Tag 3 Helsinki - Oulu
Die Fähre ist pünktlich um 9:00 Uhr in Helsinki angekommen. Es ist wieder ein schöner Tag mit azurblauem Himmel. Kurz zuvor konnte ich ein paar Eindrücke vom Schärenmeer...


Veröffentlicht: 19.08.2020
Welch ein Horror, zum echten Camper werd ich wohl nicht mehr. Nach einer unruhigen Nacht in einem unbequemen Bett hatte ich um 7:00 Uhr genug, bin aufgestanden, die 100m zu den Sanitäranlagen gelatscht, Beisserchen geputzt, geduscht und erledigt was man morgens sonst noch so macht.
Auch mein Motorrad brauchte eine kleine Fliegenentfernungskur, von meinem Helm ganz zu schweigen.
Anschließend meine „Sieben Sachen“ zusammengepackt und nach einem Kaffee an der Rezeption das Weite gesucht. Bezahlt hab ich natürlich vorher.
Mein Mindestziel war heute Rovaniemi die Stadt direkt am Arctic Circle, oder Polarkreis auf gut deutsch. Ach ja, der Weihnachtsmann hat dort auch seinen Wohnsitz!
Wiedermal bin ich gegen 13:00 Uhr bei schönstem Wetter angekommen.
Hab meine Maschine auf einem Parkplatz mit Ticketautomat ganz seitlich abgestellt ohne mir ein Ticket rauszulassen und bin dann einen Kaffee trinken gegangen. Bei meiner Rückkehr, eine halbe Stund später klemmte auch schon ein verdächtiges Zettelchen an meiner Sitzbank. War leider nicht vom Weihnachtsmann. Ein Strafzettel! 50 Euro! Füüünnfffzig! Ich glaub mich tritt ein Elch. Nachdem ich ein oder zwei unschuldige Finnen die gerade des Weges kamen angehauen hatte und gefragt habe ob bei denen noch alles in Ordnung ist, kommt der Ordungsmann um die Ecke. Wer meinen Tag 1 gelesen hat versteht die Parallele. Ich direkt zu ihm hin, meine unschuldigste Miene aufgesetzt und Ihn gefragt ob dieses Zettelchen den von ihm sei, was er nach einem prüfenden Blick darauf auch bejahte. Langer Rede kurzer Sinn, er hat Erbarmen gezeigt und die Anzeige gelöscht nachdem ich ihm gesagt habe das ich gleich die Stadt verlasse. Wie im Wilden Westen..... Somit war meine Weiterfahrt beschlossene Sache.
Da der Wohnort vom Weihnachtsmann (Santa’s Village) und Arctic Cycle auf dem Weg lag, musste mal wieder ein kurzer Boxenstop her.
Ja, ich würde mich ständig wiederholen, die Landschaft is wirklich beeindruckend. Mittlerweile sind mir auch die ersten Elche unterwegs begegnet. Endlose Wälder und unzähliges Seen, so ging es weiter bis zur heutigen Endstation nach 550km „Wilderness Hotel Inari“. Sehr schön am Inari See gelegen und für 99 Euro mit Frühstück nicht zuviel bezahlt. Nach 2 Nächten in einer Fährkabine und einer Nacht auf dem Campingplatz wird sich mein Rücken bedanken.
Nach dem ersten Regenguss seit meiner Abfahrt muss ich euch noch ein Bild vom See machen. Hammer!