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Tag 17 bis 20 Varanasi/ Sanarth - Uttar Pradesh

Veröffentlicht: 18.01.2017

Namaste,

der Zug hält die Tür geht auf und man steht wieder mittendrin im Chaotischen durcheinander. 

Spätestens wenn man vor das Bahnhofsgebäude tritt ist alles wie immer, man wird von allen Seiten umlagert und es wird gefeilscht was das Zeug hält, wär kann den besten Preis bieten für das Tuk Tuk zum 5 km entfernten Guesthouse. Leider findet dieses mal keine vernünftige Einigung statt. Und laufen 5 km fällt aus. Da tibte mich plötzlich einer von hinten an und meinte 100 Rupia Ok ! Und da klotzten sie blöd die Tuk Tuk Fahrer den dieses mal hat der Fahrrad Rikscha Fahrer gewonnen. Und er strampelte was das Zeug hält mitten durch das wilde durcheinander was auch heute wieder herrschte. Er tat einfach dasselbe wie alle anderen Verkehrsteilnehmer auch, nur eines war anders er hatte nämlich keine so extrem Laute Hupe wie die anderen. Er hatte nur eine gewöhnliche Fahrrad Klingel und die Rasselte ununterbrochen. Ach ich vergaß zu erwähnen ich befand mich nun in Varansi. Den Hindus heiligste Stadt. Und es ist auch die Stadt zum sterben, wer in dieser Stadt stirbt kommt wohl direkt in den Himmel. Darum kommen auch sehr viele alte Leute zum Sterben hierher. Um dann Eine letzte Waschung im Ganges zu bekommen und anschließend direkt an einen der 2 dafür bereitstehenden Ghatś verbrannt zu werden.

Am nächsten Morgen war es endlich soweit ich Begab mich zum Assi Ghat (der oberste der insgesamt 84 Ghatś) und so stand ich nun endlich am Sagenumwobenen „Ganges“ die Inder sagen „Mutter Ganga“. Und ließ das Friedliche geschähen einfach auf mich wirken. Hin und wieder sah man die stellen wo die Gläubigen sich im Ganges und seinem heiligen Wasser wuschen. Was für sie scheinbar bedenken los ist, wäre für unser einer der Gnadenlose Rest. Allein die Schwermetalle und das Kloaken Wasser von weiter oben ist bedenklich zudem die Tierleichen und Menschlichen Überreste welche in den Fluss gelangen und gegeben werden. Ja auch Menschleichen kommen in den Fluss weil nur wär eines natürlichen Totes gestorben ist kommt zur Verbrennung. Andernfalls kommen die Leichen wohl direkt in den Fluss. Und wenn man den tag über so an den Ghatś entlang schlendert kommt man ohnehin an diesen 2 Verbrennungsstellen vorbei und man kann sich das alles in Ruhe anschauen was natürlich für uns ein bisschen unheimlich ist.

Die extreme Hitze beißt in den Augen wenn man da ist, der Rauch nimmt einem den Atem. Und am ganzen geschehen nehmen auch hier wieder die Tiere teil. Ziegen, Hunde und natürlich wie immer die Kühe Tümmeln sich in mitten des Geschehens.

Interessant auch zu wissen an einem Tag finden um die 400 Verbrennungen Statt 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Und das Urfeuer mit dem ein jedes einzelne entfacht wird soll wohl angeblich seit 3500 Jahren ununterbrochen brennen. Für mich unvorstellbar aber dies ist gut möglich denn dies ist wohl die am längsten dauerhaft bewohnte Stadt der Welt. Und woher kommt der Name „Varanasi“ ? Ich habe auch das erzählt bekommen. Und Zwar gibt es hier wohl zwei kleinere Flüsse die in den Ganges fliesen zum einen der Varana und zum anderen der Assi daraus ergibt sich der Name „Varanasi“

Am nächsten Tag wurde ich erst einmal ausgebremst den mein Magen hat wohl das eine oder andere nicht so gut vertragen. Aber es gab trotzdem keine Zeit zu verlieren und ich nahm mir ein Tuk Tuk nach Sanarth der Ort liegt ca. 12 km entfernt und ist wieder Buddhistisch geprägt. Geschichtlich gesehen predigte hier wohl Buddha 530 v.Chr. und nur 5 Wochen nach seiner Erleuchtung das erste mal und setze wohl damit das Rad der Lehre (dharmachakra) in Bewegung. Und genau da steht heute die Dhamekh Stupa. Leider war es wie erwähnt Magenbedingt nicht mein Tag und somit nahm ich schon nach kurzer Zeit das Tuk Tuk für den Rückweg.

Am dritten Tag hier ging es früh zum Sonnenaufgang mit einem Ruderboot raus auf den Ganges. Des weiteren besuchte ich noch das „Ramnagar Fort“ gegenüber vom „Assi Ghat“ leider nicht so gut in Schuss. Und durch ein Missverständnis mit dem Tuk Tuk Fahrer gelangte ich noch zum „New Vishnawantha Tempel“ dieser ist viel größer wie der andere mit ähnlichen Namen in der Stadt. Aber diesen kann man problemlos besuchen und besichtigen. Bei dem anderen hat man angeblich Schwierigkeiten hereinzukommen und daher habe ich diesen dann auch nicht extra besucht.

Den Tag ließ ich dann noch einmal am Ganges an mir vorbei schweifen. Und am Abend nahm ich den Nacht Zug zu meinem nächsten Ziel und damit verlasse ich den Staat „Uttar Pradesh“. Nächster Ort heißt Rajgir in der nähe von Patna und damit geht es nach Bihar.

Namaste


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