Mozartkugeln
Ich hatte in Salzburg zwei Tage die schlimmsten Schmerzen des Jahres. Jeder Muskel, jedes Gelenk schmerzte. Klar, die Kälte. Die Fingerspitzen waren rot wie nie. Der Appetit...

Veröffentlicht: 30.06.2025
Der Tag begann schon tierisch. Ich war richtig früh wach und hörte den Vögeln beim Zwitschern zu. Dann ging’s los. Montag morgen und eine neue Woche Therapie. Auf dem Weg flatschte ein weißer Haufen Vogelkacka auf meine Hand. Na toll, geht ja gut los. Nicht mal ein Taschentuch dabei. Was mache ich jetzt? Ich streiche sie im Gras ab. Hoffentlich beobachtet mich niemand 😃 ich gehe weiter. Flatsch flatsch. Was ist das jetzt schon wieder? Irgendwas klebt unter meinem Schuh. Hilfe. Es sind nur Beeren. Oder doch Kacka? Ich will es nicht wissen und gehe weiter.
Angekommen richte ich meinen Platz ein. Neues Laken auf die Liege, Frühstück auf den Tisch. Nackig machen, Bademantel an. Check. Jetzt warten auf die Visite. Eine ganze Horde an Studierenden betritt den Raum. Wieder nackig machen. Alle mal gucken. Kein Problem.
Ich bringe meinen Behandlungszettel zur Lichtabteilung, wie immer muss ich nicht warten sondern darf direkt auf die Liege. Nackig machen, Brille auf. Piep piep piep. Los geht’s. Wärme am ganzen Körper, ich schlafe fast ein. Piep piep „einmal umdrehen!“ nochmal solang. Rutsch! Es kracht, wie jedes Mal, wenn das Gerät ausgeht. Ich ziehe mich an und gehe wieder in mein Zimmer. Ziehe mich wieder aus, Creme mich ein. Und jetzt warten. Fast 4 Stunden bis ich gehen kann. Man wird richtig müde. Auch zuhause schlafe ich fast nur noch. Leute treffen? Nicht länger als zwei Stunden. Dann ist meine Energie aufgebraucht und ich will wieder schlafen. Am Wochenende war ich immerhin für 60 Minuten draußen ein Eis essen. In die Sonne darf ich ja aktuell auch nicht. Bloß keinen Sonnenbrand. Aber Soziales habe ich hier genug. Sie reden und gackern wie Hühner. Sehr sympathisch meine Mädels hier in meinem Zimmer. Aber manchmal auch zu viel. Ich will schlafen.
„Also dann hat mein Vater die Schweineschnauze immer auf den Tisch gelegt auf einen Teller. Und dann hat er sie gegessen. Danach war sein ganzes Gesicht voll mit Fett. Er hat es geliebt.“
Aja. Genug Tiere für heute.