Rincón de la Victoria
Kilometerstand: unverändert Nachdem wir es gestern knapp zwanzig Kilometer aus dem Zentrum von Màlaga heraus geschafft hatten, war für heute Strand angesagt. Wir frühstückten heut


Veröffentlicht: 31.10.2026
Kilometerstand: 163081
Der superschöne, kleine Stellplatz hatte uns zwei Nächte lang beherbergt, nun war es an der Zeit weiter zu ziehen. Nach der Pause von gestern hatten wir uns für heute eine etwas länger Fahrt von knapp über zwei Stunden vorgenommen.
So fuhren wir heute auf der A7 - der Autovía del Mediterráneo - durch die südlichen Ausläufer der Sierra Nevada. Dabei passierten wir eine ganze Reihe von Tunneln und Brücken und Gary konnte in seinem eigenen Tempo ganz tapfer alle Steigungen bewältigen.
Wir mussten ein bisschen recherchieren, bis wir herausgefunden hatten, dass die spanische Sierra Nevada nicht mit dem gleichnamigen Gebirge im Norden Amerikas verwechselt werden durfte, das zudem noch im Westen des US-Bundesstaates Nevada lag. Das hiesige beschneite Gebirge konnte mit dem höchsten Berg der iberischen Halbinsel aufwarten. Der Mulhacén war mit 3479 Metern gute 500 Meter höher als die Zugspitze (2962 m), der höchste Berg in der Heimat.
Fast auf unserer gesamten Fahrt wurden die Berghänge und Ebenen hier von Gewächshäuser gesäumt, riesige Flächen waren unter den Planen, Folientunneln und Dächern verborgen. Hier wuchsen Tomaten, Gurken und allerlei andere Gemüse unter der spanischen Sonne.
Unser heutiger Stellplatz lag im Yachthafen von Almerimar und war uns bei der Planung aufgefallen, weil das Restaurant vor Ort für seine Rippchen mit Honigsauce gelobt worden war. Bei unserer Ankunft meldeten wir uns also bei der Hafenkommandantur an und checkten nicht mit einer Yacht, sondern mit unserem Wohnmobil ein.
Dann gingen wir im geplanten Restaurant essen und konnten nun persönlich bestätigen, dass bei Marios ein hervorragendes Rippchen mit Honigsauce serviert wurde.
Anschließend begaben wir uns auf einen Hafenrundgang, der sich länger hinzog als wir erwartet hatten, denn der Yachthafen war größer als angenommen. Hier lagen Boote und Schiffe aus allen Ländern Europas und wir gewannen den Eindruck, dass eine ganze Reihe davon als Winterdomizil diente.
Am späten Nachmittag war es nun wieder Zeit für eine Siesta.
Natürlich hatten wir zum Abend selbst kochen wollen, aber bei Marios gab es auch ein vielfältiges Angebot an Tapas und so beehrten wir das Etablissement am Abend zum zweiten Mal, was den sehr freundlichen Kellner im Laufe des Abends auf folgende Frage brachte:
„Hast du kein Zuhause?“
Wir fielen vor Lachen fast vom Stuhl, als uns dieser Satz völlig unerwartet zu Ohren kam. Eine Dame am Tresen, die offensichtlich aus Deutschland stammte und ebenso offensichtlich häufig in diesem Restaurant war, klärte uns auf, dass sie selbst dem Angestellten diese wichtige Redewendung beigebracht hatte, der sonst nur Spanisch und Englisch sprach.
Und so gingen wir nach einem leckeren und unterhaltsamen Abend sehr gut gelaunt ins Bett.
