Samstag, 12. Januar
Wie wird wohl die Nacht werden? Aber fangen wir doch erst Mal mit dem Morgen an: um 6.30 Uhr war ich bereits unten beim Beach-Ausgang des Hotels und habe mir einen guten Platz...

Veröffentlicht: 13.01.2019







Wie überstehe ich bloss diesen Tag...?
Gestern, nach dem Abendessen, musste ich 2 Stunden warten und dann den magischen Trank zu mir nehmen. Die ölige Flüssigkeit (Ghee und Kräuter) ging in einem Schluck runter. Dann 3 Tassen heisses Wasser nachkippen. Für mich, als Trinker, kein Problem. Also nicht Trinker im negativen Sinn, sondern auf die Mengen bezogen. Das Nachschütten hat mir also kein Problem bereit. Danach lass ich in meinem Buch weiter und trank immer wieder eine Tasse heisses, leckeres, pures Wasser.....
Ich wurde müde und versuchte zu Schlafen. Es grummelte langsam aber sicher in meinem Bauch. Das lag aber auch ganz bestimmt an der Menge an Flüssigkeiten die ich intus hatte! Ein paar Minuten später mutierte das Grummeln zu leichten Krämpfen und schwups war es soweit. Die ganz Nacht hindurch bin ich erwacht und ging dann zur Toilette, wieder ins Bett und wieder wach und wieder.... Zusammengezählt waren es aber dann schon ca. 5 Stunden Schlaf. Phoa, dass wird ja ein extrem fauler Tag! Zum Glück hatte ich die Massage auf 12 Uhr verschoben. So konnte ich gemütlich neues, heisses Wasser aus dem Restaurant holen, danach zum Frühstück (Reissuppe mit viel Salz welches ich noch hinzufügen musste) und wieder retour ins Zimmer gehen. Zum Glück nicht mehr! Denn dies war schon fast eine Megastrecke die ich da zurücklegen musste! Ich bin so flach und so müde.... Hilfe!
11.45 Uhr dann Konsultation. Soweit alles okay. Aber meine Nase ist seit letzter Nacht verstopft und ich kann fast nicht atmen. Also gibts heute zum Erholungs-Programm (Einölen, warmes Kräuterwasser über den ganzen Körper fliessen lassen, eine Gesichtsmaske mit Papaya) dazu noch ein Extra: Inhallation über der Glaskeramik-Kochplatte. Denn genau diese ist ein sehr wichtiges Utensil in jedem Behandlungsraum. Dort stellt die Therapeutin eine kleine Blechwanne drauf und darin erhitzt sie dann jeweils das Öl für die Massagen. Es piepst also immer wieder, wenn sie etwas an dem Teil verstellt oder es wieder aktiviert. Sonst hats kein einziges Elektrogerät in diesen Räumen. Nur viel Blechgeschirr in allen Grössen und diverse Behälter mit den geheimen Mischungen (Kräuter, etc.) drin. Das Herzstück eines jeden Therapieraumes jedoch ist der massive, rötlich gefärbte Massagetisch mit den Einkerbungen. Diese dienen dazu, dass bei einer nassen Massage, z.B. so wie ich sie heute hatte, die Flüssigkeiten seitlich in eine Vertiefung und dann am Fussende durch ein geschnitzes, Trichter förmiges Muster, in eine Auffangwanne plätschern. Das Gefährliche an diesem Tisch-Monster jedoch ist, wenn man vorher eingeölt wurde und dann hier drauf liegen soll, dann fühlt es sich an wie ein Fisch im Wasser. Man schlittert gefährlich hin und her bei jeder Bewegung. Und dass ist ja wohl eher nicht so sexy, weil man sich ja immer wieder auf die Seite dann wieder auf den Bauch und dann wieder auf die Seite und dann wieder auf den Rücken in die Schlussposition bringen muss!
Heute kam mir, als ich an die Reception lieff, ein kleines Bächlein auf dem Weg entgegen. Ich fragte mich bereits, ob die Gärtner einen Schlauch einfach so liegen lassen haben. Aber nein, die Verursacher waren nicht in Grün, sondern in Orange gekleidet. Es waren die fleissigen Putzfeen. Doch was machen die da eigentlich? Kurz darauf hatte ich die Antwort: sie reinigten den gesamten Platz vor der Reception und den Weg dazu! Dabei war der gar nicht schmutzig. Höchstens ein Bitzeli staubig, aber gleich eine solche Reinigungsarmada! Pha! Mit viel Wasser und ihren kleinen Reissbesen fegten sie den Platz, welcher ca. so gross ist wie... wie.... öhm... wie.... ja, wie was denn?! Wie unser Parkplatz vor dem Haus in Sempach oder vor dem Haus in Kriens etwa. Ja, das triffts ziemlich gut. Smile
Die Wellen sind übrigens heute nicht mehr so forsch und aufbrausend. Dies liegt am Mond hat man mir erzählt. Das Meer richtet sich nach dem Mond (nichts Neues eigentlich = Ebbe/Flut!). Aber dass die Unterschiede so massiv sind habe ich nicht gedacht. Am Sonntag hätte es immer viele Einheimische und ein buntes Treiben unten am Meer. Aber da ich heute weder Lust noch Energie und vor allem nicht die Genehmigung vom Arzt hatte mich dort um zu sehen, versuche ich es in einer Woche wieder. Huch! Stimmt! Heute bin ich schon eine Woche hier in Indien. Die Zeit vergeht und die Gäste kommen und gehen. Täglich. So denn auch die paar wenigen Flieger die die Nacht hindurch über unser Hotel fliegen. Ein Nachtflugverbot gibts hier nicht! Letzte Nacht habe ich den Flieger aus Abu Dhabi gehört, mit welchem ich vor einer Woche auch angekommen bin.
Gähn... ich bin müde. Habe extra tagsüber nicht geschlafen, da ich sonst um 2 Uhr wieder wach rumliege! Also gehe ich jetzt Essen. Danach gibt es auf der Bühne vor dem Restaurant und gleich vor meinem Bungalow (jedoch ohne freie Sicht) eine kulturelle Abendshow. Davon berichte ich Euch morgen. Also nur, falls ich sie nicht verpasse und schon im Bett liege.