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Sonntag, 16. Februar 2020


Die letzten vier Nächte habe ich in Wanaka verbracht, einer superschönen, ruhigen Stadt, die trotzdem viele Bars und Restaurants am See hat und in der auch viele Aktivitäten zur Auswahl stehen, wie wandern, Mountainbike oder Kayak fahren (was ich natürlich alles gemacht habe :D). Weil ich die Stadt so ansprechen fande und ich mich gleich total wohl gefühlt habe (das Hostel bakpaka war auch der Hammer!) habe ich die geplanten 2 Nächte auf 4 verlängert.

Der nächste Stop ist am Lake Tekapo geplant und da die öffentlichen Verkehrsmittel sehr begrenzt sind und ich ein Pass habe für den Intercity-Bus, bin ich auf diesen angewiesen. Blöd nur, dass alle Plätze im Bus für die Fahrt von Wanaka nach Tekapo schon belegt waren. Was mache ich jetzt? Ich testete aus, ob ich eine Teilstrecke buchen konnte, was schließlich auch funktioniert hat. Und die andere Strecke? Hitchhiken! Etwas anderes blieb mir nicht übrig. 

Ich stand also heute Morgen früh auf, lief 30 Minuten zu einer Straße, an der die vorbeifahrenden Autos sicher in die richtige Richtung fahren würden und hoffte, dass mich jemand mitnahm und ich jechtzeitig an dem Ort ankam, an dem der Bus mich dann aufnehmen würde. 

Da es morgens war, waren leider nicht viele Autos unterwegs. Ein Auto nach dem anderen fuhr an mir vorbei, bis eines doch 5 Meter hinter mir anhielt und genau zu dem gewollten Ort fuhr. Ich war wirklich glücklich und stieg zu dem Pärchen in das Auto. 

Die beiden waren etwa 40 Jahre alt und super lieb. Sie kommen aus Südafrika und sind vor 5 Jahren nach Neuseeland, Christchurch ausgewandert. Wir redeten die Fahrt über viel und dann stellte sich heraus, dass sie sogar am Lake Tekapo vorbeifuhren und sie mich bis dahin mitnehmen konnten. Jackpot!!! Etwas besseres hätte mir nicht passieren können! 

Nach vielen hilfreichen Tipps für Neuseeland und einen Austausch über das Reisen und über den Moskato-Wein kamen wir sehr schnell in Tekapo an. Die beiden stiegen noch mit mir aus und fragten, ob ich noch einen Kaffee mit ihnen trinken möchte. In Deutschland trinke ich keinen Kaffee, doch hier gibt es den „Flat White“, der schmeckt wirklich sehr gut, also nahm ich das Angebot dankend an. Wir tranken und aßen also etwas zusammen. Die beiden haben mich dazu eingeladen und wollten kein Geld von mir für das Essen und die Fahrt annehmen. Sie waren so großzügig und hilfsbereit und ich war und bin immer noch so glücklich und dankbar dafür. 

Ich möchte auch so herzlich und großzügig sein, wie dieses Pärchen, denn alleine durch kleine Gesten kann man die Welt zu einem besseren Ort und Menschen glücklich machen. Es geht nicht nur um das direkte Geben und Nehmen von Dingen. Durch das Geben bekommt man Dankbarkeit. Ich denke dadurch, dass ich nur „genommen“ habe, werde ich in einer nächsten Situation vielleicht nur geben und auch darüber sehr glücklich sein. 

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Es kommt alles zurück“, oder was ich jetzt gelesen habe „Tue Gutes und Gutes wird dir begegnen“.

Nach dem Tipp von dem Pärchen habe ich gleich im Hostel Voucher auf bestimmten Webseiten für die Hot Pools in Tekapo und eine Stargazing Tour gebucht, die es im Internet ziemlich günstig zu kaufen gibt. Hier am Lake Tekapo soll man die Sterne am schönsten sehen können. Ich bin schon sehr gespannt.

Leider ist mir aufgefallen, dass ich vergessen habe den Schlüssel vom letzten Hostel abzugeben und werde ihn jetzt mit der Post zurückschicken. 


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