Lai-da-Tuma-2021
Vom Bodensee bis zur Rheinquelle

Gaißau -> Buchs anno 1990

Gespannt, aber doch noch ein bisschen verschlafen fuhren wir am Morgen um 3.45 vom Postamt zum Rheinspitz.

Dort wollten wir den „Zwoarädlar“ holen und so gegen 4.00 abmarschieren. Doch anstatt des Wagens lag Chico, unser „Wächter“ an der Stelle – besoffen.

Nach kurzem hin und her wurde es Erhard Zuviel und er zog ab. Die restlichen gaben jedoch nicht so schnell auf und so wurde das Rheinholz durchkämmt. Nach einer guten halben Stunde zeigte sich die Suchaktion als erfolgreich.

Durch diese Panne angespannt, zogen wir dann aus unserem Heimatdörfchen Gaißau ab in Richtung Thomasee.

So gegen 8.15 überraschte uns einer von Erhards Briefträger – Kollegen mit einem Schafskäse Frühstück.

Da auch schon die ersten “Blotra“ auftauchten, wurden sie mit Pflaster versorgt.

Frisch gestärkt zog man den Highway mäßigen Wege am Rheinkanal entlang.

So gegen Mittag wurde es immer heißer und es trafen die ersten Beschwerden auf. Vor allem Pfünz machte uns mit seinen „Bremen verschlagerei“ verrückt.

Um ca. 11.00 wurde die Mittagspause eingelegt. Wir flackten uns in ein Wäldchen in der Nähe von Widnau und packten unsere Fressalien aus. Gestärkt wurden wir auch noch zusätzlich mit einem Vitaminpulver, das Erwin uns beschaffte.

Leider bekamen einige davon Bauchweh, andere spürten aber wieder nichts.

Nach einem kurzen Schläfchen wurde der Marsch fortgesetzt.

Als unsere Wasserflaschen und Kanister auf Null standen, wurde es höchste Zeit zu tanken. Es war um ca. 14.00 als wir in Rüthi eine etwas ältere Dame um Wasser baten, dazu kochte sie uns noch einen Kaffee.

Schon nach ein paar weiteren Kilometern erwarten uns einige von Häbi seinen Verwandten mit einer etwas kühleren Erfrischung.

Da wir der Meinung waren, dass es nicht mehr weit nach Buchs ist, gönnten wir uns noch ein kühles „Hopfenwässerchen“.

Während wir dann weitermarschierten, wurde Umi von Häbis Verwandten mitgenommen, da ihm seine „Blotra“ ein Schnipchen schlugen.

Manch einer träumte schon von einem weichen Schlafsack, während wir uns bis nach Buchs durchkämpften.

Von „Blotra“ geplagt, kamen wir dann endlich um 17.15 am Camping Platz an.

Nachdem die Füße versorgt waren, wurde der Schlafsack ausgerollt und „gepfiffen“.

Zum Waschen war natürlich keiner mehr fähig.

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