Reisebriefe von Felix
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Auf in die Tablelands

Veröffentlicht: 16.04.2017

Nachdem wir morgens die Blogeinträge hochgeladen haben, springen wir ins Auto und fahren die Küste gen Norden. Die Sonne brennt und so sind die knapp 7 Stunden Autofahrt von dauerhaftem Schwitzen begleitet. Wir sind sehr froh, dass uns ein spannendes Hörspiel von der eintönigen Fahrt ablenkt. Wir legen eine Mittagspause ein und lassen uns die Kürbisbrötchen (!) mit Avocado und Tomate schmecken. Nach dieser Stärkung legen wir die restlichen Kilometer bis zu dem von uns ausgeguckten Campingplatz zurück. Ein Rastplatz mit Grünfläche dient uns heute Nacht als Campingplatz. Wir kochen Kartoffeln, schneiden Gemüse und Salat und holen den Quark aus dem Kühlschrank. Da das Augenmaß anscheinend an diesem Tag auf der langen Fahrt verloren gegangen ist, wird die Portion ziemlich stattlich. Aber da wir nicht wollen, dass es morgen schlechtes Wetter gibt, essen wir natürlich alles auf. Voll bis unter die teilweise nicht mehr vorhandenen Haarspitzen gehen wir schlafen.

Am nächsten Morgen müssen wir leider feststellen, dass es regnet. Daran konnten also auch unsere aufgegessenen Teller vom Vorabend nichts ändern. Eigentlich wollten wir heute den Tag in Mission Beach verbringen. Aber bei Regen am Strand sitzen kommt uns dann doch nicht so erstrebenswert vor und wir beschließen schon heute in die Atherton Tablelands zu fahren, was eigentlich erst für morgen auf dem Plan gestanden hätte. Wir tanken und stellen fest, dass Karfreitag ist. Auf der einen Seite ist es schön, dass wir so entspannt sind und die Tage vergessen, auf der anderen Seite fällt damit der geplante Einkauf von Lebensmitteln aus. Gut, dass wir noch ein paar Reste haben.


Die Tablelands bilden einen starken Kontrast zu dem Eindruck, den wir bisher von der australischen Landschaft bekommen haben. Kein Strand und keine Wellen, stattdessen sattgrüne weitläufige Wiesen und Hügellandschaften. Uns gefällt es! Wir biegen von der Hauptstraße ab und schlagen die Wasserfall- Route ein. Eine ca. 15 Kilometer lange Straße, die an drei Wasserfällen (unter anderem auch den Millaa Millaa Falls) vorbeiführt. Teilweise im Regen, teilweise im strahlenden Sonnenschein steigen wir an den jeweiligen Wasserfällen aus und staunen. Sehr schöne Natur hier oben.


Oben deswegen, weil die Landschaft hier ungefähr 800 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Diese Tatsache spiegelt sich vor allem in der deutlich angenehmeren Luftfeuchtigkeit und der niedrigeren Temperatur wider. Auf dem Campingplatz angekommen, müssen wir tief in unseren Rucksäcken kramen, um unsere langen Hosen zu finden. Ja so „kalt“ ist es hier.

Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Campingplatz. Aufgrund der Osterferien sind hier nur noch wenige Plätze frei und die Besitzerin entschuldigt sich mehrfach dafür, dass sie uns nur noch einen überdachten Stellplatz anbieten kann. Wir versichern ihr, dass wir damit zurechtkommen würden und finden, dass dies der beste Stellplatz auf dem gesamten Campingplatz ist. Wir können bei Regen draußen sitzen! Besser geht es doch nicht : )

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