Aramon nach Viviers
Nach Viviers waren es ca. 80 km, gegen den Strom, wenngleich in den Stauhaltungen die Strömung sehr gering ist, unsere Zeitkalkulation sagte trotzdem eine Fahrzeit...


Veröffentlicht: 14.05.2025


























Montélimar steht heute auf dem Programm, bekannt durch die traditionelle Herstellung von Nougat. Ich musste mich erst einmal von der Vorstellung lösen, dass es sich dabei um das braune Zeug handelt, das ich als Kind so gerne bei meinem Großvater in der Bachstube mit dem Esslöffel aus dem Eimer genascht habe, das war die Füllung der leckeren Hörnchen, die Franzosen würden das als gefüllte Croissant verkaufen.
Weit gefehlt, bei dem Nougat aus Montélimar handelt es sich um weißen Nougat, Wikipedia beschreibt das Zeug wie folgt, Zitat:
“ Die Geschichte des Montélimar-Nougats geht angeblich bis auf die Griechen zurück, die es nach Zentraleuropa brachten. Die Rezeptur gelangte über Marseille in die Provence, wo die Herstellung im 16. Jahrhundert mit der Einführung asiatischer Mandelbäume begann. Als nux gatum, das heißt „(Kuchen) mit Nüssen“, wird es seit 1700 erwähnt. In Montélimar selbst wird allerdings die volksetymologische Erklärung bevorzugt, dass die Bezeichnung von tu nous gâtes („du verwöhnst uns“) abgeleitet sei.
Das Nougat de Montélimar besteht aus Wasser, Lavendelhonig, Eischnee, gerösteten Mandeln, Pistazien, Zucker, Glukosesirup und Vanille. Beim Nougat Montélimar muss der Samenkernanteil mindestens 30 % betragen, davon 28 % geröstete Mandeln und 2 % Pistazien“
Wir nahmen Kurs in Richtung d Soubeyran Musée du Nougat, hier wird einem die Herkunft, Geschichte und auch die traditionelle Produktion anschaulich vorgeführt. Zum Abschluss dann der Gang durch die sündige Meile, ich kann Euch sagen, auch wir haben uns mit einigen Kilo Hüftgold eingedeckt, wohlweislich, dass wir zur Vernichtung dessen unbedingt Hilfe brauchen, die wir hiermit anfordern.
Danach noch ein kurzer Trip durch die Stadtmitte, als Ziel hatte ich das Café du Temple am gleichnamigen Platz ausgemacht. Ein kurzer Imbiss, die Stadt selbst war wie ausgestorben, vielleicht lag es an der Zeit, Mittagspause, es gab viele Geschäfte, aber irgendwie geschlossen, verriegelt, barrikadiert.
Beim Carrefour wollten wir noch für unseren Kühlschrank und den Speiseplan einkaufen und dann zurück auf den Heimweg.
Es hatte in der Nacht zuvor geregnet, so dass mein erster Offizier deutlich weniger Probleme mit dem Pollenflug hatte.
Am Gustav angekommen haben wir dann auch sofort den Grill aktiviert und kurze Zeit danach stand ein leckeres Essen auf dem Tisch.
Abgerundet haben wir den Tag mit einem Pastis im Bar Restaurant Du Château.
