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Tortuguero - Anreise

Veröffentlicht: 04.11.2026

Fahrt
Cahuita → … → La Pavona
186 km · 3h 30m · Ruta 32
Fähre
La Pavona → Tortuguero
Costa Rica
Unterkunft
Hotel · Tortuguero
Essen
El Icaco
$$ · Mittagessen
Essen
Bank of Costa Rica
$ · Snack
Sehenswert
Tortuguero
Tortuguero, Costa Rica

2.11.2026 - Anreise nach Tortuguero 

Heute morgen mache ich mein Yoga mal am Pool .... Namaste. Das hätte ich schon viel früher machen sollen, in dem engen Zimmer bin ich immer irgendwo angestoßen und es war ziemlich schwül.

Nach meinem Lieblingsfrühstück "Tropical" geht es los .... wir kehren Cahuita den Rücken und fahren weiter an der Karibikküste nach Tortuguero bzw. erstmal zum Bootsanleger nach La Pavona. Die Fahrt geht zurück entlang der Küste bis nach Puerto Limón und ich sehe wieder die Stände mit dem Kokosöl am Straßenrand. Die hätte ich gerne fotografiert oder noch besser etwas gekauft, aber es ergibt sich leider keine Möglichkeit zum anhalten. Von Puerto Limón aus begleiten uns auf unserem weiteren Weg ins Landesinnere riesige Bananenplantagen. Die gab es zwar auch schon entlang der Küste, jetzt nehmen sie jedoch gigantische Ausmaße an. Bananen soweit das Auge reicht.

Die Fahrt entlang der Hauptachse Ruta 32 erfordert permanente Aufmerksamkeit, ändert sich doch die Geschwindigkeitsbegrenzung gefühlt alle paar Meter und ständig muss ich das Tempo von 80 auf 60 auf 40 und im schlimmsten Fall auf 25 reduzieren. Jetzt wundert mich nicht mehr, warum wir für die 186 km 3,5 Stunden brauchen. Hinzu kommen skurrile Ankündigungen unseres Navigationssystems Waze: "Achtung, Fahrbahnüberquerung mit hoher Geschwindigkeit" und "komplexe Kreuzung voraus". 

Im kleinen Ort Guacimo möchten wir uns mit Dollar versorgen, tanken und einen Kaffee trinken. Die Bargeldversorgung mit Dollar entpuppt sich als nicht so einfach wie gedacht: vor dem Geldautomaten der Bank of Costa Rica wartet eine lange Schlange und als ich endlich an der Reihe bin, teilt mir der Automat mit, dass eine Abhebung nicht möglich ist. Oder so ähnlich. Jedenfalls ergibt meine Internet Recherche, dass es ein Verfügungslimit von 200 USD bei der BCR gibt, welches die National Bank of Costa Rica nicht hat. Also fahren wir dorthin. Dort gibt es am Geldautomaten aber keine  Möglichkeit, die Währung auszuwählen. Also zurück zur BCR. Aber auch 200 USD bekommen wir nicht von Geldautomaten, dieselbe Fehlermeldung. Ich frage den Sicherheitsbeamten in der Bank und er erklärt mir, ich müsse dann wohl nach Guapiles fahren. So langsam werde ich ziemlich nervös, ob das mit der Zeit und dem Boot noch klappt. Also kein Kaffee.  Wir fahren nach Guapiles, aber auch dort erhalten wir nur dieselbe Fehlermeldung. Wir resignieren und heben stattdessen Colones ab. Dann müssen wir die Touren und das Hotel in Tortuguero eben in Colones bezahlen. In Tortuguero gibt es keinen Geldautomaten und das Internet ist sehr unzuverlässig, was Kartenzahlung möglicherweise verhindert. 

Wir fahren weiter von Guapiles Richtung Caiari auf der 247 und die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt regelmäßig bei 40 kmh. DESPACIO. Das liegt auch an den zahlreichen Schulen, hauptsächlich Grundschulen, die es entlang der Strecke in jedem Dörfchen gibt. Vor den Schulen gibt es die fiesen Straßenschwellen, über die ich das eine oder andere Mal drüber fluegez, weil sie entweder nicht angekündigt waren und/oder ich sie nicht erkannt habe oder erkennen konnte.

