Tuut, tuut, klappt die Läden ein, der Zug kommt 🚂 ...
Ganz spontan beschließen wir mit dem Zug zu fahren, von Mae Klong nach Ban Laem und zurück. Für diesen Zug geht die Fahrt von Endstation zu Endstation. 40 Kilometer, 1 Stunde....


Veröffentlicht: 16.01.2026


































































































Amphawa – Baanrak Amphawa
Amphawa ist der Ort – Baanrak Amphawa ist unsre Unterkunft. Sie macht diesen Ort zu etwas Besonderem. Eine warmherzige Freundlichkeit empfängt uns, eine Fürsorge, eine Hilfsbereitschaft, eine Aufmerksamkeit, Bescheidenheit, Großzügigkeit wie so noch nicht erlebt. Bee, die Besitzerin, mit ihrer Familie und ihrem Personal, alle in einem eingespielten und respektvollen Miteinander.
Thailand in einer Kleinstadt, ein beschauliches Leben, wir bleiben 8 Tage und erleben Veränderung. Keine große Veränderung. Gegen Wochenende wird der Ort von Touristen besucht – alle wollen den Floating Market erleben. Am meisten sind thailändische Touristen dabei, die es genießen einen Wochenendurlaub hier zu verbringen. Dabei gibt es in Amphawa selbst keinen Floating Market, es findet kein Verkauf übers Wasser statt. Trotzdem ist es ein beliebter Ort zum Verweilen, der auch am Wochenende entspannt und nicht überfüllt ist.
Floating Markets gibt es an mehreren Orten. Einmal in Maekhlong, sehr touristisch – vom Warenangebot bis zu den Besuchern. Die meisten Touristen kommen als Tagesausflügler, besuchen diesen Floating Market und den Train Market, fotografieren sich und sich und nochmal sich und das Spektakeldrumherum. Das Spektakel, fotografiert zu werden, haben wir ja auf unsrer Fahrt im Zug durch den Markt genießen dürfen 😅.
Nun, wir haben Glück und können noch einen „echten“ Floating Market in Takha besuchen. Dort schauen wir dem regen „local“ Kauf und Verkauf über Wasser zu. Genüsslich trinken wir einen frischen, „handgemachten“ Kaffee und danken Bee, die uns in ein Tuk-tuk setzte und dort hinbringen ließ.
So wie sie durch ihren Bruder uns zu einer Kokosnussplantage bringt. Dort wird Kokoszucker hergestellt, nach traditionellem Handwerk. Faszinierend, was man alles von einer Kokospalme verwenden kann.
Es geht noch weiter😃: Bee, ihr Bruder und wir machen einen gemeinsamen Ausflug zu dem historischen Palastkomplex Phra Nakhon Khiri, unter damaliger Herrschaft des Königs von Siam, Rama IV. Eine verehrte Stätte, ein König, der die Ruhe suchte und sich auf einem Berg mit wunderbarer Aussicht zurückzog. Leider sind keine Fotos erlaubt. Ein Regierungssitz mit Atmosphäre, einem Tempel, einer Pagode. Eine Gebetsstätte mit einem Raum zum spirituellen Rückzug für den König– das täte manchem Politiker heute auch gut.
Auch einen Tag mit einem Moped unterwegs zu sein genießen wir. Eine Fahrt ans Meer, zum Train Market und die spontane Zugfahrt, die ein Höhepunkt wird!
Amphawa. Eine freundliche, kleine Stadt, die sich nach den Touristen am Wochenende richtet und ansonsten recht ruhig ist. Montags, nach dem für uns überschaubaren Rummel, versinkt der Ort in einen Dornröschenschlaf.
Wir laufen täglich am Fluss entlang und dabei fällt uns auch hier auf, dass Häuser leer stehen, zur Vermietung oder zum Verkauf im Angebot sind. Covid-19 hat überall seine Spuren hinterlassen, die Einschnitte sind sichtbar. Wir stellen dankbar fest, wie gut wir persönlich und in unserm Land doch durch diese Zeit gekommen sind.
Nun geht es heute Nacht mit dem Nachtzug (*) nach Padang Besar – dem Grenzübergang nach Malaysia. Wir werden vorsichtiger mit unsrer Vorfreude, wissen nicht, wie sich Malaysia die letzten Jahre verändert hat. Die Auswirkungen von Corona? Eine inzwischen konservativere, strengere Politik? Wir werden es sehen und unsre Reisepläne entsprechend anpassen.
Jetzt heißt es Adieu. Adieu Baanrak Amphawa! Dort zum Abschluss gewesen zu sein versöhnt. Es ließ uns Thailand neu und anders erleben. Ein Segen.
(*) ...und wer fährt uns zum Bahnhof? Der Bruder mit der Frau Mama, die mir zum Abschluss noch ihren Strohhut mit Blumendekor schenkt. Wir waren gerne mehr als "nur“ Gäste 🥰
