Kirche auf dem Dachboden, Schifffahrt und Wissenschaft in Amsterdam
Dachbodenkirche, Schifffahrtsmuseum und NEMO

Veröffentlicht: 14.05.2023


















































Von Kiel aus machten wir am Wochenende einen Minitrip mit der Stena Line nach Göteborg.
Am frühen Abend gingen wir an Bord und sahen bei blauem Himmel zu, wie das Schiff den Kieler Hafen verließ und vorbei an Laboe Kurs nach Schweden nahm.
Am nächsten Morgen erreichten wir gegen 9 Uhr Göteborg, wo wir bis 17 Uhr Zeit hatten, um die Stadt zu erkunden.
Nicht weit vom Anleger fuhr die öffentliche Fähre, die uns zum Startpunkt unseres Rundgangs durch die Innenstadt bringen sollte.
Unterwegs gab es noch ein paar Stopps, bis wir an der Haltestelle am Lilla Bommenshamn anlegten.
Unser Rundgang startete beim Großsegler Barken Viking. Daneben befindet sich Göteborg Utkiken, ein Gebäude, auf dem sich eine Aussichtsplattform befinden sollte, deren Eingang wir aber nicht entdecken konnten.
So spazierten wir am Ufer entlang und am modernen Opernhaus vorbei.
Vielleicht waren wir auch einfach noch zu früh unterwegs: Vieles schien erst gegen 11 Uhr zu öffnen, wie zum Beispiel das Maritiman, einem Museum, das aus 13 Schiffen besteht.
Bei dem schönen Wetter wollten wir den Tag aber sowieso lieber im Freien als in einem Museum verbringen. So gingen wir auch am Stadtmuseum vorbei zum Kronhuset, dem ältesten Profangebäude der Stadt.
Im Hof befinden sich kleine gelbe Gebäude, in denen Kunsthandwerk und Süßigkeiten verkauft werden - die aber auch noch nicht alle geöffnet hatten.
Etwas belebter wurde es, als wir am Gustav Adolfs Torg mit dem Rathaus ankamen.
Auf dem Stadtplan sah es aus, als ob in der Umgebung eine Fußgängerzone lag, die sich aber als riesige Einkaufspassage entpuppte, in der es sogar Straßenschilder gab.
Über den Stora Hamnkanalen gingen wir weiter ins Stadtzentrum.
Dort machten wir einen Abstecher zum Dom, der als dritter Kirchenbau nach zwei Stadtbränden hier steht.
Weiter ging es am schön begrünten Rosenlundskanalen vorbei.
So kamen wir in das historische Stadtviertel Haga, einst eine Wohngegend für die ärmere Bevölkerung.
Nachdem das Viertel renoviert wurde, ist es seit den 1990er Jahren zu einer beliebten (und teuren) Wohngegend geworden.
Hier machten wir eine Pause in einem der zahlreichen Cafés und aßen eine der riesigen Zimtschnecken.
Gestärkt und mit einem etwas zu vollen Magen machten wir uns dann an den Aufstieg zum Skansen Kronan.
Von der Festungsanlage wurde nie ein Schuss abgefeuert, aber heute hat man von dort einen schönen Blick über die Stadt.
Nach unserem Abstieg trafen wir auf die Rennstrecke des Göteborg Varvet, einem Halbmarathon, der an diesem Samstag gerade in der Innenstadt stattfand.
Unser Weg führte uns an der Laufstrecke vorbei, die von vielen Zuschauern gesäumt war.
Gar nicht so einfach war die Überquerung der Strecke, da es so viele Teilnehmer am Lauf gab. Schließlich schafften wir es aber doch zur Kungsportsavenyn, der Prachtstraße der Stadt.
Auf dem Götaplatsen am Ende der Avenyn drehten nicht nur die Läufer, sondern auch wir wieder um.
Einen letzten Abstecher machten wir noch in den Trädgårdsföreningenspark.
Dort gibt es auch ein altes Palmenhaus mit einem an diesem Tag sehr tropischen Klima.
Am Hauptbahnhof stiegen wir dann in den Bus: Wegen des Laufs mussten wir auf den Schienenersatzverkehr ausweichen, weil keine Tram durch das Zentrum fahren konnte.
Wir erreichten das Schiff aber trotz einer etwas längeren Fahrtzeit noch rechtzeitig. Am Abend ging es dann wieder zurück nach Kiel.
