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Cariló (20.-27.12.2020)

Veröffentlicht: 29.12.2020

Weihnachten mal anders! 

Wir sind über Weihnachten nach Cariló gefahren an den Atlantik. Unsere Reise dauerte ca 4 h und auch unterwegs haben wir Einiges am Straßenrand gesehen. Von den Parillas, die Fleisch an die Reisenden verkaufen bis zu den Obstständen und verfallenen Hütten. Pferde und Kühe ohne Ende. Man fährt wirklich buchstäblich durch die Pampa. Auf dem Weg nach Mar del Plata haben wir sogar wilde Emus gesehen.

Cariló ist ein Urlaubsort in einem angelegten Pinienwald. Es gibt nur Sandpisten und die Ferienhäuser liegen idyllisch verteilt im Wald. Um in die Orte an der Küste zu gelangen, muss man immer durch eine Polizeikontrolle am Eingang. Auch wenn wir nie kontrolliert wurden, ist es ein komisches Gefühl durch diese "Grenzposten" zu fahren. Um zu verreisen braucht man momentan eine Erlaubnis, die man auf der jeweiligen Regierungsseite der Provinz ausfüllen und ausdrucken muss. Darauf werden alle Mitfahrer mit Namen, Passnummer etc., das Autokennzeichen, Gesundheitszustand, Versicherung etc. angegeben. Zusätzlich muss man noch einen Versicherungsnachweis im Covidfall mitführen und gegebenenfalls noch eine Einreiseerlaubnis der Gemeinde. Also ziemlich viel Papierkram....

Außer in Cariló waren wir noch in Pinamar am Strand und in Mar del Plata die Seelöwen am Hafen begutachten. Mar del Plata ist nach Buenos Aires die wichtigste Stadt was den Tourismus angeht. Es gibt auch einen U-Boot-Stützpunkt. Im Sommer leben hier 1,5 Mio Menschen, festen Wohnsitz haben aber nur ca 600.000. Momentan sieht es allerdings aufgrund von Covid relativ leer aus. Es hat ein bisschen was von Kalifornien, da es wahnsinnig viele Sporttreibende und Indivualisten in dieser Stadt gibt...

In Cariló haben wir noch einen Abendausritt von 2h gemacht, was ein wahres Highlight war und auch das Weihnachtsgeschenk für die Kinder. In Deutschland müsste man zuerst eine Erklärung unterschreiben, Helme aufsetzen etc. Hier kommt man an, steigt aufs Pferd und los geht es. Über die Möglichkeit, dass etwas passieren könnte, denkt man lieber nicht nach. Anfangs dacht ich wirklich ich würde mit Lea gleich vom Pferd fallen, wenn es in den Trab ging, aber dann gewöhnte man sich irgendwie dran. Reiten am Strand war wirklich ein Erlebnis und die Kinder waren überglücklich :) 

Außerdem gab es in unserer Unterkunft bestimmt 10 Pfauen, die auf dem Gelände leben und eine Attraktion sind, sie schreien auch nur tagsüber und nachts hat man seine Ruhe :)

Morgens war ich immer am Strand joggen und den Sonnenaufgang genießen. Ne Menge Muscheln konnte man da auch finden, und auch richtig große, aber nur wenn man früh früh genug da war. 

Wieder in Buenos Aires angekommen, gab es dann noch ein Weihnachtsgeschenk für die Kinder in Form von Stockpferden, dann können sie hier noch durch den Garten reiten :)


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