Auf einmal kreuzt ein Kapuzineräffchen die Straße und gesellt sich zu seiner Gruppe im Baum direkt am Straßenrand. Wir können die Äffchen eine ganze Weile beobachten.

Am Parkplatz beim Bootsanleger in La Pavona endet die Straße. Wir werden von 4 Ticos in Empfang genommen und ich bin direkt überfordert und erstmal abweisend, da ich das Prozedere noch aus Asien kenne und den Parkplatz, das Bootsticket sowie Hotel und Touren schon online gebucht habe und mir keine Touren aufschwatzen lassen möchte. Am Ende klappt aber alles reibungslos, wir finden unseren Parkplatzanbieter, parken unseren Jimny und warten im Restaurant bei einem Kaffee (endlich!) und Casado (eigentlich hatten wir "Típico Tacos" auf der Karte bestellt und uns über die riesige Portion Casado mit Reis, Huhn, Bohnen, Salat und Kartoffeln gewundert, die dann an den Tisch gebracht wurde, war wohl ein Verständigungsproblem, das Essen hat aber super lecker geschmeckt).

Um 3:15 pm folgen wir unserem Kapitän zum provisorischen Anleger und das Abenteuer Tortuguero kann beginnen. 

Die gut einstündige Fahrt durch die kurvigen Kanäle bis Tortuguero ist schon ein Erlebnis für sich, meine Freundin sieht sogar ein Krokodil auf einer Sandbank liegen. Wir lehnen uns zurück und genießen die Fahrt und vor allem den Fahrtwind. 

Das Dorf Tortuguero ist eine kleine Siedlung mit bunten Holzhäusen, die auf einer schmalen Sandbank zwischen dem karibischen Meer und den Regenwaldkanälen liegt und nur per Boot oder Flugzeug zu erreichen ist. Straßen führen nicht ins Dorf und Fortbewegungsmittel sind Boote, Fahrräder oder die eigenen Füße. Die Stimmung ist extrem entspannt, geprägt von afro-karibischen Einflüssen (Pura Vida). Das Dorf lebt heute fast ausschließlich vom Ökotourismus und dem Schutz der Meeresschildkröte.


Wir werden am Bootsanleger vom Hotelguide abgeholt und laufen über die Dorfstraße und durch Seitenstraßen zu unserem Hotel El Icaco, welches etwas außerhalb am Strand liegt. 


Wir werden sehr herzlich von Joshua empfangen, dessen markantestes Merkmale wohl die Haarspange im grauen kurzen Haar ist und der hinter jedem Satz "Pura Vida " sagt. Die Cabinas sind zweckmäßig und spartanisch eingerichtet, alles ist sehr farbenfroh gestaltet, es gibt eine Klimaanlage, kostenlosen Kaffee den ganzen Tag, einen kleinen Pool und ein halboffenes Restaurant, in dem morgens das Frühstück serviert und abends Abendessen angeboten wird. Wir machen uns kurz frisch und laufen ins Dorf. Hunger haben wir eigentlich nicht nach dem üppigen Mittagessen, aber ein Bier zum Sundowner am Fluss geht doch immer. 

Und beim Absacken in einer sehr netten Bar mit Blick über den Fluss öffnet der Himmel seine Schleusen. Wow, es giest wie aus Kübeln und wir sind nun richtig froh, jetzt nicht auf einer Nachtwanderung unterwegs zu sein. 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Regenzeit
Begleitung
Mit Freunden (2)
AbenteuerlichEntspannend
  • Yoga am Pool
  • Kapuzineräffchen am Straßenrand beobachten
  • Fahrt durch die Kanäle nach Tortuguero
  • Krokodil auf einer Sandbank sehen
  • Bier zum Sundowner am Fluss
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