2026 - 03 Friesland Explorer
17.04. - Freitag Kein neuer Wasserschaden an den Wasserhähnen. Nach dem Frühstück geht`s los. Erstmal an die nahe Nordseeküste quer durchs Land. Kann man auch mit dem Fahrrad

Veröffentlicht: 20.04.2026
18.04. - Samstag
Wir haben heute keine Eile, sind wir doch für 2 Tage eingebucht. Das macht schon etwas aus und einen entspannten Tagesrhythmus. Nix packen und weiterfahren, noch dazu ohne richtiges Ziel.
Heute ist Ruhetag bei angesagtem Sonnenschein.
Simone ist mit ihrem Knie sehr schlecht zu Fuß, so dass eine Radtour ausfällt. Aber eine Stadterkundung von Joure sollte gehen. Wir stehen ja fast mitten in der Stadt.
Die „Middelstraat“ ist das Herzstück von Joure. Einkaufsstraße und Gastronomie Landschaft laden zum Bummeln ein.
Es ist wieder erstaunlich, was eine Kleinstadt von 13000 Einwohnern für eine vielfältige Ladenkultur hat. Boutiquen für Männer und Frauen mit guten Klamotten, kleine Spezialitätengeschäfte (Kaffeerösterei Douwe Egberts) und nette Lokale.
Leider beginnt es während unseres Bummels zu regnen (siehe Titel), also müssen wir uns wohl einen Platz in der Außengastgro suchen und was trinken, garniert mit einem kleinen Snackteller (Bitterballen, Frikadelljes, frittierter Käse …).
Zurück am Wohnmobil scheint die Sonne wieder und die genießt man am besten draußen im Liegestuhl.
Das sind die Tage, an denen man vollkommene Freiheit genießt. Nichts drängelt, nichts muss gemacht werden – man lebt so in den Tag hinein und freut sich.
Morgen geht’s weiter und dann beginnt jetzt schon die Suche nach dem nächsten Ziel. Das haben wir nämlich überhaupt nicht, was langsam problematisch wird. Wollen wir hierhin oder doch lieber dorthin, wo scheint die Sonne länger, gibt es Stellplätze direkt am Wasser?
Alles Fragen, die sich nur langsam lösen lassen und oftmals erst dann, wenn man losfährt und einfach durch die Landschaft bummelt. Das ist ja alles nicht groß hier in den Niederlanden und wir haben Zeit.
Die Hauptstraßen oder Autobahnen erschließen schon flott die Regionen. Wir aber nutzen gern die kleinen Straßen in der Nähe des Wassers und die sind oftmals sehr schmal, das Begegnungsverkehr besser nicht stattfindet.
Also fahren wir morgen einfach mal los.
19.04. Sonntag
Der Platz leert sich schnell, sowohl die Schiffe als auch die Wohnmobile verlassen den Platz. Müssen wohl morgen alle arbeiten, hä.
Nach dem Start wollen wir erst mal tanken, um etwas entspannter fahren zu können. Auf unseren Routen liegen manchmal keine Tankstellen.
Gleich neben der Ausfahrt vom Hafen ist eine Esso Express. Dieselpreis liegt bei 2, 339 € - die spinnen doch alle. Ich tanke nur 30 l.
Friesland ist eine landschaftliche Region mit viel Weidevieh und Ackerwirtschaft. Die kleinen Dörfer liegen alle adrett und sauber an der Straße. Es ist nix los (weil Sonntag) und man kann langsam durch die Landschaft cruisen.
Die Straße am Rande des Ijselmeers liegt allerdings überwiegend vor dem Deich, so dass man zwar die Schafe auf dem Deich sehen kann, aber kein Wasser.
Am äußersten Zipfel von Süd-Friesland liegt der Ort Stavoren mit Jachthafen, Grachten und einem Stellplatz direkt am Wasser.
Das ist ja eher die Ausnahme, so dass wir spontan entscheiden, für eine Nacht einzuchecken.
Der Hafenmeister ist gleichzeitig Herrscher über den Stellplatz und füllt sein Formular aus:
2 Personen, ein Wohnmobil, eine Nacht, Tourismusabgabe = 26,50 €.
Der Platz liegt tatsächlich am hintersten Ende des Jachthafens auf eine Wiese, mit Stromanschluss und Waschhaus.
Und ein neues Restaurant, der „Postvis“ ist nur 100 m entfernt.
Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in …. den Potvis, wo es natürlich ein Fischgericht gibt.
Und wenn ich sage, dass die Nacht sehr ruhig war, dann ist das noch untertrieben. Kein einziger Mucks war zu hören, bis am Morgen die Schafe auf dem Deich mit ihrem Määh,mähhh den Tag begrüßten.
Na gut, sei gestattet.
Beim nächsten Restaurant bestelle ich Lammkeule.
