Afionas und Porto Timoni
5 Uhr, schnell fertigmachen, Sachen packen, spätestens um halb 7 wollen wir los zum Porto timoni. Wir entscheiden uns so früh zu fahren, denn wir wollen die Mittagssonne beim...

Veröffentlicht: 06.08.2021



































































Wir verlassen Agios Giorges. Zuvor wollen wir das morgendliche Schwimmen genießen, stellen aber fest, dass das Wasser heute äußerst wild und verdammt doll vorgedrungen ist. Bei dem Versuch reinzugehen, klatschen uns diverse Steine gegen die Füße und Schienbeine, das schmerzt. Raus aus dem Wasser. Noch schnell das Handy eines schlafenden (Partyüberbleibsel-)Gastes retten und ab zum Frühstück aufm Balkon.
Die Korfioten - ich mag sie sehr, aber wenn es ums Parken und Autofahren geht, sind sie skurril. Ich halte nur zum Einladen des Koffers für 30 Sekunden und wir werden bereits angemahnt, vom Mann, der hinter der Gardine stand. Was machte er da? Sehr nervig!
Wie dem auch sei, wir verabschieden uns bei Theresa und versichern ihr, dass sie eine Wahnsinnsunterkunft hat und wir uns sehr wohlgefühlt haben.
In Benitses angekommmen, überraschen wir Martha Und Tochter beim Putzen eines Zimmers. Sie freuen sich über das Wiedersehen und Marina bringt uns mit dem Roller voran in das andere Haus, das auch als Unterkunft dient. Wir fahren in das alte Dorf (hier passt immer nur 1 Auto in die Straße) und kommen bei Villa Oma Martha 2 an.
Sie entschuldigen sich unzählige Male, dass sie nur 1 gemeinsames Bett haben (ich habe nie explizit 2 einzelne Betten geordert😂), später kommt Dimitri mit dem Rad und bringt extra 2 einzelne Zudecken. Sehr gut, auf Sitte wird bei den Griechisch-Orthodoxen geachtet…
Wir machen uns kurz frisch und bringen den riesigen fahrbaren Untersatz zur Rückgabe an den Flughafen - 28€ Tank haben wir in den 4 Tages verfahren, ich finde, das geht.
Von nun an sind wir zu Fuß unterwegs - oder schön gequetscht im blauen Bus, der uns mit deutscher Beschilderung klar macht, dass das PARKIEREN der Schuhe auf den Sitzflächen nicht erlaubt ist☺️.
Der schön beschilderte Bus soll uns nach Benitses bringen - über Korfu Stadt. Wir beschließen in Korfu Stadt bisschen rumzuschlendern und haben den Einfall, mal bereits zu schauen, wo meine Unterkunft ab dem 10.8. sein wird.
Erfreut stelle ich fest, dass das Lilliput Studio nur 70 m von der wunderbaren Taverna entfernt ist, in der Dercia und ich letzten Sommer gespeist haben - als sich der Regen über uns ergoss.
Na da freue ich mich - so nah und vertraut. Ich schlendere zu einem Laden „Brand of Land- Greece“ (https://m.facebook.com/BrandofLand/ ).
Diese individuellen Ohrringe, Tassen, Karten … von Corfu beeindrucken mich, der Plausch mit dem Verkäufer ist inspirierend, er weiß viel und interessiert sich für vieles.
Natürlich empfiehlt er uns die Taverna nebenan, auch ich hatte die Idee dort wieder einzukehren, aber man bedient nicht mehr , da vor dem Betrieb am Abend 1h geschlossen wird. Nun gut, gehen wir halt woanders hin. In Griechenland verhungert man bekanntlich nicht. Und wo landen wir bei Mr.Grumpy - keine Miene, kein Lächeln und kein Brot zu viel.
