Zur Nordsee
vakantio.de/mit-ziel-nordsee

Sonntag 2022/09/18

Heute war es an der Nordsee in etwa so, wie man es sich zu Hause vorstellt: Kräftiger Wind, starker Wellengang und viel Volk, das dem Strand entlang spaziert. 

Wir sind noch vor dem Mittag mit dem Velo los vom Camping in Vrouwenpolder und über Domburg nach Westkapelle gefahren, dem westlichsten Zipfel der Halbinsel Walcheren im niederländischen Zeeland. Bis 1871 war Walcheren eine Insel. Das Wetter hat uns erfreulicherweise geschont – es regnete erst nach unserer Rückkehr zum Camping wieder ergiebig. Die Dünen und Strände vor Oostkapelle und Domburg sind grossartig. In diesem Abschnitt sind vor allem die Surfer anzutreffen. Viele Strandcafés laden zum Verweilen ein, ein Angebot, dem wir gerne zugesprochen haben. Vom Strandcafé in Westkapelle aus kann man den Schiffen beim Ein- und Auslaufen in den Oostgat zuschauen.

Westkapelle kann mit drei Leuchttürmen punkten, von denen wir einen bestiegen haben – den 't Hoge licht. Er war in früheren Zeiten ein Kirchturm, wird aber schon lange als Leuchtturm genutzt und besitzt eines der stärksten Leuchtfeuer Europas (die Bretonen würden da bestimmt energisch Einspruch erheben!). Piet Mondrian hat 1908 ein weltberühmtes Bild davon gemalt, das heute im Kunstmuseum von Den Haag zu bestaunen ist.

Den Leuchtturm ’t Lage Licht auf dem Deich, der auch Noorderhoofd genannt wird, haben wir nur von aussen bestaunt und fotografiert. Er ist offenbar eines der Dinge, die in Westkapelle am meisten fotografiert werden. 16 Meter hoch und mit 4 Stockwerken steht er seit 1874 auf dem Deich. Etwas oberhalb gibts einen Vogelbeobachtungspunkt, von dem aus Hobbyornithologen mit Fernrohren und Teleobjektiven bewaffnet vorbeiziehenden Zugvögeln abpassen. Adleraugen und sehr viel Geduld sind Voraussetzung.

Kommentare

Reiseberichte, die Dich auch interessieren könnten:

Valkenburg

Radel ohne Tadel

Gugelhupf in Strassburg

Ein Stadtbummel durch das UNESCO Weltkulturerbe