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Brisbane City Adventures Day 2

Veröffentlicht: 08.12.2016

An unserem zweiten Tag in Brisbane hatten wir einiges vor und so haben wir um halb 10 schon aus dem Hostel ausgecheckt. Zuerst hieß es Parkplatz suchen und weil uns der Info Centre-Mensch gesagt hat, dass man sich in einem Wohngebiet ohne Probleme kostenlos hinstellen kann, sind wir einfach in die Parallelstraße unseres Hostels gefahren, weil dort Wohngebiet ist. Leider war das nur eine 2P, also 2 Stunden-Parkzone, und so verhielt es sich mit dem gesamten Wohngebiet und allen Straßen, die wir abgefahren sind. Und 5km in die Stadt laufen wollten wir ja auch nicht! Also sind wir zu einem Parkhaus gefahren, wo man für 16$ den ganzen Tag stehen darf. Da mussten wir dann zwar unsere Gasflaschen auf dem Dach hinlegen, damit wir höhenmäßig reinpassen, aber das war ja kein Aufwand und so hatten wir wenigstens einen sicheren Platz.

Vom Parkhaus sind wir dann zum botanischen Garten gelaufen, wo wir um 11:00 Uhr eine kostenlose, geführte Tour mitmachen wollten. Weil wir vorher noch ein bisschen Zeit hatten, sind wir kurz in das Old Government House gegangen, das kostenlos zu besichtigen ist. Dort wohnten die Gouverneure von Queensland und es gab Räume für offizielle Feiern und heute man kann die schön hergerichteten Wohn- und Arbeitsräume anschauen, interessante Infos lesen und eine im oberen Stockwerk untergebrachte Kunstaustellung besichtigen. Da gab es total coole Kuhbilder!

Pünktlich waren wir dann bei der Führung und mit Guide waren wir nur 7 Leute. Ganz angenehm also. Der Guide, eine ältere Frau, hat uns dann erstmal viel über die Geschichte des Gartens erzählt und wie oft er überflutet war. Da er quasi an 3 Seiten einen Fluss hat, wurde er im Laufe der Jahre immer mal wieder ziemlich weit unter Wasser gesetzt und deswegen gibt es dort heute auch keine wirklich alten Pflanzen. Überhaupt gab es dort, wie wir dann bemerkt haben, nicht wirklich Aufregendes zu sehen. Viele der Pflanzen kannten wir schon und besonders hübsch anzuschauen waren nur wenige Flecken des Gartens. Der Guide konnte uns deshalb nicht viel neues erzählen und der Rundgang mit Pflanzenkunde beanspruchte auch nur eine halbe Stunde der 1-stündigen Führung. Im Großen und Ganzen war die Führung also ganz nett, aber eigentlich nicht lohnenswert. Etwas weiter außerhalb von Brisbane soll es noch einen zweiten botanischen Garten geben und der soll wohl auch ältere Pflanzen enthalten und viel größer sein. Wahrscheinlich ist der besser für eine Besichtigung geeignet. Es war aber ganz cool, dass wir einige Water Dragons gesehen haben. Die leben dort in einem Teich und als wir auf sie zugegangen und sie weggerannt sind, haben wir gesehen, dass die Tiere auf zwei Beinen laufen können. So witzig!

Nach dem botanischen Garten ging es für uns wieder an den Eagle Street Pier, weil wir dort im Friday’s, einem Burgerrestaurant zu Mittag essen wollten. Von Elena, einer Tomatenkollegin, haben wir nämlich einen Gutschein für ein Burger Lunch bekommen, weil sie und Ylva ihn nicht einlösen konnten, als sie in Brisbane waren. So würde der Gutschein nicht verfallen und wir hätten ein leckeres Mittagessen. Die Burger dort waren dann auch ziemlich gut und dazu gab es für jeden von uns noch 2 Bier. Hat sich voll gelohnt!

