kleiner IT struggle :-(
leider sind die Offline geschriebenen Beiträge inkl Links im Nirwana der IT verloren gegangen, ich werde jetzt erstmal die aktuellen berichten und wenn sich mein innerer 'brass'...


Veröffentlicht: 04.05.2025















... beginnt mit Stille und Sonne.
Der starke Wind vom gestrigen Tag legte sich gen Morgen und die Sonne lud uns ein, den Kaffee auf der Terrasse zu genießen. Draußen lauschten wir den vielfältigen Gesang der zahlreichen Vögel und in einiger Entfernung äste ein kleine Gruppe Rentiere, so lässt es sich aushalten und wir schmiedeten ein Plan für den Tag.
Mein Blick viel auf unseren kleinen zweirädrigen Begleiter und angesichts der milden 4° C und Sonnenschein war klar, was in den nächsten 1-2 Stunden an Aktivität erfolgt :-)
Schnell in die Motorradklamotten geschlüpft und die Stille mit dem unruhigen "knattern" des kleinen Einzylinder unterbrochen und ich starte zur ersten Ausfahrt mit der 03 - unter meinem Helm entfaltete sich ein breites Grinsen, die eigens aufgezogene Bereifung fand hier ein ideales Umfeld.
Am Abend zuvor hatten wir Ingi getroffen, einen der Brüder, die diesen Teil des Landes besitzen und bewirtschaften und auf meine Frage, wo man denn hier mit dem Motorrad ein wenig "offroad" fahren kann, blickte er ins weite Tal und sagte: ich glaube es sind gute 9 km und wenn der Wasserstand es zulässt kannst Du weit ins Tal hineinfahren...
Moni beschloss zu Fuss zum nahegelegen Flussbett zu laufen um dort ein paar Eindrücke und Momente festzuhalten und Ausschau nach Steinchen zu halten, schwer ist nur die Entscheidung, welches darf in die Tasche :-)
Anschliessend ging es Richtung Djupivogur, u.a. um einen Blick auf den nur 8km entfernten Hot Tub "Djúpavogskörin" zu werfen - leider ist dieser aktuell "geschlossen, da die Gemeinde Tests an der Quelle durchführt, dennoch sprudelt hier einiges an wohl temperierten Wasser heraus, im warmen Bächlein gedeihen leuchtend grüne Algen und in einem kleinen Becken, kann man zumindest seine Füße entspannen.
3km weiter erkunden wir zunächst das Gebiet um den kleinen Leuchtturm und dem kleinen Industriekai, hier hat der Künstler Sigudur Gudmundsson seine Skulptur "Eggin i Gleidivik" entlang der Bucht, in einem leichten Bogen, positioniert - 34 Stein-Eier, die geformt nach den Eiern einheimischer Vögel, hier auf eigenen Sockeln imposant in der Sonne glänzen.
Hier huschen immer mal wieder Besucher vorbei, selten steigen diese aus und verpassen so den weichgepolsterten Weg durch, teils feuchte, Wiesen zum leuchtend orangefarbenen Wächter am Südufer des Fjords "Berufjördur
Dort angekommen haben wir von "oben" einen wunderbaren Blick auf den Nord Atlantik und in den weiten Fjord. Die zahlreichen umliegenden, bis zu 1100m hohen, Gipfel verschwinden zum Teil in aufziehenden leichten Wolken.
https://youtu.be/rPG2_gE9FTM?feature=shared
Wir stöbern noch ein wenig am Ufer durch getrocknete Algen, vom Muschelkalk hell durchsetzten, schwarzen Sand und entdecken neben alten verwitterten, im Ufer verschwindenen, Bootsplanken kleine, kreisförmige Mulden voller aufgebrochener Muscheln, vielleicht "Arbeitsplätze" der Seevögel, die hier die erbeuteten Muscheln öffnen und verzehren.
