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2025 - November - Venedig - Acqua alta

Veröffentlicht: 03.11.2025

Attraktion
Markusplatz
Venedig, Italien
Attraktion
Markusdom
Venedig, Italien

Diese Reise hat eine Vorgeschichte oder besser gesagt zwei: Zum einen waren wir ja 2020 während der Corona-Hochzeit hier und wollten von damals noch Lücken schließen. Zum anderen gab es diesen lang gehegten Wunsch, einmal dem Phänomen Acqua Alta zu begegnen.

Acqua Alta bedeutet übrigens „hohes Wasser“ auf Italienisch und tritt vor allem zwischen November und März auf, häufig in Verbindung mit Voll- oder Neumond, niedrigem Luftdruck und dem Scirocco-Wind. Planen konnte ich natürlich nur den Monat und den Mondstand und deshalb startete unser Abenteuer Anfang November zur Vollmondzeit.

Ein Blick auf die italienische Seite

https://www.comune.venezia.it/maree

zeigt dann, wie hoch das Wasser in den nächsten Tagen steigen wird. Die für den 3. November 2025 angezeigten und rot markierten 100 cm bedeuten übrigens nicht, dass das Wasser in der Innenstadt einen Meter hoch steht. Der Wert bezieht sich auf den Meeresspiegel. Am Markusplatz, der am tiefsten liegt, entspricht das etwa 20 cm Wasser auf dem Pflaster.

Aber warum ist der Markusplatz überhaupt so niedrig? Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen liegt der Platz direkt am Canale di San Marco und nur wenige Meter über dem Meeresspiegel, sodass Wasser aus der Lagune bei Hochwasser fast ungehindert hineinströmen kann. Boote und Wellen, die vom Scirocco-Wind getrieben werden, verstärken dann diesen Effekt noch. Außerdem wurde Venedig auf Pfählen gebaut und der Boden rund um den Markusplatz setzte sich über die Jahrhunderte langsam ab. Dadurch senkt sich der Platz ein kleines Stück, was Hochwasser begünstigt.

So mit Fakten vorbereitet seid ihr nun auf meinem Wissensstand vor dem Ereignis. Wie es tatsächlich kommen würde, wusste ich jedoch natürlich nicht.

Höchster Tidestand war für 08:55 Uhr angesagt, deshalb waren wir bereits um 08:30 Uhr vor Ort und sahen zunächst wenig. Einige Planken für Fußgänger waren aber bereits ausgelegt. Überall in der Stadt sieht man diese auf Stapeln bereitgestellt, denn in Venedig muss man immer auf Hochwasser vorbereitet sein.

Ein paar Minuten später wies der Markusplatz größere Pfützen auf, und aus den Gullis gluckerte es verdächtig. Nach und nach liefen größere Teile des Platzes voll, während die Sonne dazu unaufhörlich schien. Welch ein Glück! Gestern hatte es noch in Strömen geregnet.

Wir hatten übrigens praktische Überzieher für die Schuhe aus Deutschland mitgebracht. In den Andenkenshops gibt es aber auch kniehohe Varianten vor Ort zu kaufen. Trotzdem standen die allermeisten Touristen unvorbereitet in der Nässe und wateten wie Störche im Salat. Das sah schon manchmal recht komisch aus.

Auch zwei Stunden später war noch viel Wasser zu sehen, bevor es allmählich wieder zurückging. Ich hatte also viel Zeit für ein paar Fotos und sogar einen Besuch im Markusdom. Dazu aber später mehr.

Auf einen Blick

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  • Acqua alta am Markusplatz erlebt
  • Markusplatz bei Hochwasser
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