. Während Sebb fälschlich erwartete, dass dies der Brot- und Brötchenliefertant sei, hatte Ines den richtigen Riecher. Als der Fahrer den Kofferraum öffnete, standen dort Kisten voll Tomaten, Paprika, Gurken und Zucchini. Wir bekamen zuerst jeder eine Tomate zum Kosten und noch bevor wir sagen konnten, wie gut diese waren, packte er uns eine Tüte voll mit Tomaten, Paprika und Gurken. Weil der improvisierte Laden nicht über eine Waage verfügte, war der Preis Verhandlungssache und wir bekamen für fünf Euro noch zwei Paprika und noch eine Hand voll Tomaten. So hatten wir für unser Abendessen heute nun etwa zwei bis drei Kilo Gemüse frisch vom Beet oder Gewächshaus.
Nach unserem Gemüsekauf gingen wir an den Strand und legten uns in die Sonne. Am 31.10. gingen wir im Mittelmeer baden.
Am späten Nachmittag kamen wir zurück zu Gary und während Ines das Gemüse schälte und schnitt, briet Sebb die Kartoffelscheiben. Nach kurzer Zeit war unser Abendessen aus Bratkartoffeln und Salat fertig.
