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Kolumbien - Start im "Hogar de María"

Veröffentlicht: 21.03.2019

Hallo liebe Leute

Mit diesem Blog möchte ich meine Fotos mit Euch teilen. Erklärungen findet Ihr jeweils direkt bei einzelnen Bildern.



Alle die mehr wissen wollen, dürfen gerne weiterlesen...


Seit dem 10. Januar lebe ich für ein halbes Jahr in einem Kinderheim für Mädchen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen. Das Heim wurde ursprünglich von Schweizer Ordensschwestern gegründet (Beata María Caridad Brader) und wird noch heute von Franziskaner-Schwestern geführt. 


Die Stadt Pasto

Der Hogar de María befindet sich in der Stadt Pasto, im südlichen Kolumbien. Auf 2'500m Höhe ist die Luft eher frisch (und das Klima ungemütlich ;-) und dank der spärlichen Sonnenstunden bin ich immer noch weiss wie ein Käse ;-(   Wenn die Sonne dann aber mal da ist, verbrenne ich mich sofort...


Die Stadt an sich ist unspektakulär und eher ruhig. Auffällig sind die vielen Drogensüchtigen. Seit vor 6 Jahren der persönliche Drogenkonsum in Kolumbien legalisiert wurde, hat sich die Zahl der Abhängigen vervielfacht... 


Ausserdem erlebt man in Pasto hautnah den Flüchtlingsstrom aus Venezuela. Viele sind unterwegs Richtung Ecuador. Hilfe vom Staat gibt es keine. Die teils sichtbar abgekämpften Menschen müssen sich selber helfen und schlagen sich durch mit dem Verkauf von Süssigkeiten.


Auf jeden Fall  geniesse ich das Privileg (im Gegenzug zu VolontärInnen in anderen Teilen der Welt), dass ich mich hier frei bewegen darf und ein und ausgehen kann wie ich will.



Im Heim finden bis zu 30 Mädchen Platz. Leider wohnen derzeit bloss 23 Kinder hier, und zwar im Alter zwischen 6-14 Jahre.


Meine Aufgaben? Die Kinder im Alltag begleiten, beim Spielen, bei den Hausaufgaben unterstützen, speziell beim Englisch. Ausserdem helfe ich täglich in der Küche und bin einfach bei allem dabei was sich hier so ereignet. 


Ab Ende März habe ich ausserdem den Englisch-Unterricht übernommen für die 1.+2. Klässlerinnen der gegenüberliegenden Privatschule. 38 Nasen zählt meine Klasse, die ich jeden Freitag für zwei Stunden anführe. Man muss wissen, dass die LehrerInnen keine Spur Englisch sprechen, das Fach aber im Lehrplan steht. Englisch lernt man hier nur an der Universität, alle Schulstufen davor kann man rauchen. 


Wieder zurück zum Kinderheim...

Die Mädchen sind super betreut durch die Sozialarbeiterin und den Psychologen, die täglich vor Ort sind. 


Zu meinen "Arbeitskollegen" zählen ausserdem zwei Lehrerinnen sprich Erzieherinnen, die Köchin, der Gärtner, der Buchhalter und eben die fünf Schwestern.


Die Mädchen sind wundervoll und ich bin sehr gerne mit ihnen zusammen. Trotz tragischer Geschichten und Traumen erlebe ich sie als solidarisch und einfühlsam. Sie geben sich grösste Mühe, den Aufgaben des Alltags gerecht zu werden...


...und das ist hier gar nicht so einfach. Die Mädchen haben einen stark durchstrukturierten Tagesablauf. Der Fokus ist auf Bildung gerichtet, was ich grundsätzlich toll finde. Meiner Meinung nach kommt aber Spiel und Spass etwas zu kurz.



Jeder Tag ist anders. Es wird nie langweilig und es passiert soviel, ich versuche gar nicht erst alles aufzuschreiben. Daher verzichte ich auf ausfuehrliche Berichte und nutze diesen Blog vor allem, um die Bilder zu teilen. 




                      *** MERCIIII FUER EUER INTERESSE ***



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