Breisach, die touristische Hauptstadt des Kaiserstuhls
In Breisach hatten wir einmal auf dem Plan, den Kaiserstuhl zu durchqueren und Freiburg zu besuchen. Da aber mein Chinese sich fußkrank gemeldet hatte waren größere Exkursionen...


Veröffentlicht: 27.06.2025
Die nächste Etappe führt uns von Breisach nach Kehl am Rhein. Beim NC Kehl hatten wir uns angemeldet, wir wurden bereits im Vorfeld bestens betreut, der Hafenmeister hat uns sogar noch einmal angerufen, um uns unseren endgültigen Liegeplatz mitzuteilen.
Wir hatten die Absicht mehrere Tage zu bleiben, weil sich auch Besuch aus der Heimat angekündigt hatte, letztlich mussten wir aber unsere Pläne anpassen, der Pegel in Worms marschierte strikt nach unten, so dass wir damit rechnen mussten, bei unserer Ankunft in Erfelden keine ausreichende Durchfahrthöhe im Altrhein zu haben.
Unseren STB Antrieb hatten wir weiter im Blick, hatten wir doch das Gefühl, dass wir einen leichten Ölaustritt zu verzeichnen haben.
Auf dem Weg bis Kehl legten wir 65,81 Kilometer zurück, laut Navinaut sollten wir auf der Strecke 3 Schleusen finden. Nachdem sich mein erster Offizier bei der zweiten Schleuse anmeldete, bekamen wir die Anweisung direkt hinter dem Frachter einzufahren, was wir auch taten. Wir hatten bereits bei Einfahrt in die Schleuse Rhinau den Frachter Servais vor uns, und der garantierte natürlich für eine reibungslose Schleusung, da die Frachter immer etwas bevorzugt werden. So lagen wir dann in der an diesem Tag zweiten Schleuse backbord an der Schleusenmauer und dann passierte erst einmal nichts mehr. Der Schleusenwärter kam dann sogar persönlich zu uns. Wir hatten Probleme mit dem Funk an dem Tag und es war deshalb keine Funkverbindung mit der Schleusen zu Stande gekommen.
Sein Kommentar, ja so geht das nicht, …..!
Jetzt stellte sich heraus, dass wir uns telefonisch bei der nächsten Schleuse angemeldet hatten, so konnte der gute Mann selbstverständlich nichts wissen. Das wir halb neben dem Frachter lagen hat er dann auch akzeptiert und der Automatismus nahm weiter seinen Lauf.
Also hatten wir statt 3 Schleusen an diesem Tag 4 Schleusen zu bewältigen aber dank des Frachters konnten wir einfach mit einfahren und kamen so hervorragend voran.
In Kehl klinkten wir uns dann aus, haben unseren Hafen angefahren und festgemacht. Direkt im Hafen gibt es ein Restaurant, welches wir bestens empfehlen können.
Im Hafen selbst begegneten wir einer Krautkehrmaschine, ein umfunktioniertes Gerät, ähnlich Radlader aber schwimmend, welches das Gras aus dem Wasser filtert. Auf den ersten Blick mit Erfolg, im Nachgang, wir mussten jeden Tag die Bordeinlässe von Gras befreien. Einziger Minuspunkt, der Hafen, die sanitäre Anlage, das Restaurant, bestens zu empfehlen. Der Hafen hat eine Tankstelle, die wir ebenfalls bei Abfahrt nutzten. 24 Stunden rund um die Uhr Service, allerdings nur im 150 € Takt.