Petra stellt fest: „Man, sind die auf Korfu geizig mit dem Brot - am besten ich bringe mein eigenes von nun an mit ins Restaurant.“ Recht hat sie. Salat gibt es grundsätzlich ohne Brot, für 1€ bestellt man dazu u erhält meist nur 2 Minischeiben…
Und mir ist bissl übel, ja, schlecht. Ich hoffe, dass mir nur das Öl oder das Gemüse am Abend schwer im Magen liegt, krank werden sollte ich lieber nicht, denn morgen ist Bootstour angesagt. Selfmade…
Über Nacht wird es besser, Gott sei Dank, só fahren wie zur Pontikonisi Brücke, über die man läuft, wenn man zum Kloster und zur Mäuseinsel will. Wir halt noch kurz auf der Brücke, und beobachten die ankommenden Flugzeuge, bei jedem Flugzeug bin ich fasziniert und kann einfach nicht wegsehen. Und dann geht es los: bei Kanonihire werden wir begrüßt und es geht zur Einweisung direkt an Board.
Der Kanonibruder, wie Petra ihn liebevoll nennt, gibt mir zu verstehen: „wer auf Korfu schon auto gefahren ist, kann auch mit dem Boot fahren“. Hmm, na gut. Dann mal her mit den Erläuterungen. Alles erscheint logisch, ich glaube, ich begreife recht schnell, aber als ich das Seil fest machen soll, , nachdem man den Anker geworfen hat, komme ich an meine Vorstellungsgrenzen. Aber es wundert mich nicht. Irgendwelche Formen nachzumachen geht meist schief. Es erinnert mich an das schreckliche Erlebnis, als wir auf Lombok Schiffchen aus Bananenblättern machen sollten…
Hier muss also Petra ran. Später wird sie zur Ankerfrau!
Er fährt eine Runde mit uns und erklärt weiteres, bevor wir schlussendlich alleine los dürfen. Wir haben 8 Stunden Zeit. Wir beschließen den Süden entlang zu fahren. Ich mache mich mehr und mehr mit dem Boot vertraut, Petra versucht zu eruieren, wo genau wir sind, und dann wird es ganz leicht. Es sind sowieso so gut wie keine Boote unterwegs. In einer traumhaften Stelle werfen wir den Anker und springen ins kühle Nass. Das Wasser ist glasklar und schön warm.
Wir beschließen auch, dass wir nicht an einem Strand anlegen. Warum auch? Das Boot haben wir für uns, können dort auch in der Sonne baden und um uns herum ist auch keine Menschenseele im Wasser.
An zwei weiteren Stellen springen wir ins Wasser - naja, gehen die Leiter runter - essen unseren Vorrat auf und merken gar nicht, wie warm es eigentlich ist. Herrlich (Der Sonnenbrand, der sich später am Abend zeigt, macht uns deutlich, wie gut wie die Kraft der Sonne ignoriert haben).
Den Süden der Insel kenn ich gar nicht, aber zum Großteil gefällt mir, was ich sehe. Die Villa Aphrodite hat es uns beiden angetan (https://www.myluxurycorfuvillas.com/). Würde ich mich einmal gern übermäßig von für eine Nacht bezahlen wollen, dann hier ♥️.
Wir reisen zurück -noch schnell wieder tagesfein machen unterwegs - und sind äußerst dankbar für die Erfahrung. Korfu macht es einem schön und leicht. Das dachte sich wohl auch der Kumpel der „Kanonibrüder“ - er ist Deutsch-Korfiote, lebte 10 Jahre in Hamburg und ist nun wieder hier, um das schöne Leben auf der Insel zu genießen (aber nicht einfach so, er arbeitet als Dachdecker).Nach Korfu will man offenbar zurück.
Ein Alster, Kaffee und Cola sollen uns nun als Belohnung dienen. Später wollen wir essen gehen- naja, oder früher. Denn der Bus führt uns genau vor der Nase weg, in 1h kommt erst der nächste Bus. Wir beschließen in das Nisos Restaurant ( https://www.nisoscorfu.gr/ ) gegenüber zu gehen, dort gibt es Salat und Nudeln zum Abendessen.
Oh, der Salat kommt sogar mit Brot. Da schlage wir doch zu. Die Rechnung später verrät uns aber , dass das Brot nicht umsonst war 🥴. Na super. Korfu -I love you, aber mit eurer Brotpolitik gehe ich nicht mit.
Um 20.05 Uhr soll nun der Bus kommen, ja oder erst um 20.55 Uhr … wer steht nicht gern Samstag an der Straße in der Kurve u wartet auf einen vollen Bus?! Also ich schon ♥️
Und wenn dann noch leckeres Gebäck von Martha im Zimmer wartet, kann es nicht besser laufen.