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Afionas und Porto Timoni

Veröffentlicht: 05.08.2021


5 Uhr, schnell fertigmachen, Sachen packen, spätestens um halb 7 wollen wir los zum Porto timoni. Wir entscheiden uns so früh zu fahren, denn wir wollen die Mittagssonne beim Rückweg übern den Berg vermeiden und wir hoffen, einen guten Parkplatz in Afionas zu bekommen sowie den Strand für uns zu haben.

Korfu ist bergig, die meiste Zeit fahre ich nicht schneller als 20 oder 30 km/h. Aber es macht durchaus immer mehr und mehr Spaß. Auf Korfu braucht man Zeit, Autobahn? Was ist das? Mehr als 80km/h? Nur vereinzelt ☺️. Die Entdeckung der Langsamkeit.

Die Straßen sind leer, alles schläft noch, nicht einmal die Bäckereien haben um 7:00 Uhr oder auch später um 7:30 Uhr geöffnet. Ein Brötchen auf die Faust, das wird dann wohl nix ( aber kein Problem, das Frühstückspaket liegt im Kofferraum).

Petra kann die engen Gassen hier einfach nicht begreifen und fragt sich: „Hilfe, in welches Wohnzimmer fahren wir denn nun rein?“☺️

Das Handynavi leistet hervorragende Arbeit, als mir plötzlich dämmert: „hier war ich schon mal vor einem Jahr . Und hier hat uns das Navi auch im Kreis geführt.“

Tja, und das tat es auch dieses Mal. Wirklich nervig.

Nach 1,5h erreichen wir Afionas, das kleine Bergdorf, das so schön ist, dass es mich erneut berührt.

Wir ziehen die Wanderschuhe an und ziehen los, der Abstieg dauert max  45 Minuten, aber es geht halt steil bergab. Ist ja nicht meins, meine Angst zu fallen ist wieder an meiner Seite, es geht vorsichtig bergab. Petra schlägt sich gut, ist auch umsichtig und vorsichtig. Die Sonne scheint, aber ihre Kraft ist kurz nach Sonnenaufgang noch nicht so ausgeprägt, es lässt sich aushalten. Petra geht vor mir, ich sage ihr, weiter geradeaus, statt links, und dann wird sie was tolles sehen. Sie tut wie ihr empfohlen, und sieht den Porto Timoni unter sich☺️.( https://www.feelgreece.com/en/porto-timoni-beach-corfu ).

Die Zwillingsstrände lassen jede Anstrengung vergessen!

Wenn mann von oben schaut, sieht man links die Seite, bei der das Wasser grün scheint, und die andere Seite, bei der es blau ist. Wir starrten mit der blauen Seite, ca 5 weitere Personen sind auch da, nur ein Kind ist im Wasser. Als ich meine Füße reinhalte, weiß ich auch warum: es ist arschkalt. 🤔 komisch, bin ich nicht letztes Jahr ins Nass gesprungen? Dann kann es ja nicht kalt gewesen sein.

Ach ja, das war auf der grünen Seite- wir ziehen um. Keiner da, ja, auch hier kostet es Überwindung, aber es ist etwas wärmer. Und im Wasser drin, ist es wunderschön. Allein, mit Blick auf das Meer und auf die Berge.

Wir genießen die Zeit und stellen fest, dass alle anderen Besucher auf die blaue Seite gehen. Dort sind weniger Steine und das Meer ist komplett ruhig. Besser für uns Grünen☺️.

Noch vor der Mittagshitze wollen wir zurückgewandert sein, diesmal ja bergauf. Uns kommen viele Besucher entgegen, und uns ist unklar, wie man mit Flipflops oder ähnlichem unpassenden Schuhen und Gewändern hier absteigen kann. Oder mit einem Neugeborenen. Das will mir nicht in den Kopf. Später denke ich, dass sich viele einfach nicht ausreichend informiert haben. Darüber:

  • - dass passendes Schuhwerk unerlässlich ist
  • - dass der Strand nicht riesig ist und wenn man nicht einen auf Ölsardinen machen will, bereits sehr früh kommen sollte
  • - Und dass der Strand nur zu Fuß und nicht mit dem Auto erreichbar ist.

Das beweisen vier (spanische?) Jugendliche, die mich - wieder in Afionas angekommen- aus ihrem Auto heraus nach dem Weg fragen und ob man mit dem Auto hinkomme. Ähhhm, nein, kommt man nicht ( und mit den Minischuhen, die ihr tragt, sicher auch nicht).

Aber es gibt auch Besucher, die einen anderen Weg finden - nämlich per Boot aus Agios Georges. Für etwas Bares kann man sich zu dem Strand hinfahren lassen. Man muss sich also nicht körperlich anstrengen- man kann dafür ganz grazil beim Ausstieg aus dem Boot stolpern und ins Wasser fallen. Es war ein herrlicher Anblick. 

Sei’s drum. Wir machen aus aus dem Kofferraum heraus frisch, ich ziehe mich um, wir versuchen sowas wie Frisuren zu zaubern - bevor wir essen gehen.Und ein Alster trinken. Köstlich.Im Anemos lassen wir es uns schmecken.

(http://anemosafionas.com/)

Und genießen Afionas anschließend mit seinen 3 Geschäften fast ganz allein.

Beim Ausparken ist man aus Millimeterarbeit angewiesen, aber dank gemeinsamer Kräfte von Einheimischen klappt alles. Auch wenn sie Dinge anders sehen als ich - „Come  Lady,there is enough space for a lorry.“

Bitte was? In welcher Welt bitte? Ein Lkw gedruckt auf einer Briefmarke, ja, so würde er hier durchpassen, mehr aber auch nicht. Der korfiotische Frechdachs sollte Recht behalten, aber wenn man sich die Autos hier anguckt, weiß man, dass dieser Plan, alles passt überall rein, nicht immer aufgeht.

Wir fahren nach Paleokastritsa, dort genießen wird das Singen der Zirkaden und besuchen das Kloster. Die Zufahrtstraße durch Paleokastritsa endet an der Straße zum Klosterberg. Hier wird die Straße schmal und eine Ampel regelt die tägliche Flut an Besuchern.Die Klosteranlage mit dem Glockenturm und dem schönen Innenhof bietet immer wieder schöne Fotomotive. Das kleine Museum beherbergt Ikonen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Viele kleine Plätze, Wege durch Arkaden und ein sehr schöner Wandelgang runden das Bild des typisch griechischen Klosterbaus ab. Nicht umsonst zählt das Kloster Paleokastritsa zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Insel Korfu.

Wir lassen den Tag später mit einem griechischen Wein (drauf erstmal eine Allergietablette) ausklingen. Petra bekommt endlich ihre Oliven und ich meinen Feta mit Sesam und Honig. Der Tag endet vorzüglich- am Strand. 

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Antworten (1)

Marika
Glatt das zweite Mal gelesen.