Ein paar Tage in Bristol
Nur wenige Tage in Bristol...

Veröffentlicht: 13.02.2026






























































6:00 Günstig fliegen bedeutet früh aufstehen...
Kurz nach 9 Uhr (portugisische Zeit) landen wir in Porto, Portugal. Es regnet und windet, aber nicht nur die Frisur sitzt, es ist auch ein paar Grad wärmer als in Deutschland.
Eine kurze Metrofahrt bringt uns ins Zentrum der Stadt, die sich über Jahrhunderte wie eine Decke über die hügelige Landschaft gebaut hat. Schon nach den ersten Metern, die wir zu Fuß laufen, bemerken wir eine der stärksten Eigenschaften dieses Ortes - es gibt praktisch keine Ebenen Wege, alles ist durchzogen von mäandernden Straßen, Gassen, Tunneln und Terrassen.
Wir haben nur wenig und sehr früh gefrühstückt, darum schlendern wir als erstes in den Mercado do Bolhão, eine riesige Markthalle. Dutzende von Ständen voller Schlemmereien stehen an breiten Gängen. Würste, Fleisch und Serranos, große, kleine, eckige und kugelige Käse in allen Farben, weich-fließend bis fest-krümelig, durchzogen von Adern aus Edelschimmel, Kräutern oder Portwein, dem man dem Käse eingeimpft hat. Frischer Fisch, Austern, Seeigel und alles, was im Meer nicht schnell genug wegschwimmen oder - kriechen konnte, dazwischen auch Verkäufer der berühmten Sardellen-Dosen, die ihre Produkte Reihe über Reihe wie eine schillernde Tapete ausgebreitet haben. Obst- und Gemüsestände, die nicht nur Gymnastikball-grosse Kürbisse und einen Regenbogen an Früchten verkaufen, sondern für kleines Geld auch Obstbecher und Smoothies. Und jede Menge Stände mit Backwaren, darunter natürlich zig Pastel de natas, das Gebäck, für das Portugal berühmt ist. Wir decken uns mit Ihnen, weiteren Pasteten und Kaffee ein und frühstücken erstmal.
Den Rest des Tages verbringen wir mit hin und her, hoch und runter laufen und betrachten Porto von allen Seiten und allen Winkeln.
Viele der Häuser sind leider verlassen und zerfallen, was auch eine gewissen Charme hat, denn vieles ist mit Moos und wilden Pflanzen überwachsen, doch es lässt von der Zeit träumen, wo all diese Häuser noch belebt und gepflegt waren.
Um 15 Uhr können wir in unser Appartement ein schönes, sauberes Zimmer mit schickem Bad und Aussicht auf einen ruhigen Hinterhof.
Nach einem erschöpften Nickerchen steuern wir eine Bar um die Ecke an, die uns mit süffigen Cocktails und herrlich freundlichen Service versorgt.
Wir futtern uns durch verschiedene Käse, Kabeljau in knusprigem Teig, Kürbis mit Nussmus und Schaum aus Palmenherz, Oktopus mit Orangensosse, Pommes mit Chorizo und Spiegelei und gebackenem Hühnchen auf Obstsalat. Ein Gang folgt dem nächsten, wir kriegen einfach nicht genug und schwanken 2 Stunden später sehr zufrieden und voller neu entdeckter kulinarischer Genüsse in die Nacht.