Nach dem stärkenden Mahl sind wir durch die Stadt zurück und über den Fluss gelaufen, um zur Modern Art Gallery im Kulturbezirk Southbank zu kommen. Die hat freien Eintritt und dort haben wir dann den Nachmittag verbracht. Fast alles, was dort ausgestellt war, hat uns echt gut gefallen und wir konnten gut 2 Stunden dort verbringen. Irgendwann hat es angefangen zu regnen, was uns nicht gewundert hat, weil schon bei unserem Hinweg zur Gallerie einige dicke Wolken am Himmel zu sehen waren. Allerdings hat es uns gewundert, mit welcher Heftigkeit der Regen kam. Es gab ein richtig gscheides Gewitter mit vielen Blitzen, lautem Donner und Regen wie aus Eimern. Von der großen Glasfront der Gallery hatte man einen schönen Blick auf den Fluss und wir saßen dort auf einer Bank und haben fasziniert dem Regen zugeschaut. Er und die Wolken waren so dicht, dass man die zweite Häuserreihe auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses fast nicht mehr gesehen hat! Gegen 16:45 Uhr hat der Regen dann aufgehört, was gut war, denn um 17:00 Uhr schließt die Gallerie und wir wären nicht gern im Regen zurück zu unserem Auto gelaufen. Während unserer Wartezeit haben wir dann auch wegen einem Nachtlager recherchiert und kurz bevor wir nochmal das gleiche Hostel buchen wollten, weil es einfach das billigste war (obwohl wir da nicht mehr hinwollten, weil es echt nicht toll war), hat einer zurückgeschrieben, den wir wegen einem AirBnB Zimmer angeschrieben hatten. AirBnB ist eine Online-Plattform, wo Leute Privatzimmer vermieten und gerade in Städten kann das eine günstige Übernachtungsmöglichkeit sein. Das mit unserem Zimmer hat dann geklappt und so hatten wir eine tolle Unterkunft für nur 49$. Sogar noch günstiger als das Hostel!

Vom Parkhaus sind wir noch kurz zum Einkaufen und dann direkt zu unserem Zimmer gefahren. Dort hat uns der Bill in Empfang genommen, wir konnten unser Auto in der Tiefgarage auf einem Besucherparkplatz abstellen und dann ging es nach oben. Im 8. Stock eines Gebäudes direkt am Brisbane River (nur vom Highway getrennt) lag dann die WG, in der wir die Nacht verbringen sollten. Bill und 4 andere bewohnten dort eine 3 Zimmer-Wohnung und wir konnten in Bills Zimmer schlafen, weil er bald auszieht und die Nacht bei Freunden verbrachte. Im eigentlichen Wohnzimmer der Wohnung direkt neben der offenen Küche standen zwei von diesen provisorischen Krankenbett-Zimmern mit einem raumhohen Gestell und weißen Planen als Wänden. Dort haben 2 Mitbewohner geschlafen und dann je noch einer in einem Zimmer. So können sie sich die Wohnung zu fünft gut leisten. Aber ich möchte ja nicht in so einem offenen Zimmerersatz leben, wenn direkt daneben die Küche ist und ständig jemand bei dir vorbei zum Balkon läuft! Da hat man ja außer einem Sichtschutz keinerlei Privatsphäre…

Unser Zimmer war dagegen echt cool, aus dem Fenster hatte man einen tollen Blick auf die nächtliche Skyline und den Fluss und wir hatten ein schönes Bett. Das Bad war leider ziemlich klein und sah schmutztechnisch auch eindeutig nach 5 Personen aus. Aber lange mussten wir’s da ja nicht aushalten. Zum Abendessen haben wir uns dann ein paar Meat Pies in den Ofen geschmissen und die dann gemütlich auf dem Balkon mit traumhafter Sicht auf die Skyline gegessen. Das war echt der totale Gegensatz zu unseren sonstigen Aufenthalten auf Campingplätzen in natürlicher Umgebung, aber wir hatten ein angenehmes, urbanes Feeling. Leider war die Straße direkt unter dem Haus sehr laut und eine normale Unterhaltung ziemlich anstrengend, sodass wir bald in unser Zimmer gegangen sind. Unser Bett war bequem und wir waren recht kaputt vom Tag, sodass wir dann bald eingeschlafen sind.

Antworten (5)

Gabriele
Seid ihr noch in Brisbane? Habt ihr euch bei Martina gemeldet? Was ihr eigentlich für ein Glück mit dem Wetter habt! Und schon wieder so schöne Bilder!

Frank
Die Bilder sind echt toll ! Kostenloses Burgeressen !!!!!

Silvia
Nein wir sind leider nicht mehr in Brisbane. Mit Martina hat das wohl zeitlich nicht gepasst, da sie in Deutschland war :(

Silvia
Jaa, kostenloses Essen ist immer toll :D

Petra
Das Flauschi-Kunstobjekt ist krass! Super, die Skyline-Fotos :))

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