Strandbeesten in Den Haag
Design, Mode und Kunst im Art Deco Gebäude

Veröffentlicht: 12.10.2022




















Muss man Liège unbedingt gesehen haben? Wahrscheinlich nicht. Liège (Lüttich/Luik) ist keine Stadt, die ihre Schönheit gleich dem Erstbesten auf die Nase bindet. Zudem ist sie im Zentrum gerade eine einzige Baustelle, weil eine neue Trambahn gebaut wird.
Aber nur schon das ist ein Hinweis darauf, dass man hier an die Zukunft glaubt. Ein anderes solches Signal wäre der 2009 fertiggestellte, von Santiago Calatrava entworfene spektakuläre Hauptbahnhof Liège-Guillemins. Aber da wir gegen Ende unserer zweimonatigen Reise nur noch einen kleinen Stadtbummel vorhatten, haben wir diese Attraktion leider verpasst.
Dafür haben wir eine andere Entdeckung gemacht: Die St.-Pauls-Kathedrale mitten in Lüttich ist absolut sehenswert. Insbesondere wegen der grossartigen Buntglasfenster aus dem 16. Jahrhundert.
Ergänzend dazu entwarf der Zürcher Künstler Gottfried Honegger, ein Vertreter der konstruktiv-konkreten Kunst, für die gotische Kathedrale achtzehn Oberfenster für Mittel- und Querschiff. Sie wurden als Glasmosaik in Kupferfassung in Chartres gefertigt und 2013 und 2014 in der Kirche angebracht. Das feine Spiel mit Licht und Farben ist unerhört schön.
Aber auch sonst hat die Universitätsstadt einen ganz eigenen Charme, weil sie einfach so ist, wie sie ist. Ohne anders sein zu wollen. Wohltuend entspannt. Und so war es auch unser Stadtbummel.
