2025 - Juli - Wien - Hazel Brugger im Wiener Opernhaus
Hazel Brugger liebt Wien. Das sagt sie jedenfalls gleich am Anfang ihrer Show. Sie liebt es so sehr, dass sie sogar sehr oft hier ist. Aber im Wiener Opernhaus aufzutreten, das...


Veröffentlicht: 05.07.2025


















Einmal Klischee bitte: Gebirgspanorama mit blauem Himmel, dazu grünes Gras und natürlich Kühe im Vordergrund. Gerne, fahr doch einfach nach Semmering.
Und genau das haben wir gemacht. Von Wien aus kann man nämlich wirklich einen Tagesausflug in die Berge unternehmen. (Wir sind dafür allerdings schon um 6 Uhr aufgestanden.)
Ab Wien Hauptbahnhof fährt stündlich ein Zug in diese Richtung. Unserer war der EuroCity nach Triest mit Abfahrt um 07:58 Uhr. Dass der Zug viele Stunden bis an die Adria unterwegs ist, merkt man spätestens daran, dass er überhaupt in Semmering hält. Für uns natürlich in Ordnung.
Bei angesagten 30 Grad in Wien brauchten wir ein bisschen Sommerfrische. Die findet man in dieser Höhe ja meistens. Semmering selbst liegt auf 950 Metern und die Kabinenbahn, die wir angesteuert haben, bringt einen sogar noch höher, auf 1. 340 Meter Seehöhe.
Nach nicht billiger Fahrt mit der Kabinenbahn (29 Euro pro Person für eine Berg- und Talfahrt), kann man dann oben am Liechtensteinhaus erstmal die Aussicht genießen. Ein bisschen aufpassen muss man an dieser Stelle allerdings schon, denn am laufenden Band jagen hier Mountainbiker über die Wege. Die fahren nämlich auch mit der Seilbahn nach oben. Ein Rückfahrtticket brauchen die aber nicht. Es gibt verschiedene Routen nach unten, von leicht bis anspruchsvoll. Auch sogenannte Funracer, eine Art geländegängiges Dreirad, haben ihre eigene Spur. Als Wanderer waren wir da zunächst etwas überfordert, den richtigen Weg zu finden.
Im Winter ist hier natürlich alles auf Skifahren ausgerichtet, aber im Sommer braucht der Ort eine andere Einnahmequelle und Wanderer allein reichen da offenbar nicht ganz aus.
Unser Ziel war es, ab der Bergstation beim Liechtensteinhaus zum Sonnwendstein mit der Pollererhütte zu gehen.
Nach kurzer Suche hatten wir unseren Weg gefunden. Erst ging es ein Stück entlang der Funracer Strecke bergab, danach mehrere Kilometer stetig bergauf. Ich würde sagen, der Weg zur Pollererhütte war etwa 3,6 Kilometer lang. Nicht besonders weit, aber durch die Steigung doch spürbar.
Einberechnen müsst ihr außerdem den Weg vom Bahnhof zur Passhöhe bzw. zur Talstation der Bahn. Auch da geht es erst mal rund 25 Minuten nur bergauf. Zurück dann natürlich entspannter. Angeblich gibt es einen Rufbus, aber gesehen haben wir den nicht.
So oder so ist der Weg das Ziel oder eben doch die Almhütte. Sowohl die Pollererhütte, als auch das Liechtensteinhaus bieten leckere Speisen und kühle Getränke. Überlaufen war weder der Weg noch eine der Hütten, und das an einem Sonnabend bei bestem Wetter.
Wer also eine kleine Auszeit vom Stadttrubel sucht, bekommt in Semmering genau das: Aussicht, frische Luft, Ruhe – und ja, auch Kühe.
