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arbeiten, reisen, arbeiten, reisen

Veröffentlicht: 23.12.2024

Sooooo, ich melde mich mal wieder nach zwei Monaten. Es war unglaublich viel los in dieser Zeit – volle Arbeitswochen und noch vollere Wochenenden, geschmückt mit Herausforderungen und emotionalen Hochs und Tiefs. So sahen meine letzten Monate aus. Als Arbeitsmaus habe ich große Schritte nach vorne gemacht und meine Selbstsicherheit weiter und weiter aufgebaut. Mehrere Male hatte ich die Ehre, dass unsere Gäste uns Waiatas (Maori-Songs) und den Haka (Maori-Tanz und Song) performten, um ihre Dankbarkeit auszudrücken. Ein unbeschreiblich überwältigendes Gefühl, das direkt miterleben zu dürfen. Auf unseren Ausflügen habe ich UNFASSBARE Zeiten gehabt und das Leben gelebt, wie ich es mir vorher nur erträumt habe.


25.10. – 28.10.
Wir waren im Norden, in Auckland. Dort haben wir die berühmte, postkartenreife Bucht Cathedral Cove besucht und Löcher am Strand von Coromandel gebuddelt, die durch die Vulkanquellen zu natürlichen Hot Pools wurden. Mit meinen Füßen im heißen Wasser, knalliger Sonne auf der Haut und meinem Blick auf den eiskalten Pazifik – WOW. Von Campingplatz zu Campingplatz sind wir durch die Gegend gefahren, haben abends das Auto schnell ummontiert, um darin zu pennen, und uns dort auch mit Freiwilligen aus anderen Projekten getroffen.


16.11.

Mit meiner Gang habe ich den Paekakariki Escarpment Track gemacht – eine Wanderung entlang der Küste im nächsten Ort.


November

Ich war öfter mal krank, was natürlich nervig und anstrengend war, aber dafür hatte ich die Zeit, den Weg am Fluss entlang zum Strand zu erkunden. Unglaublich schön, wo ich hier lebe.


30.11. – 01.12.

Ein Wochenende haben wir in New Plymouth an der Westküste der Nordinsel verbracht – ca. 3,5 Stunden von hier (Waikanae) entfernt. Der Ort liegt direkt beim bekannten Mount Taranaki, einem perfekt geformten, schneebedeckten Vulkan. Leider konnten wir ihn nicht sehen, da die Wolken seine Schönheit versteckt hielten. Aber wir kommen definitiv noch einmal dorthin zurück! Auf dem Rückweg haben wir uns die Dawson Falls angesehen, einen Wasserfall in der Region mit einer kurzen Wanderung dorthin.


13.12. – 15.12.
Eine der Wanderungen, die seit Ewigkeiten auf meiner Bucket List stand, ist das Tongariro Alpine Crossing, und letztes Wochenende habe ich es bezwungen: insgesamt ca. 20 km, um die 800 Höhenmeter und 24/7 unglaubliche Aussicht. Die ersten paar Kilometer waren entspannt, danach ging es die Devil’s Staircase (Teufelstreppe) hinauf. Dann wanderten wir direkt neben dem aktiven Vulkan Mount Doom entlang (wo unter anderem Der Herr der Ringe gedreht wurde) und legten oben die traditionelle Mittagspause an den strahlend blauen Schwefelbecken ein. Den Geruch nach faulen Eiern könnt ihr euch beim Anblick der Bilder schön dazudenken. Weil der UV-Index an dem Tag bei einer 12 lag, was extrem ist (die deutschen Sommerwerte liegen da bei 8/9 an heißen Tagen), haben wir uns gefühlt alle 10 min mit Sonnencreme eingeschmiert. Auf einer Höhe von ca 1800m waren auch Cappi und Langarmshirt unverzichtbar. 

Bis dahin war es körperlich anstrengend, aber nicht so schwer, wie ich gedacht hatte. Danach ging es hauptsächlich bergab. Am Ende hatte niemand mehr Energie und alles tat weh. Wir haben ungefähr 8 Stunden gebraucht, und ich spüre den Muskelkater immer noch. Hat es sich gelohnt? 1000%! Und ich überlege, es nochmal zu machen.

Mit einer Truppe von 23 Leuten aus El Rancho haben wir das Wochenende in einer Skihütte ganz in der Nähe verbracht. Es war ein sehr urlaubiges Gefühl, mit so vielen Leuten zusammen zu sein. Vor allem den Abend habe ich sehr genossen, an dem wir alle nach der langen Wanderung zusammensaßen und die letzte Zeit mit den alten Freiwilligen verbracht haben, die bald zurück nach Hause fliegen. Auf dem Rückweg haben wir bei Gollum’s Pool gehalten – ein Wasserfall mit Schwimmbecken, wo ebenfalls Szenen aus Der Herr der Ringe gefilmt wurden. Ich habe zwar nie die Filme geschaut (das darf ich hier auch nicht zu laut sagen), aber es war SOOOO COOL! Wunderschönes, eiskaltes Wasser, perfektes Wetter, und wir sind von den kleinen Felsen am Rand reingesprungen. Genau so habe ich mir meine Neuseeland-Trips vorgestellt. Es war ein perfektes Wochenende.


Zwischen all dem gab es auch hier und da eine Party in El Rancho, was eigentlich immer eine Kostümparty war: ein schicker Ball (einfach, weil wir Lust hatten), Halloween, Geburtstagspartys, die Abschiedsparty für die alten Freiwilligen und letzte Woche hatten wir unsere Christmas Party von El Rancho mit Cowboy Motto.

Außerdem haben wir in letzter Zeit viel geplant und gebucht für unseren Reisemonat, der morgen ansteht. Da habe ich für 4 Wochen frei, und wir bereisen die Südinsel. Ich freue mich schon so doll darauf!!!


Ich glaube, jetzt seid ihr erstmal wieder auf dem neuesten Stand und werdet wahrscheinlich nach meinem Reisemonat, Ende Januar, wieder von mir hören.

Ich wünsche allen eine kuschelige, gemeinsame Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2025. Ich vermisse euch <3


☆Tine☆

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