Playa de la Fabriquilla
Kilometerstand: 163164 Es stand ein langes Wochenende bevor und die Hafenmeister hatten uns gestern schon gewarnt, dass es am Samstagabend wohl sehr laut werden könnte. In...


Veröffentlicht: 02.11.2026
Kilometerstand: unverändert
Gestern am Strand hatten wir uns überlegt, dass hier eine schöne Gegend zum Wandern wäre und beschlossen einfach noch eine Nacht länger zu bleiben.
Zum Frühstück gab es heute Huevos rotos (Rührei) mit Tomaten. Der Beutel Gemüse, den wir gestern gekauft hatten, war so voll gewesen, dass wir nicht alle Tomaten zu Salat hatten verarbeiten wollen.
Kaum war das Frühstück fertig, da maunzte vor dem Fenster die schwarz-weiße Katze, die uns schon gestern zum Abendessen besucht und dabei zwei kleine Stückchen vom Schinkenspeck abgestaubt hatte. Wenn man es richtig bedachte, war hier ja mit Katzen zu rechnen gewesen am Cabo de Gata - am Kap der Katze.
Wir packten nach dem Frühstück unsere Sachen und machten uns zu Fuß auf in Richtung des Leuchtturms, den die Landkarten-App uns wies. Dieselbe App hatte uns auch schon verraten, dass wir entweder die ganze Zeit die schmale Serpentinenstraße laufen müssten, auf welcher die Motorradpiloten ihre Maschinen zum Glühen brachten, oder den schmalen Pfad durch die schroffen Felsen wandern könnten. Wir hatten uns natürlich für die vermeintlich schönere - weil autofreie - Strecke entschieden. Anfangs war der Weg auch sehr gut zu erkennen und begehbar. Nachdem wir dem Pfad eine ganze Weile gefolgt waren, wurde dieser jedoch immer schmaler und die Hänge wurden steiler. An einem Einschnitt im Gelände sahen wir unterhalb des Pfades zwei Angler am Meer sitzen, die offensichtlich den Weg benutzt haben mussten. Der weitere Weg der nun noch vor uns lag, war jedoch kaum noch zu erkennen. Die Felsen waren nicht nur steil, sondern das Geröll darauf war zudem staubtrocken und rutschig. Wir versuchten von dort aus die etwa zwanzig Meter höher gelegene Straße zu erreichen, scheiterten jedoch beim Kraxeln an den scharfkantigen Felsen und dem rutschigen Geröll. Nach wenigen Minuten kamen wir zu der Erkenntnis, dass der Besuch am Leuchtturm die Gefahr eines Absturzes nicht wert war und kehrten um.
Alles in allem hatte unsere Wander- und Kletterpartie gute drei Stunden gedauert und als wir wieder bei Gary ankamen, befanden wir beide, dass es dringend Zeit für eine Siesta war.
Am späten Nachmittag begaben wir uns auf Nahrungssuche. Die Tapasbar, welche nur wenige Schritte vom Parkplatz entfern war, hatte die Küche leider gerade geschlossen, als wir dort ankamen. So suchten wir also das nächstgelegene Restaurant und liefen in dessen Richtung. Daraus wurde ein Spaziergang entlang der Salinen. Am Sonntag ruhte die Produktion, aber wir konnten über den Zaun bergeweise Salz sehen. Beim Restaurant an den Salinen hatten wir mehr Glück und bekamen noch zwei Plätzchen im vollen Gastraum. Die Portionen waren nicht üppig, aber dem Preis angemessen und ausgesprochen lecker.
Als wir satt waren, setzten wir unseren Spaziergang bis zur einsam stehenden Kirche hinter den Salzfeldern fort und gingen dann hinunter zum Strand, um mit der untergehenden Sonne wieder zurück zu Gary zu kommen, bevor es zu dunkel wurde.
Wir hatten das perfekte Timing. Kurz bevor wir wieder am Parkplatz waren, konnten wir mit der untergehenden Sonne zusammen im Meer baden gehen.
