Tag 12 Sonne und Highway und Höhenmeter
Schon früh machte ich mich um 7 Uhr am Lake Okaro auf, da ich eine Thermalquelle namens Wai-o-Tapu etwas außerhalb besuchen wollte, wo um 10:15 ein Geysirs ausbricht. An der...


Veröffentlicht: 14.02.2017
Morgens früh in Taupo erntet ich am Bus von einem Mitarbeiter von Intercity, dem einzigen Busbetrieber auf der Nordinsel, bei dem man eine Chance auf die Mitnahme des Fahrrads hat, sehr skeptische Blicke. Er sagte, ich müsste bitte den Lenker und Sattel abbauen, beide Räder ausbauen. Ich hoffte auf eine kurze Verhandlung über die Umbauarbeiten an meinem Fahrrad, weil ich trotz Schnellspanner das Hinterrad nicht ausbauen wollte. Ich bot ihm an, bis auf das Hinterrad alles so umzubauen, damit mich der Bus mitnehmen kann. Wie sich rausstelle, war der Mann, mit dem ich sprach, tatsächlich der Busfahrer war, der die Tour von Taupo nach Wellington über Waiuru fuhr. Nachdem alles sicher verstaut im Gepäckfach lag, war dies meine bisher beste Busfahrt, weil der zuvor etwas mürrische Fahrer wie ausgewechselt über die Umgebung sprach. Dies war keine gewöhnliche Fahrt mit einem Linienbus, es war mehr eine Sightseeingtour durch karges Land. Man merkte, er liebt die Natur und die Geschichte! Der Highway schlängelte sich durch den Tongariro-Nationalpark. Ein beeindruckendes Bild vom Mount Ruapehu, dem mit etwas über 2800 Meter höchstem Berg der Nordinseln, bot sich uns!
Angekommen in Waiuru baute ich mein Fahrrad zusammen und fuhr los.
Ich fuhrbei bei ausgesprochnem guten "Fahrradwetter" (leicht bewölkt und 22 Grad) auf einem Highway, der bis zu einer Holzfabrik von Trucks durchaus stetig befahren war, von dort aus hatte ich mit 20 Kilometern ungefähr noch die Hälfte vor mir. In Ohakune angekommene, bin ich direkt zum Touristenzentrum der Stadt. Die nette Dame namens Cathy half mir gerne, sagte mir aber, dass die kommenden zwei oder drei Tage leider keine Jetboat-Tour aufgrund von starkem Wind und Dauerregen möglich sei. Auch sollte man die Strecke mit einem Mountainbike fahren. Die sollte ich mit Jo, der Frau vom Besitzer des hiesigem Bikeshop besprechen. Auch dort war die Aussage, das ich frühestens am Donnerstag das Boot nehmen kann und sie unter keinen Umständen mit schwerem Gepäck mit einem Tourenrad die Strecke fahren würde. Mit einem mulmigen Gefühl steuerte ich nach den Gesprächen den einzigen Campingplatz im Ort an. Ich wollte mir am Abend überlegen, wie ich meine Reise weiterführe...