Tagesausflug - Cape Palliser
Am Samstag, den 28.09., bin ich in einer größeren El Rancho-Gruppe auf einen Tages-Roadtrip gefahren. Gegen 10 Uhr sind wir zusammen ins Auto gestiegen, auf dem Weg südlich von...


Veröffentlicht: 18.10.2024
Jede Jahreszeit gibt es hier in El Rancho ein einwöchiges Ferien-Kids-Camp. Vom 07.10. bis 11.10. fand das diesjährige Frühlingscamp mit rund 180 Kindern statt. Das Thema war diesmal Zirkus.
Vor etwa einem Monat wurden wir gefragt, ob wir Teil der Spring Kids Camp Crew sein möchten, und ich ergriff die Gelegenheit. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, worauf ich mich da eigentlich eingelassen hatte.
Ein paar andere Freiwillige und ich stürzten uns also in das Abenteuer, eine Woche lang auf 8- bis 10-Jährige aufzupassen – vom Aufstehen bis zum Zubettgehen. Wir waren ihre Ansprechpersonen und haben ihnen eine unvergessliche Ferienwoche mitgestaltet. Ich war zusammen mit drei anderen für eine Gruppe von 11 Kindern verantwortlich. Dabei war alles inkludiert, was man sich darunter so vorstellen kann. In den Bildern habe ich einen Tagesplan als Beispiel mit hochgeladen.
Am Wochenende davor war Vorbereitung angesagt. Am Samstag, 05.10., ging es zunächst darum, alle 80 Leiter im Alter von 13 bis 19 Jahren kennenzulernen. Viele von ihnen unterstützen jedes Jahr beim Camp. Der Sonntag, 06.10., war gut gefüllt mit Workshops und abends einem „Fancy Dinner“.
Am Montag, 07.10., bin ich dann in meine Kabine mit den anderen Leitern für die Woche gezogen, um für meine Kindergruppe immer erreichbar zu sein. Am Nachmittag kamen die Kiddies an, und ich war total nervös. Doch als mich die ersten Gesichter anstrahlten, verschwand das Gefühl schnell, und wir haben alle herzlich willkommen geheißen.
Der Rest des Tages war mit einem straffen Zeitplan gefüllt. Ich hätte nie gedacht, dass Kinder soooo lange brauchen, um sich bettfertig zu machen! Schon am Abend bemerkte ich, dass viele verschiedene Charaktere dabei waren und ich hatte sie bereits ins Herz geschlossen. Die ersten zwei, drei Tage waren intensiv: die Kinder kennenlernen und verstehen, alle Zeitpläne einhalten und dabei trotzdem viel Spaß haben. Besonders wollte ich nichts Falsches machen oder sagen, weil das alles komplett neu für mich war. Am Mittwoch, 09.10., dachte ich noch: „Das mache ich nicht wieder“, aber am Donnerstag, 10.10., war es dann so cool, dass ich meine volle Energie ausleben konnte.
Dadurch, dass ich immer 100 % Motivation für die Kinder vorgespielt habe, glaubte mein Gehirn es ziemlich schnell selbst, und ich bin wie ein Flummi herumgehüpft. Natürlich gab es auch ein paar Tiefpunkte und Schwierigkeiten. Am ersten Abend war meine Gruppe noch bis mindestens 2 Uhr nachts wach, und ich wurde von ihnen geweckt, da ich direkt nebenan geschlafen habe. Generell saß ich abends öfter noch ein paar Stunden mit in ihren Kabinen und habe Disney-Hörbücher laufen lassen, bis kein Mucks mehr zu hören war. Insbesondere der letzte Abend war herausfordernd, weil alle übermüdet waren und die verschiedenen Charaktere verstärkt zum Vorschein kamen. Da war ich froh, Unterstützung von den Organisatoren zu haben.
Am Freitag, 11.10., wurden alle Kinder abgeholt, und nach einem letzten Austausch unter der Crew ging es nach Hause – bzw. die Straße hoch in mein Tiny House. Ein bisschen traurig war ich schon, weil ich gerade anfing, die Kinder wirklich kennenzulernen. Andererseits war ich auch froh, mich jetzt um meine eigenen Bedürfnisse kümmern zu können.
In Erinnerung bleiben mir viele schöne Gespräche, Spiele voller Lachen, und 80 % der Fortbewegung war mit Radschlägen. Viele von euch wissen, dass ich da zum Glück mithalten konnte.
Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diese Chance hatte und nicht nur mit den Gruppen die Aktivitäten wie sonst miterlebt habe, sondern in die volle Erfahrung eintauchen durfte. Mal schauen, ob ich beim nächsten Camp wieder dabei bin :)
☆Tine☆