4. Tag: Do swidanja Moskau, privet Jaroslawl
Heute früh war es an der Zeit, Moskau auf Wiedersehen zu sagen, denn bereits um halb acht fuhr unser Zug nach Jaroslawl. Die weiteren 3,5 Stunden vergingen bis auf ein Frühstück...

Veröffentlicht: 29.07.2019
Heute haben wir uns nach dem Frühstück mit dem 5er Trollejbus (Oberleitungsbus, Bus mit elektrischem Anschluss) zum Avtovokzal (Busbahnhof) aufgemacht und von dort aus weiter nach Danilow zur Familie gefahren. Der Bus war für deutsche Verhältnisse etwas heruntergekommen, aber näher werden wir den einheimischen Verhältnissen auf unserer Reise wohl nicht mehr kommen.
Nach einem Kaffee mit lokalem Lebkuchen haben wir einen kleinen Stadtrundgang gemacht. Hierzu sind wir erst 10 Minuten mit dem Taxi zu einer Kirche gefahren, was etwa einen Euro gekostet hat. Die Kirche war von außen sehr schön anzusehen. Innen war diese zwar etwas heruntergekommen, hat aber dennoch beeindruckt. Trotz des Verbots für Fotos haben wir natürlich welche gemacht...und waren hiermit auch nicht die Einzigen.
Auf dem Weg zurück haben wir festgestellt dass auch hier der zweite Weltkrieg, oder der große vaterländische Krieg, wie man ihn hier nennt, sehr im Gedächtnis ist, was mehrere Statuen und Plätze beweisen. Auf dem Weg zurück haben wir dann noch russischen Wein eingekauft und natürlich auch hier deutsches Bier gefunden.
Zurück bei der Familie haben wir schnell festgestellt, dass der Spruch "Russen sind nicht freundlich, aber sehr gastfreundlich" ziemlich zutreffend ist. Es ist sehr schwer die Zakuska (Essen zum Alkohol) abzulehnen. Wobei es allgemein schwer zu sein scheint, einen Besuch nicht total überfressen zu überstehen.
Wir hatten mit Wein und Samagon (Selbstgebranntem) einen riesen Spaß und hoffen, dass die Familie uns morgen noch in Jaroslavel verabschieden wird. Unsere beste Idee heute war, nicht den Bus um 17:50 Uhr, sondern um 21:00 Uhr ein Taxi zu nehmen. Die Fahrt ist viel schneller und kostet auch nur etwa 1100 (~15€) statt 600 Rubel. Die Zeit mit der Verwandtschaft ist schließlich kostbar und vor allem in diesem Fall auch selten.
Heute haben wir auch noch zwei tolle russische Sprüche gelernt, die Übersetzt bedeuten:
Tee ist nicht Vodka, man kann nicht so viel davon trinken.
Egal wie viel Vodka man kauft, man muss trotzdem noch Mal los laufen.
... Aber zugegebener Maßen habe ich bereits vergessen wie diese Sprüche auf Russisch lauteten.