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Pferdeabtreib - oder einer der besten Tage - Part 2

Veröffentlicht: 06.10.2019

Nachdem wir uns entschieden hatten, nicht im Tal zu warten ritten wir zum allgemeinen Treffpunkt - bei dem es auch eine längere Pause für unsere die Pferde geben sollte. Entscheidung war goldrichtig, da wir nach ein paar Metern feststellen mussten, dass eines unserer Pferde ein Hufeisen verloren hatte. Magnus telefonierte kurz mit seinem Vater Elias und wir trafen ihn dann auf der Farm wo in isländischer Manier ein Eisen aufgeschlagen wurde - kurz und schmerzlos. Dann habe wir alle unsere Pferde in eine Koppel gepackt, zu allen anderen, in Deutschland nicht denkbar, da gäbe es nur Schlägereien, aber hier in Island ist halt alles anders. Am Zaun lagen nebeneinander gefühlte 100 Sättel mit den jeweiligen Zaumzeugen und dem ein oder anderen Reithelm. In einer Scheue gab es dann ein sehr leckeres kaltes Buffet mit belegten Broten, Kuchen, einer riesigen Schüssel Thunfischaufstrich sowie Kaffee und heißem Kakao. Interessanterweise keinen Alkohol, außer man hatte ihn selbst mitgebracht. Das hielt die Isländer aber nicht davon ab eine kleine Nachmittgasparty mit gemeinsamen Singen zu machen. Nach ca. 2 Stunden gab es ein herrliches Schauspiel, wir konnten zuschauen wie aus ca 80 Pferden jeder versuchte sein eigenes Reittier wieder zu finden. Ganz besonders auch deshalb, weil das ein oder andere dieser Pferde sich nicht unbedingt gerne einfangen ließ. Wir warteten bis fast alle ihre Pferde hatten und es wurde tatsächlich keines vertauscht, bis auch wir unsere einsammelten. War noch ganz lustig, da auch die unseren dachten, hey auch wir könne uns ein wenig lustig verhalten und die Reiter etwas auf die Rolle nehmen. Die Pferde spürten, daß etwas in der Luft lag und waren total aufgedreht. Am Sammelpunktdann warteten wir noch einige Minuten und dann ging der Ritt unsers Lebens los. Ich bin noch nie so schnell mit soviel anderen geritten. Unsere Pferde hatten den größten Spaß und die Challenge lag darin nicht alle anderen zu überholen um dann irgendwann die ganze Truppe anzuführen. Zumindest haben sich Goa und auch das Pferd von Petra, Gletta in dieser Rolle gesehen. Es war absolut irre, mein Adrenalinspielgel schoss in die Höhe und wir bekamen das Lachen nicht mehr aus unseren Gesichtern. Es war ein sehr besonderes Erlebnis mit deiner ganzen Herde freilaufender Pferde mit ganz vielen hervorragend und extrem schnell reitender Isländer. Dann ging es nur darum mitzuhalten. Aber wie ich mir fast schon dachte, ich hatte das perfekt Pferd. Als alle Pferde und Reiter dann am Ziel angekommen waren um über Nacht gemeinsam auf einer Koppel zu stehen, ritten wir die letzten 500 Meter nach Hause und konnten uns irgendwie überhaupt nicht beruhigen. Am Stall angekommen und die Pferde versorgen war zügig erledigt und das erste Bier des Abends schmeckte einfach genial. Wir konnte uns auch noch gar nicht loseisen, und dass obwohl Magnus Mama groß aufgekocht hat und wir zum essen gehen sollten. Es gab Lammsuppe und danach ging dann jeder duschen, um sich für die eigene Stallparty fertig zu machen. Die war dann mega lustig, alle Isländer die kamen tanzten, während Magnus mit Kitti zusammen für die Life Musik gesorgt hat. Ein sehr spaßiger Abend und der perfekte Abschluss für eine perfekten Tag.

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