juliusintansania

Der Alltag und die Arbeit


Ich habe mich nun nach 3 Wochen gut eingelebt und meinen Alltag gefunden.

Mein Tag beginnt um kurz nach 6 und als erstes geht es in die Morgen-Messe, ich bin hier in keinster Weise verpflichtet in die Kirche zu gehen, doch ich besuche die Messen sehr gerne, da der Mönchsgesang und die Gebete unheimlich schön sind und einem einen guten Start in den Tag geben.

Nach dem Frühstück beginnt dann meine Arbeit im Healthcenter. Die erste Woche habe ich die Assistenzärzte begleitet und unterstützt, sie bringen mir viel über die lokalen Krankheitserscheinungen und die hier vorkommenden Probleme bei. Es ist sehr interessant etwas über Malaria, Parasieten oder Tuberculose zu erfahren! Die zweite Woche arbeitete ich im Labor der Klinik. Hier werden Blut, Stuhl und Urin untersucht und viele verschiedene Tests durchgeführt. Ich empfange die Patienten, dokumentiere alles und mache die Malaria, HIV und Schwangerschaftstest alleine, für den Rest sind meine Kollegen da. Zwei junge, sehr nette und lustige Laboranten. Wir verstehen uns sehr gut und sie bringen mir glücklicherweise viel bei und überlassen mir Verantwortung. Nur die Sprache ist oft ein Problem, da die Patienten meist nur Swahili sprechen...aber daran arbeite ich!

Zum Mittagessen komme ich zurück ins Kloster und anschließen unterrichte ich einen Bruder in Deutsch und er mich in Swahili, wir machen beide täglich Fortschritte!

Danach gebe ich Boxunterricht, ich habe hier einen Boxclub eröffnet und es werden von Tag zu Tag mehr Schüler, Mönche und Auszubildene der Elektroschule von nebenan. Es läuft sehr gut und wir haben alle großen Spaß im Training, möglich gemacht hat dies mein Kickboxtrainer Herr Grimm (Kickbox Grimm, Bammental "Der Treff"), der mir eine große Spende an Boxhandschuhen und anderen Trainingsmaterialien mit hierher gegeben hat-Vielen Dank!

Nach dem Boxunterricht ist es dann Zeit für die Abendmesse. Nach dem Abendessen unterhält man sich noch nett und dann begibt man sich langsam auf sein Zimmer und lässt den Tag ausklingen. Strom gibt es nur morgens und abends, eine Waschmaschine gibt es nicht, deswegen muss man zwischendrin immer wieder Wäsche waschen oder sein Zimmer putzen.

Letztes Wochenende habe ich zusammen mit zwei Italienern das Ultraschallgerät zum Laufen gebracht- ein großer Erfolg!

Dieses Wochenende war ich an der Grenze zu Sambia und machte einen Ausflug zu den Calambo Falls, ein toller, großer Wasserfall und eine atemberaubende Landschaft. Außerdem besuchte ich den Tanganikasee, ein riesen See mit Wellen, der einem Meer gleicht. Man kann dort gut schwimmen.

So arbeite ich hier also unter der Woche viel und am Wochenende ziehe ich dann los um das Land zu erkunden!

Kommentare

Andreas
Hallo Julius hier ist Jonathan Göbes. Von den Minestranten ich habe mit meiner Mutter den Bericht gelesen und finde es sehr spannend etwas über dich und deine arbeit zu erfahren Liebe Grüße aus der plöck (heidelberg)

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