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Hej, hej Schweden!

Veröffentlicht: 16.09.2025

Grenze
Norwegen → Schweden
Sehenswert
Storuman
Storuman, Schweden
Unterkunft
Sågåns Camping
Glamping · bei Vilhelmina
Attraktion
Västanåfallet Naturreservat
Schweden
Sehenswert
Sundsvall
Sundsvall, Schweden
Essen
Kaffeerösterei in Sundsvall
$ · Snack
Sehenswert
Stocka
Stocka, Schweden
Sehenswert
Hudiksvall
Hudiksvall, Schweden
Sehenswert
Marmen
Schweden, Schweden

Am nächsten Morgen ist die Entscheidung gefallen: Wir verlassen Norwegen. Zu viele Camper, zu viele laute und unsympathische Menschen – und gleichzeitig haben wir im Norden bereits so viel unberührte Natur erleben dürfen, die uns ein wundervolles Bild von Norwegen gezeigt hat. Also nehmen wir nach ein paar Kurven und Tunneln die Abzweigung Richtung Schweden und verabschieden uns vom Atlantik. Tschüss Norwegen – hallo Schweden!

Schon nach kurzer Fahrt zeigt sich eine völlig andere Landschaft. Lappland im Herbstkleid: bunte Birken, durchsetzt mit dunklen Fichten. Wir sind sofort hin und weg – auch wenn das Wetter deutlich herbstlicher ist. Meist fahren wir durch Regen und Wind. In Storuman wird erstmal getankt und der Kühlschrank aufgefüllt, bevor es weiter zum nächsten Camp geht.

In der Nähe von Vilhelmina finden wir Sågåns Camping – idyllisch an einem See und Fluss gelegen, mit kleinen Hütten und viel Platz. Doch die Freude währt kurz: Die Mücken, die Vampire des Nordens, sind zurück! So aggressiv, dass wir uns trotz Regenpause schnell in den Bulli verziehen. Als am Abend die Festbeleuchtung des Camps angeht – wirklich jede Ecke erleuchtet – zieht Frank den Bulli noch einmal um, in der Hoffnung, vielleicht einen Blick auf den Nachthimmel zu erhaschen. Doch außer Wolken ist nichts zu sehen. Überraschung gibt’s trotzdem: Die Bahnstrecke, die mitten durchs Camp geht und die wir für stillgelegt hielten, ist quicklebendig! Als mitten in der Nacht ein Güterzug im vollen Tempo an unserem Bett vorbeirauscht, sitzen wir kerzengerade im Bett.

Die Überlegung hier einen Tag Pause zu machen, ist somit überworfen – am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung Osten. Der Regen lässt nach, dafür wird der Wind immer stärker. Nächster Halt: Västanåfallet Naturreservat. Der Wasserfall im Mjällån-Tal stürzt über 90 Meter in die Tiefe und ist von Spuren einer alten Eisenhütten umgeben, wo früher die Wasserkraft genutzt wurde. Eine echt interessante und beeindruckende Anlage. Zum ersten Mal wird uns bewusst: In Schweden ist Nebensaison – alles ist geschlossen.

Nach unserer kleinen Erkundung geht es weiter nach Sundsvall, wo wir in einer Kaffeerösterei endlich wieder frische Espressobohnen bekommen – Yippie! Danach kämpfen wir uns bei wildem Wetter zur nächsten Station: einer kleinen Marina in Stocka, einem Ort in der Provinz Gävleborg, bekannt für seine malerische Umgebung. Wieder kurven wir kurz vor dem Schlafengehen mit dem Bulli über den Platz, um einen sicheren Stellplatz zu finden – bei knapp 40 Knoten Wind und hohen Bäumen ringsum keine leichte Entscheidung. Die Nacht bleibt unruhig, der Wind rüttelt heftig am Bulli.

Und dann, als wäre nichts gewesen, ist der nächste Morgen friedlich. In Hudiksvall werden noch Sturmschäden im Park beseitigt, während wir gemütlich durch die Innenstadt stromern. Am Nachmittag geht es weiter Richtung Süden. Unser Camp liegt direkt an der Ostsee, dort, wo der Marmen über einen kleinen, aber reißenden Zulauf ins Meer mündet.

Bei strahlendem Sonnenschein bauen wir unser Lager direkt an der Badestelle neben dem Steg auf – und beginnen den nächsten Kampf gegen die Mücken. Nachdem der Sohn der Besitzerin den Rasen gemäht hat, scheinen sie in Schwärmen über uns herzufallen. Also verbringen wir den Abend lieber mit Angeln am Meer. Gefangen haben wir zwar nur den Gummifisch an der Angel, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Schließlich flüchten wir doch vor den Vampiren des Nordens und verkriechen uns früh ins Bett.

Hej Sweden!


The next morning, the decision is made: we’re leaving Norway. Too many campers, too many loud and unfriendly people – and at the same time, we’ve already experienced so much unspoiled nature in the north that gave us a wonderful picture of Norway. So after a few curves and tunnels, we take the turn toward Sweden and say goodbye to the Atlantic. Goodbye Norway – hello Sweden!

After only a short while, the landscape changes completely. Lapland in autumn colors: golden birches mixed with dark spruces. We’re instantly enchanted – even though the weather is decidedly autumnal. Most of the time we drive through rain and wind. In Storuman we fill up the tank and restock the fridge before heading on to the next camp.

Near Vilhelmina we find Sågåns Camping – idyllically located on a lake and river, with small cabins and lots of space. But the joy doesn’t last long: the mosquitoes, the vampires of the north, are back! So aggressive that, despite a break in the rain, we quickly retreat into the van. In the evening, when the campsite switches on its flood of lights – illuminating literally every corner – Frank moves the van again, hoping to get a clearer view of the night sky. But all we see are clouds. Still, there’s a surprise: the railway line we assumed was abandoned is very much alive! When a freight train rushes past our bed at full speed in the middle of the night, we shoot upright like rockets.

No pause this time – the next morning we continue east. The rain has almost stopped, but the wind grows stronger. Next stop: Västanåfallet Nature Reserve. The waterfall in the Mjällån Valley plunges over 90 meters, surrounded by traces of old ironworks where water power was once harnessed. For the first time, it really sinks in: in Sweden, unlike in Norway, it is definitely low season – everything is closed.

After a short exploration we move on to Sundsvall, where we stumble upon a small coffee roastery and finally buy fresh espresso beans – such a joy! Then we fight our way through wild weather to our next stop: a small marina in Stocka, a village in Gävleborg known for its picturesque surroundings. Once again, just before bedtime, we drive the van around the campsite to find a safer spot – with 40 knots of wind and tall trees all around, not an easy choice. The night stays restless, the wind shakes the van fiercely.

And then, as if nothing had happened, the next morning is peaceful. In Hudiksvall, workers are clearing fallen branches from the park while we take a stroll through town. By early afternoon, we’re on the road south again. Our camp lies directly by the Baltic Sea, where the Marmen flows into it through a small but raging stream.

We set up right by the swimming spot and pier – and immediately start the next battle against the mosquitoes. After the owner’s son mows the lawn, they descend on us in terrifying swarms. So we spend the evening fishing instead. The only catch is the rubber fish on the line, but it’s fun all the same. Eventually, we surrender to the vampires of the north and crawl into bed early.

Auf einen Blick

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Wetter
Herbst
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Abzweigung von Norwegen nach Schweden
  • Lappland im Herbstkleid
  • Västanåfallet Naturreservat
  • frische Espressobohnen in Sundsvall
  • Camping an See, Fluss und Ostsee
BulliCampingausrüstungEspressobohnen
NaturRoadtripTransitKultur
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