Tortuguero
4.11.2026 Tortuguero - Cerro Tortuguero in ganz gemütlicher Morgen ohne Tour und Aufstehstreß. Ich war gestern so erschöpft, daß ich endlich mal durchgeschlafen habe und erst um...


Veröffentlicht: 06.11.2026
Es heißt Abschied nehmen von Tortuguero. Es war eine phantastische intensive Zeit hier. Wir genießen noch ein letztes Frühstück "Continental" mit Rührei, Toast und Früchten im wunderschönen bunten Innenhof und brechen dann auf zum Hafen.
Ich gehe nochmal zu der kleinen Bude am Hafen und kaufe die typischen karibischen Galetas mit pikantem Beef als Reiseproviant und natürlich die köstlichen Cookies mit Kokosnuss und Nüssen. Ich kann nicht widerstehen.
Die Fahrt durch die gewundenen Kanäle zurück nach La Pavona ist entspannend und traumhaft schön. Der Weg ist das Ziel. Ich sehe sogar ein kleines Krokodil auf einer Sandbank in der Sonne liegen.
Unser kleiner Jimmy ist noch da und nach einem leckeren Cappuccino fahren wir los Richtung La Fortuna. Die rund 3 stündige Fahrt führt über Caiari, Guapiles zur Ruta 32 und dann auf der Ruta 4 nach La Fortuna. Auf dem Weg zur Ruta 32 bei Guapiles begleiten uns wieder riesige Bananenplantagen rechts und links der Straße.
Die Ruta 4 ist sehr anstrengend zu fahren. Die Straße ist schmal und die zahlreichen entgegen kommenden Trucks eine Herausforderung, vor allem wenn auch noch ein Fußgänger, ein Radfahrer oder ein langsamer Moped Fahrer am Straßenrand sind und die Trucks gefährlich nah auf meine Fahrspur ausweichen.
Das Landschaftsbild verändert sich so allmählich. Die bisher dominierenden Bananenplantagen weichen Ananasplantagen und wir lernen dank Wikipedia, wie überhaupt so eine Ananas wächst. Spannend. Wusste ich bisher tatsächlich noch nicht.
Und dann sehen wir ihn endlich am Horizont .... den markanten Kegel des Vulkans Arenal.
Kurz vor La Fortuna machen wir einen Zwischenstopp in dem kleinen Ort Muelle. Im Centro Turístico Las Iguanas leben in den Bäumen direkt neben der Straßenbrücke und der Restaurantterrasse Hunderte wilde grüne Leguane. Der Ort ist anders als ich ihn mir vorgestellt habe, wie so oft hier in Costa Rica, aber die Leguane sehen wir tatsächlich in den Bäumen.
Weiter geht es nach La Fortuna. Der charmante kleine Ort liegt direkt am Fuße des majestätischen, kegelförmigen Vulkans Arenal und ist das unumstrittenr Action- und Naturzentrum Costa Ricas und bekannt für Dschungelabenteuer, Tierbeobachtungen und vor allem Wellness in heißen Quellen.
Der Vulkan Arenal ist ein 1.670 Meter hoher, hochaktiver (derzeit ruhender) Stratovulkan. Er prägt die gesamte Landschaft. Die letzte große Eruptionsphase endete 2010. Das Besteigen des Kraters ist aus Sicherheitsgründen streng verboten, aber die Trails am Fuß des Vulkans sind weltberühmt. Wir haben Glück, denn in der Regel ist der Kegel des Vulkans von Wolken umhüllt.
Über Booking.com haben wir diesmal eine Ferienwohnung bzw. ein kleines Haus in La Fortuna gebucht und nach einigem suchen finden wir die Adresse Haus auch. Es ist niemand da, aber das Tor und der Weg zum Appartement, welches im Hinterhof eine Wohnhauses liegt, sind offen. Merkwürdig. Ich schreibe dem Vermieter, dass wir da sind und bekomme nach wenigen Minuten den Code zur Eingangstür. Prima, klappt bisher alles super mit den Unterkünften.
Die Ferienwohnung ist für costaricanischen Verhältnisse modern, scheinbar erst vor kurzer Zeit gebaut worden, das WLAN Passwort lässt auf 2023 schließen, fast schon luxuriös, nur an der Küchenausstattung mangelt es ein wenig.
Wir wollen nur kurz in den Supermarkt hüpfen, um uns mit dem nötigste für die nächsten Tage zu versorgen, bevor wir uns ein entspannendes Bad in den Thermalquellen "Las Thermalitas del Arenal" gönnen. In der Frutería angekommen, öffnet der Himmel seine Schleusen und es blitzt und donnert. Wir suchen erstmal Unterschlupf in der nächstgelegenen Bar, trinken etwas und warten den Regenguß ab.
Leider hört das Gewitter nicht wieder auf und wir können leider nicht in die Thermalquellen gehen, die ja draußen sind. Wir machen es uns in unserer Ferienwohnung gemütlich, kochen Gemüse mit Spaghetti, schreiben, lesen und entspannen ein wenig. Der Regen hört den ganzen Abend nicht auf, das ist ein wenig deprimierend.
