05.06.2022 Sonntag (2. Tag)
Der 1. Urlaubstag in Utersum Nach einem gemütlichen Frühstück gingen "die crazy Ladies" wie wir uns jetzt nennen, als erstes an den Strand. Er liegt fußläufig, aber wir sind mit...

Veröffentlicht: 06.06.2022










Trip der Crasy Ladies nach Wyk
Ich habe gestern vergessen zu schreiben, dass es hier sagenhafte Pfingstumzüge gibt. Trecker fahren mit einem Wagen, lautstarker Musik und vielen jungen Leuten durch den Ort. Sie winken, trinken und freuen sich an der Gemeinschaft. War schon lustig.
Heute morgen frühstückten wir wieder gemeinsam und als ich fragte ob noch jemand einen Toast möchte, schlug mir zweistimmiger Gesang entgegen. "Noch´n Toast, noch´n Ei, noch´n Kaffee ...." der Rest ging mal wieder im Gelächter unter.
Wir machten uns dann auf die Socken und mehrfach schmetterten wir uns entgegen, dass die eine oder andere auf der Mitnahmebank platziert werden könnte. Ein neues Ritual war gefunden, genau wie der Spruch von Gisela, dass sie Mama alles sagen will. Wir gehen schon recht rüde miteinander um, aber es ist schön, dass nichts böse gemeint ist und das niemand etwas übel nimmt.
In Wyk, wir brauchten neue Zigaretten, hatten aber die Läden trotz Feiertag geöffnet. Also stürmten wir Edeka. Da sie darum baten Masken zu tragen, gab ich Gisela eine FFP2 Maske und sie meinte protestierend: "Ne die Maske will ich nicht." Klar, dass sie gleich wieder auf der Mitnahmebank landen würde. Im Geschäft schlugen wir ordentlich zu, denn wir wollten uns ja überwiegend selbst verpflegen. Natürlich landeten auch Schnuppereien und die benötigten Zigaretten in unserem Wagen. Hiesiger Eisbärwein war auch dabei.
Wir fuhren weiter in den Ort und spazierten über die Promenade. Mit Blick auf das Meer setzen wir uns für einen Kaffee hin. Morgens hatte der Himmel noch geweint, doch das war schnell vorüber und die Sonne schien strahlend von einem blauen Himmel. Gisela hatte ihre Wind,- und Wetterjacke umgehängt und machte unerwartet die Aussage: "Die Jacke saß schon mal weiter." Als wir darüber lachten kam die trockene Aussage: "Ich hab die noch nicht gewaschen, aber ich war damit mal im Regen." Wir lachten Tränen und ich merkte an, dass das vielleicht doch eher die kleinen Tierchen, gewesen wären, die die Klamotten enger nähen. Als Gabi wieder Luft bekam, prustete sie heraus: "Die haben uns irgendwas in den Kaffee getan." Sogar die Gäste an den Nachbartischen schauten zu uns hin, aber es war so herrlich.
Gabi und ich gingen dann ein wenig in die Passage bummeln und ließen die arme Gisela "im eiskalten Schatten" (wie sie später sagte) einsam zurück. Auf dem dann gemeinsamen Rückweg besuchten wir noch einen schnuckeligen kleinen Laden, mit den verschiedensten Dekoartikeln. Wir kamen auch noch an einem Fischwagen vorbei, aber hier sollte ein Krabbenbrötchen sogar 10 Euro kosten. Wir verzichteten dankend.
Auf dem Rückweg stoppten wir an unserem Cafe vom Vortag und genehmigten uns ein Eis. Dann stemmten wir die Einkäufe, inklusive Getränke nach oben, setzen einen Kaffee an und unsere tägliche Vorlesestunde begann auf unserer Terrasse bei strahlendem Sonnenschein. Als es sich zunehmend bewölkte, zogen wir auf die Couch um, aßen später unsere TK Pizza und tranken den Eisbärwein, der wirklich gut war. Der Tag neigte sich dem Ende und zufrieden würden wir am Abend schlafen gehen, die Leichtigkeit unserer Tage mit in die Träume nehmen.