Schnell sind unsere Hände gefüllt mit Kunststoffüberresten jeglicher Art, Schraubverschlüsse, Reste von Netzen, eine Bürste ohne Borsten :-), Plastikfolien etc - leider haben wir die passende Mülltüte vergessen, aber kein Problem, wir kommen wieder ...
https://youtu.be/YCrKDrfd9dw?feature=shared
Zurück am Industriekai füttern wir den kleinen regenbogenfarbenen Mülleimer und mach uns dran das Fischerdorf zu erkunden. Neben "aufgeräumer" Industrie finden unsere Blicke kleine, bunte Häuser, Gärten, die zum Teil mit Figuren aus Stein oder Treibholz bestückt sind - ja auch der ein oder andere Gartenzwerg steht hier neben Feenhäuschen und Trollwohnungen.
Wir trinken einen leckeren Kaffee vor dem alten Handelshaus "Langabúd", welches seinem Namen alle Ehre macht. Vor dem Eingang stehen plaudernd ein paar Fischer und Bewohner, aus der Marina hört man vereinzelt das "tuckern" der kleinen bunten Fischerboote und ein Fischer bietet uns eine Tour an - leider haben wir andere Pläne, aber vielleicht starten wir an einem anderen Tag von hier zur Erkundung der vorgelagerten Insel Papey.
https://youtu.be/ix3PktOibEg?feature=shared
Weiter geht es vorbei an einem Kleinbus, der gerade von eilenden Asiaten wieder geentert wird, nachdem sie sich, mit "landestypischen hot dogs" versorgt hatten :-) nun Richtung Schwimmbad und Schulzentrum. Hier, nachdem wir unsere Nasen an einer Scheibe zum Schwimmbad plattgedrückt haben, lädt uns ein sehr freundlicher Bademeister ein, das Bad zu erkunden. Wir wollen unsere Schuhe ausziehen, er winkt ab und erwidert, dass er eh gleich durchputzen wird, da für heute gleich Feierabend ist. Er führt uns bis zum Schwimmbecken und den 42° und 34° warmen Tubs, auf der anderen Seite des Beckens steht ein 0° Pool :-)
Wir verabschieden uns und versprechen am Anfang der Woche wieder vorbeizukommen, dann mit entsprechender Badekleidung ...
Draussen schlagen wir den Weg Richtung Naturschutzgebiet ein, es geht durch sanfte, mit Gräsern bedeckten Wiesen, quer über eine 745x24m Piste des Flugplatz (DJU), welcher in erster Linie für Krankentransporte und Postflüge angelegt wurde.
Die Beobachtungshütten sind über kleine Stege, gut zu erreichen und die Vogelwelt begeistert mit ihrer Vielfalt. Auf unserem Rückweg begegnen wir einer jungen, isländischen Frau, und kommen ins Gespräch, schnell wechselt die Kommunikation von englisch und unseren wenigen Brocken isländisch auf deutsch, da sie 3 Jahre in Erfurt studiert hatte und auch wenn es gut 20 Jahre zurückliegt, spricht sie hervorragend deutsch - aktuell arbeitet sie für "Lonely Planet" und schreibt über und für Islands Osten. Moni lässt sich noch ein paar alltagstaugliche Redewendungen übersetzen und wir verabschieden mit den neu gelernten Kurzgruss "bless"
Wir lassen es für heute gut sein und fahren erstmal zu unserer Hütte, denn die anderen interessanten Plätze hier in und um Djupivogur brauchen wieder ein frischen Geist ...
Nach dem Abendbrot haben wir unsere "Trollmäntelchen" angezogen sind in unsere Gummistiefel geschlüpft und machten uns inkl Drohne auf Richtung Sander des Hamarsá und Wasserfall in unserer Nähe, wir wateten durch die kleinen Flüsschen, und fühlten uns wie in unserer Kindheit, diese Freiheit, das unbeschwerte herumstreunen, keine Verbote, Tage die kein Ende finden und Blicke die immer wieder Neues entdecken - so fühlt sich GEMEINSAMES GLÜCK an...
Wir geniessen es weiter und "sehen" Euch morgen wieder...
https://youtu.be/vI86cOjR0hQ?feature=shared
