Umzug Oficina - Tereré und dann...

Was bisher geschah....

Dieser Umzug war seit 5 Monaten geplant und sollte eigentlich abeschlossen sein, bevor wir kamen!

Während unseres Kurzurlaubs nach Bariloche war es dann soweit, Po Paraguay ist aus dem schönen Co-Working Office ausgezogen und hat sich nun in einer Klinik der "Operation Smile" in 2 Räumen eingenistet. Ein Schritt nach vorne für Po; finanziell und auch an der Größe des Platzes gemessen. Trotzdem fühlte es sich anfangs ganz und gar nicht nach Fortschritt an...


Trotz eineinhalb Wochen Zeit für einen geregelten Umzug während unserer Abwesenheit kehrten wir in eine schön paraguayisch, chaotische Übergangslösung zurück. Die Werkstatt war zwar schon komplett eingeräumt und funktionsfähig, aber das andere Büro (also unseres) noch nicht ganz.... ein Fenster sollte noch installiert werden. Und da niemand Lust hat in einem fensterlosen kleinen Raum mit Leuchtstoffröhrenlicht zu arbeiten, und da uns zu dieser Zeit die Klinik alleine zu Verfügung stand, wurde das Büro kurzerhand in den Flur vor der Werkstatt verlegt. Praktisch: Direkt in den Luftstrom der Giga-Klimaanlage :D

Übergangs-Büro

Endlich war der Tag gekommen an dem das neue Fenster verbaut werden sollte. Gleich zu Beginn hörte man einen, der wohl für Paraguay typischsten Sätze: "So, wir haben jetzt alles beisammen, trinken erstmal einen Tereré und DANN fangen wir an". Anschließend wurde tatsächlich das Loch in die Ziegelwand geklopft, mit einem Hammer zu klein um außerhalb eines Spielzeug-Baukastens einen angemessenen Platz zu haben. :D Hat dementsprechend auch 2 Tage gedauert und dann wurden mit dem Schutt übrigens Löcher im Parkplatz aufgefüllt. :D

Da kann man gar nicht genug Kopf schütteln :D

Eine ganze Woche später kamen die Tische und der Umzug wurde vollendet. Das Büro fühlt sich mit Fenster, Tischen und Leuten gleich viel weniger klinisch an (:

Endlich ein richtiges Büro.

Man fühlt sich noch nicht ganz wohl in dem Gebäude und gerade vor der Küche ist doch EINIGES an Ekel vorhanden. Das kann durchaus an der unfassbar großen Anzahl an Kakerlaken dort liegen. Außerdem kein Fenster und Klimaanlage auf polar.... Deswegen gehen wir eigentlich mittags jeden Tag in einen Laden um die Ecke wo man für unter 2€ günstig und lecker aber ungesund essen kann (Viel Fleisch, Fett und entweder Nudeln oder Kartoffeln in großen Portionen)

Wenn man dannach keine gute Siesta machen kann, dann weiß ich's auch nicht....

Aber wir sind guter Dinge. Jetzt müssen wir nur noch eine Lösung für die stickige, kleine Küche und die Moskito-Übeltäter finden und dann kann's losgehen ;)

Und jetzt....

Nun, circa 4 Wochen später haben wir uns ganz gut eingelebt. Ari und ich sitzen in verschiedenen Büros und arbeiten an unterschiedlichen Projekten. Hansi hilft in der Werkstatt und tüftelt an einem Setup für einen Teststand und Ari arbeitet an ihren eigenen Design Projekten um die Prothesen zu verbessern.  Dadurch wird mehr Spanisch gesprochen und wir kommen mit den anderen deutlich mehr in Kontakt. Das tut uns beiden sehr gut (:

Po's Werkstatt

Zweimal die Woche geht's hier richtig rund. Dann sind die Sprechstunden der Klinik und die Flure sind voll mit süßen, schreienden Kindern und gestressten Mamas und Papas.


Die Küche ist sauberer, man hat sich an die unterschiedlichen Wege gewöhnt, es schwirren weniger Mücken rum, mittags sitzen wir draußen, essen mitgebrachte Sachen, die man nicht in Kontakt mit der Küche bringen muss (meistens Salat ;)) und machen Picknick auf Plastikstühlen. 

Mittägliches Picknick

Zugegeben, die ein oder andere Kakerlake versetzt ab und an schon noch das ganze Büro in Aufregung, aber bald kommen noch mehr Farben und Bilder, vielleicht sogar ein Lunch-Bereich und wir sind mittlerweile schon richtige Kumpels mit den Leuten von Operación Sonrisa! Übrigens auch eine sensationelle, weltweite non-profit Organisation, die Kinder mit Lippen- und Gaumenspalte umsonst behandelt! Da erlebt man in unserem neuen Büro (also deren Klinik) doch nochmal ganz andere, beeindruckende und schöne Begegnungen!


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