Irmi auf Föhr
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04.06.2022 (Samstag) 1. Anreise auf Föhr

Veröffentlicht: 04.06.2022

Ich bin pünktlich aus dem Haus gekommen, meine Freundinnen waren auch schon startklar und nur das Auto hat ein wenig unter der Last gestöhnt. Um zehn Uhr gönnten wir uns ein kleines Frühstück, eine Zigarette und und eine Gassirunde für Ayko. Bis auf kurze Zigarettenpausen kamen wir, bis auf die üblichen Baustellenführungen, bis zum Elbtunnel recht gut durch. 

Die Stimmung war super. Wir sangen lautstark zur Radiaomusik, und lachten viel über kleine Momente. So sagte Gabi einmal zu mir, als ich bremste. "Irmi, Du brauchst nicht bremsen." "Wieso!" fragte ich verblüfft zurück." Und sie meinte trocken: "Ich habe schon für Dich gebremst." Indes fiel mir auf, dass ich wohl besser eine zusätzliche Metallplatte einschweißen lassen sollte, wenn Gabi öfter mit mir fährt. 

Auch als uns ein Auto mit einem Bootsanhänger vorbeifuhr meinte sie: Ach, da ist meine Putzfrau ja auch. Ich sollte der weniger Lohn zahlen."  Beim nächsten Boot sagte ich nun: "Guck mal, da ist noch ne Putzfrau von dir." Doch sie belehrte mich eines Besseren: "Nein, das ist mein Gärtner." Und natürlich kam nun von hinten die Stimme, worüber lacht ihr, denn Gisela konnte hinten ja nicht immer den Blödsinn hören, den wir vorne verzapften. 

Natürlich gab es die üblichen Staus an den Baustellen, aber es war alles in einem normalen Bereich. Vor dem Elbtunnel wurde es dann dicht. Wir schoben uns eine Dreiviertelstunde in der Autolawine die Straße entlang. Und als wir wieder das Licht erblickten, löste sich der Stau auf und es ging wieder zügiger voran. Inzwischen hatte sich die Landschaft verändert, Weite empfing uns und je näher wir unserer Fähre kamen, denn inzwischen schlichen wir über Landstraßen, säumten immer mehr riedgedeckte Häuser den Straßenrand. Auch durchfuhren wir kleine Ortschaften mit niedlichen, kleinen alten Häusern, so dass wir auf die Idee kamen, uns hier niederzulassen und eine Dreier WG zu gründen. Die Vorstellung war schon klasse, aber eigentlich wollte doch lieber keine von uns die Heimat und die Familie verlassen.

Endlich erreichten wir nun um 15.30 Uhr den Fährhafen. Da wir noch Zeit hatten, bummelten wir ein wenig herum und entdeckten dann ein Lokal. Hier kehrten wir ein und Gaby und ich sahen mit Freude, dass es halbe Krabbenbrötchen gab. Aber fast zehn Euro? Das musste nun doch nicht sein. Also: Wir bestellten  simple Currywurst mit Pommes. 

Als die Fähre einlief machten wir uns etwas zu langsam auf den Weg, aber als wir endlich am Auto waren, durften wir uns dann doch noch in den rollenden Verkehr einfädeln und auf die Fähre fahren. Für Gisela war der Weg über die steilen Treppen mühsam, und als wir wieder nach unten mussten entdeckte ich einen Aufzug, wie günstig. 

Als wir im Auto saßen und in den Hafen einliefen,  wurde  die Klappe schon heruntergelassen und ich sagte: 

"Sollen wir mal versuchen , ob mein Auto ein Amphibienfahrzeug ist und losfahren?" Das hörte  der Angestellte, der neben meinem geöffneten Fenster stand und rief seinem Kollegen zu:

"Mach das Seil schon los, die hier wollen losfahren." Und der machte das auch noch und wir lachten mal wieder. 

Über viele Schleichwege kamen wir nach weiteren 30 Minuten an unser Ziel. Ein Haus mit zwei Ferienwohnungen erwartete uns und Frau Korf wies uns zu unserer Wohnung. Dann begann das große Schleppen und das Einrichten. Alles musste die Treppe hoch. Oh man, konnten die Koffer und Taschen nicht leichter sein? Dann ausräumen ankommen, eine Flasche Sekt killen und einen Küstennebel genießen. Zwischendurch viel lachen, ein schnelles Abendbrot und den Blog schreiben. Morgen geht es dann ans Meer.  


 



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Antworten (2)

Brigitte
Fängt ja schon spannend an. Liest sich so, dass ich Lust bekomme, mal mitzufahren!

Anne
Ich wünsche euch weiterhin so viel Spaß und gute Laune 🥳