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Mein kleines Abenteuer auf dem Camino Francés 
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Der Regentag...

Regen satt... Meine Herberge für heute.

Ihr Lieben, 

heute war es so weit, der erste Regentag auf dem Camino. Und wie es geregnet hat... Meine Güte war das kalt :D. Nach der Hitze der letzten Tage waren heute gerade mal um die 10 Grad Celsius. Ich habe zwischendurch ganz schön gefroren... 

Nachdem ich heute morgen in aller Ruhe gefrühstückt hatte bin ich gegen 8:00 Uhr langsam losgelaufen. Marlene begleitete mich noch ein kleines Stück durch Pamplona. 

Da ich gestern so gar keine Lust auf diese Stadt hatte dachte ich mir, gib ihr noch eine Chance und schaue mal beim durchqueren in die Seitengassen. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt war das Wetter bereits heute morgen nicht traumhaft. Wie dem auch sei... Auf meiner Streiftour durch Pamplona traf ich den Spanier Juan, welcher leider nur ein paar Brocken Englisch konnte und dennoch entwickelte sich eine sehr angenehme Unterhaltung :). 

Um meine Beine zu schonen bin ich heute nur um die 11 km gelaufen. Glücklicherweise hatte ich meine Joggingschuhe an, da durch den vielen Regen die Hose und Schuhe komplett nass sind... nasser wären sie nur, wenn ich im Wasser stehen würde ;). So sind meine eigentlichen Wanderschuhe schön trocken geblieben und die Joggingschuhe trocknen zum Glück einfach schneller. 

Ich schlafe heute in einem 10 Bettzimmer. Da ich die erste war konnte ich mir diesesmal das Bett aussuchen... nach einer ausgibigen Dusche (in leider nicht sehr warmen Wasser) machte ich es mir auf dem Bett gemütlich und döste vor mich hin. Nach und nach kamen ständig neue Pilger herein... und was soll ich sagen... es waren immer Männer :D 

Nachdem ich mich schon damit abgefunden hatte die Nacht in einem 10 Bettzimmer nur mit Männern zu verbringen wurde ich doch noch erlöst und es kam zumindest noch eine Frau dazu :D. Aber zu meinem Pech sind meine Mitpilger diesesmal alle Italiener und natürlich unterhalten sie sich nur auf italienisch was eine Konservation meinerseits unmöglich macht :D

Die Ruhe heute kommt mir allerdings irgendwie sehr gelegen. So kann ich Euch auf den aktuellen Stand bringen und mal meinen eigenen Gedanken nachhängen... Im übrigen habe ich die Gelegenheit genutzt und vorhin gaaaaaanz viele Fotos von der unglaublich tollen Landschaft ringsum gemacht. Das Dorf Zaroquiegui, in welchem ich übernachte, liegt unglaublich malerisch zwischen sanften Bergen von welchen das Getreide in allen möglichen statten grüntönen strahlt. Und ab und an schlängelt sich ein schmaler Weg hindurch. Wirklich traumhaft! 

Und falls noch jemand die Besorgnis hat ich könnte hier abnehmen... die sogenannten Pilgermenüs sind so klasse und Kalorienreich, dass ich eher denke ich werde unglaublich zunehmen. Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise, Baguette, ein Liter Wasser und ein Liter Wein für einen alleine... und das für 10-17 Euro. Das ist echt unglaublich. Ich hatte bisher immer Glück mit meinen Menüs, sehr gute Hausmannskost und echt lecker! Und heute schmeckte mir sogar der Rotwein richtig gut :p... ich glaube diese Nacht werde ich guuut schlafen können...


Ich hoffe der weitere halbe Tag Pause hat meinen Beinen soweit gut getan, so dass ich morgen endlich wieder an die 25 km laufen kann... und ich hoffe morgen wird wieder die Sonne scheinen!!! 

Liebe Grüße 

Nicole 

Ps: da das WLAN wieder nicht so möchte wie ich, hoffe ich, dass ich euch später noch ein paar weitere Bilder hochladen kann. 

Ach und was mir gerade noch einfällt... ich bin auf meinem Weg heute an einem Schotenfeld (Erbsen) vorbei gekommen!!! Die waren echt lecker :D das hat den Regen fast vergessen lassen.  


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