Hongkong mit Jetlag
Wie man mit Jetlag einen spannenden und aufregenden Tag in Hongkong verbringt - Robert hat es vorgemacht.

Veröffentlicht: 02.12.2018
In Japan gibt es unterschiedliche Arten von Hotels: Businesshotels, die sich an Geschäftsreisende richten und Ryokans, das sind traditionelle Gasthäuser.
In Ryokans ist das Gastzimmer mit Bastmatten ausgelegt und geschlafen wird auf dem Boden auf Futons, die eingerollt in einer Ecke des Zimmers oder im Schrank aufbewahrt und erst zur Schlafenszeit aufgebaut werden.
Besonders in Ryokans gibt es strenge Hausschuh-Regeln, an die man sich dringend halten sollte, um nicht den Unmut der Gastwirte auf sich zu ziehen. So darf man das Haus nicht mit Straßenschuhen betreten, stattdessen stehen im Eingangsbereich Hausschuhe bereit. Diese Hausschuhe dürfen wiederum nicht in der Toilette benutzt werden. Für den Toilettenbesuch stehen nochmals andere Hausschuhe vor der Toilettentüre bereit, die man nur dort nutzt. Die eigentlichen Hausschuhe stellt man solange vor der Toilettentüre ab.
Auch in dem Schlafraum mit den Bastmatten dürfen die Hausschuhe nicht genutzt werden, sondern werden an der Zimmertüre abgestellt.
Eigentlich nicht schwer zu merken- außer für Robert, der regelmäßg blankes Entsetzen bei den Gastwirten ausgelöst hat, wenn er beispielsweise seine Hausschuhe vor der Toilettentüre vergessen hat und mit den speziellen Toiletten-Hausschuhen nicht nur die Toilette verlassen, sondern mit ihnen auch noch die Bastmatten im Schlafzimmer betreten hat. Immerhin sind die JapanerInnen so höflich und zurückhaltend, dass wir uns trotz diesen eklatenten Regelverstößen bislang noch nicht mitten in der Nacht eine neue Bleibe suchen mussten.
Diese strengen Regeln hatte ich bereits daheim im Reiseführer gelesen und war also in unserem ersten Hotel, einem Business-Hotel am Flughafen, vorbereitet.
Dort durfte man zwar mit den Straßenschuhen das Hotel betreten, aber im Zimmer lagen Hausschuhe bereit. Zum Frühstück zogen wir also brav die Hausschuhe an und gingen mit ihnen in den Speisesaal- um dort festzustellen, dass wir die einzigen Gäste mit Hausschuhen beim Frühstück waren, alle anderen Gäste schicke Straßenschuhe trugen und unsere Hausschuhe unauffällig, aber entsetzt musterten . In Businesshotels gelten diese Regeln also anscheinend nicht.
In Hotels und Ryokans liegen für den Gast jeweils ein Schlafanzug oder ein Kimono bereit, den man während des Aufenthalts nutzen kann. Diese sehen oft sehr witzig aus, z.B. in Hiroshima war es für uns beide jeweils ein Nachthemd.
Und die japanischen Toiletten sind natürlich auch eine Besonderheit. In japanischen Toiletten gibt es jeweils ein Bedien-display, über die man die Funktionen der Toiletten steuern kann. So kann man unangenehme Geräusche durch lautes Vogelgezwitscher oder Wasserrauschen übertönen, eine Po-Dusche starten, den Wasserdruck der Po-Dusche einstellen, den Po trocken föhnen und die Klobrille beheizen. Meistens ist die Beschriftung allerdings nur auf japanisch, so dass man die verschiedene Funktionen durchprobieren muss, bis man endlich den Spülknopf findet. Robert hat nun also endlich eine Ausrede, warum er so lange auf dem Klo braucht- er hat den Spülknopf nicht gefunden!