Endlich Abreise - Tag 1 - 790,7km
Nach 4 Jahren gehts nun mal wieder auf eine lange Tour. Einen ganzen Tag wurde ich vollgepackt mit Stühlen, Kisten, Küche und Kleidung für heiße Tage. Auch Essen und einige...


Veröffentlicht: 21.07.2022


































Ich warte morgens gar nicht lang. 9:15Uhr ging es schon los. Geplapper im Auto, dass man beim Frühstück nette Unterhaltung mit einem jungen Mädchen hatte, die mit Schwester und Mutter auch dort übernachtet hatte. Man kam ins Gespräch, denn sie konnte sehr gut Deutsch. Sie sei ein Jahr im Austausch in Franken gewesen und wolle Deutschlehrerin werden. Bei süßem Baguette, Milchkaffee und Marmelade unterhielt man sich ganz toll. Die Nacht war ok, mein Bett scheint doch bequemer zu sein. Ich höre es ganz klar raus.
Der Weg ist das Ziel und so gehts bei 27Grad los Richtung 1. Campingplatz. Ich bin gespannt. Auf der mautpflichtigen Autobahn durch Lyon und einer Pause am heißesten Tag des Jahres auf einem Rastplatz mit Baguette und Kaffee gehts durch Frankreich.
Nach der Autobahn kommen die Weinberge, links und rechts und ein Fluss, die Roanne, schlängelt sich uns begleitend entlang.
Nach gut 340km ist das Ziel. Ein Campingplatz, der wohl schon äußerlich nicht zusagte. Geplant war hier der Stop, aber der Platz verspricht schon äußerlich nicht das, was im Reisführer angepriesen wird. Ein „wir fahren mal weiter und gucken“ höre ich und weiter gehts. Entlang der Roanne durch Straßen, die keinen Gegenverkehr zulassen würden. Es kommt kein Auto entgegen. Hin und wieder stehen viele Wagen an der Seite, die darauf schließen lassen, dass Einheimische an den Badestellen den heissen Tag verbringen.
Berge, Felsen, Klippen und ein hellblauer Fluss. Gefällt mir, zumal ich 80km/h fahren darf, aber mehr als 30km/h zu gefährlich wären.
Campingplatz gefunden - sieht nett aus - unter Bäumen nach 354,7km und 5 1/2 Std bei brütender Hitze darf ich stehen bleiben.
Mein Vorzelt steht und ich kann die nächsten Tage einfach beobachten. Unter Walnussbäumen stehend, höre ich nur die Kirchenglocken und das entfernte Läuten der Glocken der Ziegen, die über die Felder laufen. Idyllisch kann man es zusammenfassen.
Ein Platz, versteckt inmitten von Bäumen, am Hang oberhalb des Dorfes St. Nazaire mit ca 40 Plätzen. Ein kleines Restaurant, ein sehr netter Inhaber und Betreiber. Toiletten und Co sind klein, aber fein und ok. Als Krönung ein 25m langer Pool, der für Erfrischung und Abwechslung sorgt. Und am letzten Abend soll es das Abendessen typisch französisch in dem Restaurant geben.
Ich bekomme mit, dass man im Ort frische Baguettes, frischen Ziegenkäse und Gemüse bekommt. Zeitweilig duftet es nach gebratener Zucchini, frischem Basilikumpesto und sonst scheinen die Fahrerinnen einfach nur zu chillen, die Zeit zu genießen und ich glaube, spontan fahren wir erst morgen weiter Richtung Mittelmeer. Auch gut, so halte ich die Augen weiter offen und lausche den Grillen, dem Wind und der Kirchenglocke, die just 12 Mal schlägt.