ein ruhiges Plätzchen
Hierher hat uns das aktuelle und bevorstehende Wetter "getrieben"


Veröffentlicht: 10.06.2025
























und einem tollen Frühstück wird es heute für einen kleinen Ausflug nach Vik i Myrdal gehen. Der Wind peitscht nach wie vor mit Böen zwischen 70 und 90 km/h über's Land und wir Erleben nach passieren der moosbedeckten Lavafelder und durchfahren der Eldhraun einen Sandsturm, der durch jede Ritze des Sputnik auch den Innenraum erreicht.
Wir verlassen die Ringstraße auf Höhe des Myrdalssandur und machen einen kleinen Abstecher in die Mondlandschaft des Eldhraun den Sand- und Staubwolken entgegen, bis wir ein kleines historisches Steinhaus erreichen, die Piste verliert sich im losen Sand und wir beschliessen umzukehren und weiter in Richtung unseres ursprünglichen Tagesziel zu fahren. Kurz vor Vik i Myrdal klart der Himmel auf und schenkt uns einen wunderbaren Blick auf den malerischen Ort unter strahlend blauem Himmel. Wir möchten noch die Ebbe nutzen und fahren direkt durch an den schwarzen Strand mit den Sneaker Waves "Reynisfjara".
Die Warnlampe zeigt mit gelben Licht "Caution" an, aber das Meer zeigt sich eher von seiner ruhigen Seite und die Anzahl der Besucher hält sich auch in Grenzen und verteilt sich wunderbar an dem weitläufigen Strand.
Viele Besucher fangen das Motiv der Basaltsäulen am schwarzen Strand ein und nur wenige wandern den Strand nordwärts etwas hoch, um einen besseren Blick auf die "versteinerten Trolle" im Meer zu erlangen.
Wir lassen uns treiben, fangen einige wunderbare Motive ein, sammeln manch kleine bunten Juwelen, gestrandete Krebstiere, legen uns auf die von der Sonne aufgewärmten schwarzen Steine und genießen die Sonne.
Nach einem paar Stunden stöbern, wandern und faulenzen beschliessen wir das DC3 Wrack nicht zu besuchen und machen uns auf zum Dyrholeay, der Türlochinsel mit Leuchtturm und einem wunderbaren Ausblick.
Von hier oben sehen wir, wie weit im Norden der starke Wind noch immer den schwarzen Sand und Staub weit hinaus aufs Meer trägt. Puffins sind um diese Uhrzeit draußen auf dem Meer und so beobachten wir die kunstvollen Flugmanöver der Möwen und das Spiel der Wellen tief unter uns.
Abseits der Hauptwege folgen wir einen kleinen Pfad auf die Rückseite des Felsen und genießen dort die Abgeschiedenheit und das weiche Moos.
Es wird Zeit für einen Mukka und so suchen wir uns ein windstilles Plätzchen in Vik i Myrdal nahe dem wunderbaren Strand aus feinem schwarzen Sand. Nach dem leckeren Mukka wandern wir noch ein Stückchen am Strand bevor wir ein par Einkäufe erledigen und den Campingplatz sichten.
Auf unserem Weg zurück nach Kirkjubaejarklaustur lockt das Hinweisschild ""Pakgil", wir hatten im Rahmen der Vorbereitungen von dem kleinen Campground in einem verwunschenen Canyon gelesen und wollen schauen, ob wir diesen erreichen, ggfs auch mit Hänger; also Blinker links und ab auf die Anfangs noch gut ausgebaute Piste, hinter uns ein Pickups der Klasse XXL mit Pferdehänger und ein 2. SUV. Die 2 schieben ganz gut und es geht mit 60 Sachen über den Schotter und so manches Schafsgitter, vorbei an zwei Höfen, bevor sich nach einem steilen Anstieg das weite Hochland zeigt.
Ich halte Ausschau nach einer passenden Bucht, um die 2 hinter uns nicht weiter "aufzuhalten" und wir setzen unsere Fahrt etwas beschaulicher fort.
Gute 5 Kilometer weiter sind beiden von der Piste auf die freie Fläche abgebogen und sind nur noch in der Ferne zu sehen.
Die Piste schlängelt sich durch haushohe Felsen mit Trollgesichtern und die Fahrt fühlt sich an wie auf einer Achterbahn; hinter einem "Blind Head" gehts unvermittelt und ohne Vorwarnung scharf rechts und unser Puls schiesst kurzfristig in die obere Region.
Am Ende der Piste finden wir in dem verwunschenen Canyon den kleinen Campground uns so manches bekanntes Gesicht bzw Fahrzeug aus Skaftafel.
Auf dem Rückweg scheint uns die Abendsonne ins Gesicht und "malt" weiter Trollgesichter in die Felsen.
Was für ein herrliches Stückchen Erde dürfen wir hier erkunden und erleben ...
