Irland Tag 7 - Ode to joy
Nach einem leckeren Frühstück mit den typischen irischen "Scones", einem süßen Gebäck mit Rosinen, trafen wir uns zu einer einstündige Probe in der Trinity Church in Westport....

Veröffentlicht: 12.06.2022




































































Nach dem Frühstück mussten wir bereits wieder unsere beiden Busse beladen, da es für uns heute etwa drei Stunden weiter südlich Richtung Limerick ging. Auf dem Weg dorthin legten wir jedoch noch einen anderthalb stündigen Stopp in dem vor allem durch Ed Sheerans Song "Galway Girl" bekannten Städtchen Galway ein. Galway bezauberte mit tollen kleinen Gässchen und wunderschönen Restaurants und Pubs. Viele fanden hier auch noch das ein oder andere Mitbringsel für die Liebsten zu Hause.
Kurz vor ein Uhr ging es dann weiter nach Limerick, genauer gesagt auf den Campus der "University of Limerick". Dort bezogen wir jeweils zu sechst Appartements in den Studentenunterkünften. Jeder hat ein eigenes Zimmer mit Bad und man teilt sich zu sechst einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche. Ein richtiger Luxus nachdem man die letzten Nächte teilweise zu 18. in einem Zimmer geschlafen hatte :)
Um halb fünf machten wir uns auf in die Konzerthalle auf dem Campus. Dort fand zur Eröffnung des dreitägigen "International Choral Festival: Limerick sings" zunächst ein Tenebrea Workshop mit anderen Chören zusammen und am späteren Abend noch ein Konzert von "Tenebrea" statt. Der Workshop wurde von Nigel Short geführt, einem ehemaligen Kings Singer, der das professionelle Vokalensemble "Tenebrea" 2001 gegründet hat und seitdem leitet. Zum Einsingen und um uns zu fokussieren sangen wir gemeinsam "My Bonnie is Over the Ocean", wobei wir bei jeden M klatschen und bei jedem B uns setzten beziehungsweise beim nächsten B wieder aufstehen sollten (probierts mal aus, das ist gar nicht so einfach:D). Dann erklärte er uns worauf es bei "Tenebrea" besonders ankommt - die Gruppe agiert als ein Ganzes, sie hören gegenseitig auf den Atem und achten die Körperbewegungen der anderen, so entsteht eine Einheit. Nigel Short hatte uns zwei Stücke mitgebracht die er mit uns üben wollte, da jedoch nicht alle Teilnehmenden problemlos vom Blatt singen konnten, lernten wir jeweils nur etwa die erste Seite und versuchten dabei die Tipps von Nigel Short umzusetzen. Er wies uns auch darauf hin wie wichtig es sei, immer locker und nicht mit durchgestreckten Knien dazustehen, sondern eine offene Körperhaltung anzunehmen, würden doch ansonsten bis zu 25% der Lungenkapazität verloren gehen. Wir konnten in jedem Fall einige wichtige Dinge aus dem Workshop mitnehmen.
Um 19:30 Uhr durften wir uns dann einen Eindruck davon verschaffen was Nigel Short mit "Tenebrea" geschaffen hatte. Eine Gruppe von zehn Sänger*innen betrat die Bühne und verzauberte die Konzerthalle für über eine Stunde. Es war Wahnsinn welch anspruchsvolle Literatur die Gruppe mit einer Präzision und Klarheit präsentierte - wir waren absolut begeistert!
Im Anschluss an das Eröffnungskonzert gab es dann für alle noch ein sehr leckeres Barbecue mit fantastischer irischer Live-Musik und einer Tänzerin und einem Tänzer, die ihre Beine so schnell bewegen konnten, dass einem schwindelig wurde.
Da wir am nächsten Tag jedoch mit den anderen Chören "Sweet child of mine" in einem Arrangement singen sollten, das wir noch nie gesungen hatten, ging es für uns verhältnismäßig früh auf die Zimmer und die einzelnen Stimmgruppen trafen sich noch zu einer Probe um 23 Uhr. Danach fielen alle sehr müde ins Bett.
