Keine B-Zellen
Ich ging zur erweiterten Blutentnahme in die nephrologische Ambulanz. Etwa 20 Röhrchen in den buntesten Farben sollten entnommen werden. Leider gibt es Menschen, die können...

Veröffentlicht: 29.02.2024
Und dann platsch, kippte sie um.
In den letzten Tagen merke ich wieder, wie meine Füße versagen. Ständig kann ich sie nicht anheben, bleibe quasi hängen, obwohl der Boden eben ist. Manchmal habe ich Angst zu stürzen. Ich habe auch schon mal berichtet, wie ich Angst habe, bei der Arbeit Dinge fallen zu lassen. Mir ist schon einmal meine volle Kaffeetasse auf die Hose gekippt. Und heute war da wieder dieser Moment. Ich greife sie, fühle mich stark. Zieh sie zu mir, die Hand wird schwach, zittert leicht. Platsch, kippte sie um. Man eilte mir sofort zur Hilfe. Ist es nun so? Wird es so? Werde ich diejenige, der man in Zukunft helfen muss?
Unser Dialyse Oberarzt verneinte heute meine Hoffnung auf einen Port, über den man dialysieren könnte. Nein, ich bräuchte einen Shunt. Ich könne schon mit dem sogenannten Shunt-Training beginnen wenn ich will. Die Venen trainieren, damit sie groß und stark werden…….
Ich will das nicht. Ich will, dass die Kryoglobuline morgen negativ sind. Ich will
mehr Zeit. Mehr Zeit zum nachdenken. Ich will keinen Shunt. Was würde das bedeuten? Kann ich damit noch arbeiten? Eher nein! Aber ich weiß, dass der negative Befund nur bedeutet, dass die Blutentnahme nicht korrekt abgelaufen ist. Ich weiß, und die Professorin weiß es auch, dass sie da sind. Jeder weiß, dass dieses Lymphom da ist. Man weiß nur nicht wo. Irgendwo in meinem Körper. Wie beim Topfschlagen. Man schlägt ständig blind daneben.