Heute wegen gestern geschlossen!
Da wir uns gestern Abend, während der Nordlichter, anscheinend ein wenig verkühlt haben, gönnen wir uns heute einen Tag Ruhe, um die Akkus wieder aufzuladen. Wir melden uns...

Veröffentlicht: 15.09.2018












Nachdem wir uns erholen konnten und unseren Körpern die nötige Ruhe gaben, um sich keine Erkältung einzufangen, geht es uns schon wieder viel besser.
Mittlerweile sind wir bei unserer neuen Unterkunft an der Spitze der Lofoten angelangt. Hier bleiben wir noch bis Sonntag Abend. Danach setzen wir mit der Fähre über nach Bodø um dort unser Wildcamping für den Rest der Zeit zu genießen und so viel wie möglich zu sehen.
In der Zwischenzeit ereigneten sich ein paar Kleinigkeiten, welche mit dem Check-in Freitagmorgen anfingen. Dieser gestaltete sich als Hürde, da wir vorerst die Rezeption nicht finden konnten. Wir riefen also in der Unterkunft an. Hier meldete sich ein eher unmotivierter englischsprechender Norweger mit afrikanischer Abstammung, dessen Akzente und Genuschel leider nicht zu unserem Verständnis beitrugen.
Auch nach detaillierter Wegbeschreibung, inklusive englischer Wortneuschöpfungen, war die Rezeption nicht aufzufinden. Nach einiger Zeit und scheinbar wenig Beschäftigung, bewegte sich der unglaublich nette und sympathische Rezeptionist an die andere Seite des Ufers und gab uns zu verstehen, dass unser Haus zwar auf unserer Seite des Ufers stünde, wir jedoch vorher noch, die auf dünnen Holzpfosten, ca. 500m lange Brücke überqueren und an verschiedensten Segelschiffen vorbei gehen müssen, um dann ein kleines schmales Häuschen zu entdecken, welches aus einem Zimmer besteht, hinter einem Fischershaus liegt und "gaaaanz einfach" zu finden sei.
Nun bekamen wir also unseren Schlüssel und gingen zurück zu unserem Häuschen, welches wesentlich leichter zu finden war. Hier erwartete uns eine kleine rote Fischershütte mit dem Namen "Matthias Bua". Sie ist, wie das meiste hier in Norwegen, sehr rustikal und minimalistisch eingerichtet. Auch von innen ist alles aus Holz und bringt genau den richtigen Flair des kleinen Fischerdörfchens. Unsere Aussicht und ein paar weitere Eindrücke haben wir auf Bildern festgehalten.
Wie ihr daran sehen könnt ist auch hier alles sehr ruhig und man könnte sich stundenlang dem Geräusch der Wellen widmen und die schöne Aussicht auf sich wirken lassen.
Die meiste Bevölkerung machen hier nämlich die Möwen (in speziellen Fachkreisen auch Tauben genannt) aus, welche sich gerne den ganzen Tag mit einem, auch in riesigen Scharen, unterhalten. Natürlich unterstützen sie dabei aber die dramatische Szenerie der Wellen, welche hier bei eher bescheidenem Wetter über die Brandung schlagen.
Als wir alles ausgepackt hatten und unseren Stapel an Wäsche sahen wurde uns bewusst, wir müssen nochmal zurück zum netten afrikanisch/norwegischen Rezeptionisten, welcher uns mit Sicherheit gerne Waschmarken aushändigt. Diese kosteten dann für 2 mal Trocknen und 3 mal Waschen umgerechnet 21 Euro. Teurer Spaß so ein Hygiene- und Sauberkeitsprozess. Aber nun gut, nach einigen professionellen Anweisungen und Tipps des motivierten Mitarbeiters, gingen wir dann waschen.
Alle Wäsche klinisch rein, konnten wir zum Einkauf starten. Wir waren vollends motiviert einen Fischabend zu machen und uns frischen Fisch zu gönnen. Dies scheiterte jedoch an völlig erhöhten Preisen. Also wurden Tacos zu unserem neuen Nationalgericht erklärt, welche aus erstaunlichen Gründen, trotz ausländischer Abstammung, zu den günstigsten Artikeln im Laden gehörten, aber super schmeckten. Natürlich durfte beim Einkauf ein wenig frischer Aufschnitt und Brötchen für die nächsten 2 ausgedehnten Frühstücke nicht fehlen, da dies beim Wildcamping nur schwer zu verwerten, geschweigedenn frisch oder kühl zu halten ist.
Zurück vom Einkauf machten wir uns Abendessen und verlebten einen ruhigen Abend.
Am nächsten Morgen standen wir dann auf und freuten uns schon auf ein ausgedehntes Frühstück am Fenster mit Blick aufs Meer. Draußen frühstücken wäre leider nicht so idyllisch gewesen, weil es immer noch regnete und "leicht" windig war. Aber egal, denn der Ausblick am Fenster war auch toll! Na ja zumindest war er das für knapp 5 Minuten, bis plötzlich eine fremde Frau über unseren Balkon lief und lauthals einer Freundin etwas unverständliches zurief. Etwas schockiert schauten wir uns an, als wir dann das Fenster öffneten, um zu fragen ob sie sich denn verlaufen habe oder ob eine versehentliche Doppelbuchung unseres Häuschens dafür sorgte, dass sie mit frühstücken wolle. Es kam dann nur ein leises "Sorry" und man verdünnisierte sich wieder von unserem Balkon.
Danach konnten wir aber in Ruhe unser Frühstück beenden.
Ansonsten gestaltete sich der Tag ziemlich unspektakulär, aber ruhig und entspannt, da ja auch das Wetter nicht wirklich mitspielte.
Morgen wird dann ausgecheckt und wir gestatten dem schönen und bekannten Dorf Reine noch einen Besuch ab, bevor wir dann mit der Fähre nach Bodø übersetzen.
